Eschweiler - Eifelverein Eschweiler setzt sich für Naturschutz ein

Eifelverein Eschweiler setzt sich für Naturschutz ein

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Eifelverein macht sich stark für die Natur: Erster Vorsitzender Dr. Rudolf Starosta, Kulturwart Willi Brosius, Ehrenmitglied Dr. Paul Pütz, Geschäftsführer Gerd Döring und Schatzmeister Arno Kaminski (von links).

Eschweiler. Wer denkt, dass die Mitglieder des Eifelvereins Eschweiler in der Regel wandern und nichts als wandern, der liegt gewaltig daneben. Denn sie alle tun so viel mehr, machen sich für den Kultur- und Naturschutz stark und haben mit dem häufig so genannten „Wanderverein für alte Leute” mal so gar nichts mehr am Hut.

Der 323 Mitglieder starke Verein initiierte in diesem Jahr sogar einen Jugendvorstand. Die Jugendlichen Andreas Lenzen, Daniel Kaminski und André Daun sind der beste Beweis für das Engagement dieses Vereins.

Der junge Nachwuchsvorstand organisierte eine Rafting-Tour, besuchte einen Kletterwald und unterstützte alle anderen Mitglieder, wann immer dies erforderlich war. „Hier ist jeder Einzelne mit dem Herzen dabei”, stellte der erste Vorsitzende Dr. Rudolf Starosta auf der Jahreshauptversammlung im Burghof freudig fest.

Ein weiterer Grund, warum der Verein neben den 55 Wanderungen im Jahr 2011 von insgesamt 896 Kilometern auch die beliebte Nistkasten-Aktion startete. Dabei wird jeder Holz-Unterschlupf für Vögel und Co im Frühjahr in Handarbeit angefertigt und im Oktober bedacht in Wäldern und anderen geeigneten Brutstellen angebracht. Und wer hätte es gedacht, diese sind aus tierischer Sicht ganz besonders beliebt.

Nicht nur Vögel fühlen sich in den Kästen wohl, sondern auch Siebenschläfer, Haselmäuse und insbesondere Hornissen. Das sei zwar so nicht geplant gewesen, doch die zum Teil geschützten Tiere sind immer gerne willkommen.

Zudem reinigten einige Mitglieder des Eifelvereins erst jüngst den Teich im Dürwisser Drimbornshof. Die Aktion sei sehr gut angekommen und es habe sehr viel Freude bereitet. Das zeigt, dass dieser Verein längst nicht nur wandert, sondern sich einsetzt, mit offenen Augen durch die Natur schreitet und zudem etwas bewirken will, dies allerdings nur im Team.

Umso mehr war es eine Team-Entscheidung, die es bei der Jahreshauptversammlung zu fällen gab. Großes Thema: der Propsteier Wald. Denn dieser soll geschützt werden. Von wem? Von einer Genossenschaft mit ehrenamtlichen Ambitionen. Das Problem: die Genossenschaft wurde noch nicht gegründet.

Das Projekt schien auf den ersten Blick noch nicht in trockenen Tüchern zu liegen. Doch nach langer Diskussion, geteilten Meinungen und intensiver Nachfrage stand fest: der Eifelverein steht hinter diesem Projekt, unterstützt gerne eine solch gute Sache. Wann, wie und mit welchem Anteil genau, stehe zu diesem Zeitpunkt noch nicht fest. Dennoch sei es selbstverständlich, dass sich dieser Verein für den Wald einsetze, ganz zur Freude der baldigen Wald Genossenschaft Propsteier Wald.

Festzuhalten blieb weiterhin, dass unter anderem 30 Tages-, 8 Halbtages-, 3 Kultur- und eine Mehrtageswanderung stolze 1072 Menschen dazu bewegten, sich in der Natur aufzuhalten, darunter sogar 120 Jugendliche. Doch es gibt Menschen, die das Wandern zu ihrer Leidenschaft gemacht haben. Almut Körfer absolvierte 850 Wanderungen und erhielt dafür einen Stockring.

Heinz Willi Körfer und Klaus Grohspietsch schafften sogar 900 Wanderungen und ernteten dafür viele staunende Gesichter ihrer begeisterten Mitglieder. Desweiteren wurden Dr. Paul Pütz für 25 Jahre Mitgliedschaft geehrt, August Engels für 40 Jahre, Ida Erdbrink für 50 Jahre und Leni Dierks für 65 Jahre Mitgliedschaft im Eifelverein geehrt. Das sind insgesamt 180 Jahre geballter Natur- und Kulturschutz.

Besonders überraschend jedoch, erwischte es Willi Brosius. „Ich bin total von den Socken”, so der Kulturwart des Vereins. Er erhielt neben einer Urkunde auch die Grüne Verdienstnadel. Er ist seit 2003 Mitglied im Verein, sei sehr liebenswert und setze sich stets und gerne ein. Solch ein Engagement gilt es einfach zu ehren.

Frei nach dem Motto „das Beste kommt zum Schluss”, nahm auch diese ereignisreiche und außergewöhnlich diskussionsfreudige Runde ein wahrhaft ehrenwertes Ende.
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