Eschweiler - Ein Besuch bei Islandponys, Alpaka Sunnyboy & Co.

Ein Besuch bei Islandponys, Alpaka Sunnyboy & Co.

Von: Tobias Röber
Letzte Aktualisierung:
Neugierige Tiere: Die Alpakas
Neugierige Tiere: Die Alpakas schauten sich unsere Leser an, die gleichzeitig viel Freude an den aus Südamerika stammenden Tieren hatten.

Eschweiler. Am Ende wurde es dann noch einmal so richtig süß. Und das lag nicht nur daran, dass die Gäste unserer sechsten Leserexkursion im Rahmen von 7 x Sommer zwischen Eissplitter- und Käse-Sahnetorte wählen konnten.

Ulrike Carduck, Inhaberin des Reiterhofs „Isis vom Schwarzen Weg”, holte Hundebaby „Ginny comes lately” hervor. Vor allem für die Kinder war das „süüüüüß”. Es war nur einer von vielen Höhepunkten des rund zweistündigen Programms, in dem das Reiten natürlich im Vordergrund stand.

Allerdings ging es für die Gruppe zunächst zielstrebig an den Pferden vorbei. Erstes Ziel war die Wiese mit den Alpakas. Die Leser stellten sich brav vor dem Zaun auf und betrachteten die Tiere. Aber wer Ulrike Carduck kennt, der weiß, dass es nicht beim Anschauen blieb.

Also Tor auf und hinein zu den recht frisch geschorenen Tieren, die erst ein wenig scheu, dann jedoch recht neugierig auf unsere Leser zugingen. Vor allem die beiden Mini-Alpakas waren begehrt - wurden aber von der Alpaka-Mama keine Sekunde aus den Augen gelassen. Der kleine Sunnyboy wurde erst am Montag geboren, Free Champ war immerhin schon etwas mehr als eine Woche alt.

Sechs dieser Tiere beherbergt Ulrike Carduck auf dem Reiterhof, der auch Mitglied im Alpaka-Zuchtverband Deutschlands ist. Nach einigen Minuten war dann Abschied nehmen angesagt. Die Alpakas sahen das ein wenig anders und reihten sich einfach in die Leserschlange in Richtung Ausgang ein. „Sie wissen, dass es jetzt Abendbrot gibt”, erklärte Ulrike Carduck mit einem Lächeln.

Und dann stellte die Inhaberin des Reiterhofs eine Frage, deren Antwort im Grunde vorher klar war. „Wollt ihr erst etwas trinken oder erst zu den Ponys?”

Also auf zu den Ponys. Geysir, Blesi und Bleika sollten fortan zu den Begleitern der Gruppe werden. Zunächst band Ulrike Carduck die Islandponys, von denen es nur diese und 18 Stück auf dem Hof gibt, draußen an. Zur ersten Annäherung sozusagen. „Die Pferde sind hier täglich mindestens acht Stunden draußen. Alles andere ist aus meiner Sicht keine artgerechte Haltung”, erklärte Ulrike Carduck.

„Wer möchte denn mal streicheln?” Tja, auch diese Frage blieb nicht lange unbeantwortet. Kinder und Erwachsene gingen gleich auf die Pferde zu. Begleitet von guten Tipps der Expertin. „Am besten von der Seite oder von vorne auf die Pferde zugehen und etwas sagen”, verriet Ulrike Carduck. Wer sich einem Pferd von hinten nähere und es überraschend anfasse, riskiere, dass es nach hinten austrete. Und das kann dann durchaus sehr schmerzhaft enden.

Und gut, dass es auf dem Hof in Hastenrath neben viel Freigelände auch eine kleine Halle gibt, dem satten Regenguss konnten alle noch knapp entkommen. In der Halle wunderte sich der eine oder die andere, warum ein Trampolin an der Decke hängt. Das kommt aber erst am Sonntag zum Einsatz. Pferde und Reiter in spe waren also nun schon gut miteinander bekannt, da konnte Ulrike Carduck die Sattel holen.

Zuerst waren (natürlich) die Kinder an der Reihe. Mama, Opa & Co. halfen in den Sattel und dann ging es - geführt an einer Leine - viele Runden durch die Halle. Die kleine Johanna, vier Jahre alt, und ihre achtjährige Schwester Anna-Lena schauten nach den ersten Runden auf dem Pferderücken recht fasziniert drein. Auf die Frage, wie es denn gewesen sei, kam bei beiden ein schüchternes „schön” - gefolgt von einem Lächeln, das viel mehr sagte. Gut, einen Satz ließ sich Johanna dann doch entlocken: „Dürfen wir nachher nochmal?”

Klar durften sie. Immer abwechselnd. Erst die Kinder, dann trauten sich auch einige Erwachsene. Und das Fazit fiel an vielen Stellen recht ähnlich aus. „Das ist ganz schön wacklig”, sagte Anna-Lena. Und kaum hatte sich mit Georg Larscheid der erste Erwachsene auf ein Islandpony geschwungen, sagte auch er: „Ganz schön wacklig”.

Die Besucher, die gerade nicht hoch zu Ross unterwegs waren, gab es genügend Abwechslung. Entweder führten sie eines der Pferde oder sie beschäftigten sich mit Australian-Shepherd-Hündin Kelly, die immer dabei war oder einer kleinen Katze, die die Gruppe „besuchte” und für einige Streicheleinheiten durchaus zu haben war.

Nicole Nelles, Mutter von Johanna und Anna-Lena, fühlte sich gar an ihre eigene Hochzeit erinnert. Zu dieser hatte sie einen Ritt im Brautkleid auf einem Pferd geschenkt bekommen.

Der zehnjährigen Carolin hat das Reiten auch viel Spaß bereitet. Auf die Frage, welches Tier ihr am besten gefallen hat, antwortete sie: „Alle!”

Zwischendurch schaute ein weiteres Tier in der kleinen Reithalle vorbei: eine Schwalbe. Die macht zwar laut Sprichwort eigentlich noch keinen Sommer, aber immerhin hörte es auf zu regnen. Das war gut, denn das abschließende Beisammensein war draußen auch viel schöner als drinnen.

Rudolf Carduck, der Ehemann von Ulrike Carduck, hatte nämlich gebacken. Und das schmeckt von einem gelernten Bäcker natürlich besonders gut. Nebenher holte er noch Alpakawolle hervor und zeigte Produkte wie Mützen und Schals, die Ulrike Carduck bereits angefertigt hat. Nur Hundebaby „Ginny comes lately”, dem neunten und letzten leicht verspätetet geborenen Welpen eines Wurfs, gelang es, die Gruppe zum Schluss noch kurz abzulenken.

Der Jubiläumstag war am Mittwoch. Seit dem 15. August 2002 ist Ulrike Carduck samt Familie und Team mit dem Reithof „Isis vom Schwarzen Weg in Scherpenseel. Das muss gefeiert werden. Deshalb gibt es am kommenden Sonntag, 19. August, einen Tag der offenen Tür.

Von 13 bis 18 Uhr gibt es unter anderem folgende Angebote: Ponyreiten auf den Islandpferden, Alpaka-Wanderung, Trampolin.

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