Eigene Roboter bauen: Projekt der Gesamtschule mit der RWTH

Von: tim
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Die beiden zwölfjährigen Schülerinnen der Eschweiler Waldschule, Pia Radermacher und Lena Hösel, lernten in dem Kurs das Zusammenbauen und Programmieren kleiner Lernroboter. Foto: Timo Müller

Eschweiler. Stolz zeigten die Mädchen der siebten Jahrgangsstufe der Gesamtschule Waldschule ihre selbstgebauten Roboter. In einem Kurs der RWTH Aachen hatten sie gelernt, die kleinen Maschinen selber zusammenzusetzen, und ihnen dann Befehle einzuprogrammieren. Nun präsentierten sie ihren Eltern das Ergebnis.

So können die kleinen Roboter nun selber Hindernisse vor ihnen erkennen, stoppen auf ein akustisches Signal, oder sie fahren selbstständig entlang einer schwarzen Linie, die sie dank eines Lichtsensors erkennen. Ihr staunendes Publikum quittierte die Präsentation der elf Schülerinnen mit einem großen Applaus.

Zwei Tage lang hatten sie unter der Führung von Evelyn Müller und Andrea Langer von der RWTH Aachen an den Robotern gebastelt. So lernten sie erst einmal, wie sie die Roboter, die jeweils aus 180 Einzelteilen bestehen, zusammenbauen und welche Funktionen die verschiedenen Bauteile haben.

So verfügen die Roboter unter anderem über einen Ultraschallsensor, den der Roboter wie eine Fledermaus nutzen kann, einen Lichtsensor, der zwischen hell und dunkel unterscheidet, sowie einen Geräuschsensor. Danach galt es, den kleinen Technikwundern über einen Laptop Befehle einzuprogrammieren.

So sollen die intelligenten Maschinen vorwärts und rückwärts fahren, eine Pirouette drehen oder einer schwarzen Linie folgen. Diese Aufgaben meisterten die elf technikbegeisterten Mädchen, denen der Kurs sichtlich großen Spaß machte, mit Bravour.

Sinn des kleinen Technik- und Informatikkurses sei es, mehr Mädchen an technische Berufe heranzuführen, so Evelyn Müller, die die RWTH-Kurse des Projektes mit dem Namen „Go for it“ bereits seit drei Jahren leitet. „Am Anfang beobachten wir noch viele Hemmungen, doch danach sind die Mädchen immer ganz stolz auf ihre Arbeit.

Das Ergebnis ist auch direkt sichtbar, und der ‚Aha-Effekt‘ ist schnell da“, erklärte Müller erfreut. Der Zeitpunkt für den Kurs war ebenfalls nicht zufällig gewählt. So stehen die Schülerinnen gerade vor der Wahl eines neuen Schulfaches in der achten Jahrgangsstufe. Sie müssen sich zwischen einer weiteren Fremdsprache, oder einem technischem Fach entscheiden.

So diente der Kurs den Mädchen auch dazu, sich einfach einmal im Bereich der Informatik auszuprobieren, um die anstehende Entscheidung dann besser fällen zu können.

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