Ein As von Bastian Frings beendet das Drama

Von: ran
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Lockeres Händchen: Markus (links) und Matthias Bündgens (BG Eschweiler) setzten sich in einem sehr gut anzusehenden Finale des Herren-40-Doppelturniers in zwei Sätzen gegen ihre Vereinskameraden Marco Esser und Mario Streit durch.
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Setzten den spektakulären Schlusspunkt: Im spannendsten Finale des Tages hatten Bastian Frings (links) und David Pieters (ESG) gegen Matthias Bündgens und Marco Esser (BG Eschweiler) mit 10:8 im Champions-Tiebreak die Nase vorne.
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Zwei erfolgreiche Wochen liegen hinter ihnen: Die Champions und Finalisten der Tennis-Stadtmeisterschaften 2016. Foto: Andreas Röchter

Eschweiler. Der allerletzte Schlag war ein As! Mit diesem setzte Bastian Frings (ESG) am Samstagabend um exakt 19.30 Uhr einen fulminanten Schlusspunkt unter die Tennis-Stadtmeisterschaften 2016 und beendete ein „Herrendoppel-Drama“, bei dem er gemeinsam mit seinem Partner David Pieters dem Duo Matthias Bündgens und Marco Esser (BG Eschweiler) mit 6:3 6:7 und 10:8 das Nachsehen gab.

 Das mit Abstand knappste und dramatischste Finale der Titelkämpfe, kein anderes Endspiel ging in den Champions-Tiebreak. Dennoch hatte der rund neunstündige Finaltag auf der Anlage von Ausrichter ESG so manchen nennenswerten Aspekt: Mit Dina Jacobs (BG Eschweiler; Damen-Doppel und Mixed) sowie Nadja Reisgen (VfL Langerwehe; Juniorinnen und Juniorinnen-Doppel) sicherten sich zwei Spielerinnen jeweils zwei Stadtmeistertitel.

Einige Spieler, die sich in die Siegerliste eintrugen, mussten in anderen Konkurrenzen mit zweiten Plätzen vorlieb nehmen: Marco Esser (BG Eschweiler) gewann das Herren-40-Turnier, musste sich jedoch mit Partner Mario Streit im sehr schön anzusehenden Finale des Herren-40-Doppelwettbewerbs den Brüdern Markus und Matthias Bündgens (BG Eschweiler) geschlagen geben, um dann mit Letztgenanntem dem ESG-Duo Frings/Pieters im Herren-Doppelfinale einen harten, aber letztlich vergeblichen Kampf zu liefern. Alina Vygen (SV Stolberg) gewann am Vormittag zunächst das Mädchen-Finale gegen Luisa Bunzeck (ESG), unterlag aber später Nadja Reisgen im Juniorinnen-Endspiel.

Wenig befriedigend für alle Beteiligten endete das Herren-40-Finale zwischen den beiden Blau-Gelben Marco Esser und Uli Zimmermann. Erst wenige Minuten waren gespielt, als es beim Stand von 1:1 im ersten Satz und 15:30 aus der Sicht von Uli Zimmermann einen Disput gab, der zum Unwillen von Zimmermann mit der Wiederholung des Punktes endete. Marco Esser schaffte das Break zum 2:1, Uli Zimmermann konterte jedoch und glich per Re-Break zum 2:2 aus. Dennoch blieb die Stimmung giftig. Uli Zimmermann verlor die Konzentration und gab beim Stand von 2:5 auf. Schade!

Auf gutem Niveau stand das Knaben-Finale zwischen Ben Herzog (TC Inden) und Tim Keusgen (ESG). Beide Spieler kämpften verbissen um den Sieg. Ben Herzog gewann den ersten Durchgang mit 6:3, doch Tim Keusgen steigerte sich im zweiten Satz und steuerte über die Zwischenstände 4:2 und 5:3 dem Satzausgleich entgegen. Allerdings reichte dem ESG‘ler im neunten Spiel bei eigenem Aufschlag eine 30:0-Führung nicht. Stattdessen gelang Ben Herzog das Re-Break zum 4:5 und wenig später der Ausgleich. In seinem nächsten Aufschlagspiel hatte Tim Keusgen bei 40:15 zwei Spielbälle, konnte diese jedoch nicht nutzen und kassierte das entscheidende Break zum 5:6. Kurz darauf war Ben Herzog Stadtmeister.

Freunde des gepflegten Doppelspiels mit überwiegend „Serve and Volley“ dürften an der Herren-40-Partie zwischen Markus und Matthias Bündgens auf der einen und Marco Esser sowie Mario Streit auf der anderen Seite ihre helle Freude gehabt haben. Wobei das Brüderpaar häufig den einen entscheidenden Tick besser war und am Ende verdient mit 6:3 und 6:4 gewann.

Dramatik „pur“ lieferte schließlich das Herren-Doppelfinale: Bastian Frings und David Pieters kamen wesentlich besser aus den Startlöchern und fuhren Satz eins mit 6:3 recht klar nach Hause. Als die Hausherren auch im zweiten Durchgang mit 5:3 vorne lagen, schien mehr als die Vorentscheidung gefallen zu sein. Doch Matthias Bündgens und Marco Esser warfen ihre ganze Erfahrung und Nervenstärke in die Waagschale, glichen aus und zwangen ihre Gegner in den Tiebreak, den sie mit 7:3 für sich entschieden. Der Champions-Tiebreak (bis zehn Punkte bei zwei Zählern Vorsprung) musste die Entscheidung bringen. Und die begeistert mitgehenden Zuschauer sahen ein Duell auf Augenhöhe: Bis zum Stand von 8:8 gelang es keinem Doppelpaar, sich einen Vorsprung von zwei Punkten herauszuspielen. Dann erzwangen Bastian Frings und David Pieters ein Mini-Break. Und der Erstgenannte ließ einen platzierten Aufschlag auf die Linie folgen: 10:8!

Kurz darauf zogen die Verantwortlichen der ESG um den Vorsitzenden Kajo Schümmer, Pressewartin Inge Stahlberg sowie Sportwart und Turnierkoordinator Gerd Lüttgen, bei dem in den zurückliegenden zwei Wochen nahezu alle Fäden zusammenliefen, ein positives Fazit. Vor allem das hervorragende Wetter, für das Gerd Lüttgen nach eigener Aussage „alleinverantwortlich zeichnete“, ließ einen größtenteils reibungslosen Turnierverlauf zu. Auch der einzige Schreckmoment der Titelkämpfe verlief letztlich relativ glimpflich: Jonas Boese sprang während eines Matches die Kniescheibe heraus, so dass der Nachwuchsspieler per Krankenwagen ins Krankenhaus gebracht werden musste. Dort gab es jedoch bald medizinische Entwarnung. An einen weiteren Einsatz während der Stadttitelkämpfe war allerdings nicht zu denken. Stattdessen gab es ein kleines Trostpflaster von den ESG-Verantwortlichen. Schließlich sollen noch weitere Stadtmeisterschaften folgen. Etwa in 2017. Bleibt zu hoffen, dass die Meldezahlen dann wieder ein Herren-A- oder Herren-30-Turnier zulassen und endlich noch einmal eine Damenkonkurrenz zustande kommt.

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