Ehrenamtler treffen auf Institutionen

Von: tob
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Ehrenamtler und Organisationen sowie Einrichtungen, die sich für Flüchtlinge einsetzen, kamen am Donnerstagabend im Rathaus zusammen. Foto: Tobias Röber

Eschweiler. Viele Besucher waren der Einladung der Stadt Eschweiler, des Sozialdienstes katholischer Frauen und der Awo am Donnerstagabend ins Rathaus gefolgt. Der Abend stand unter der Überschrift: Bündelung des ehrenamtlichen Engagements für Flüchtlinge.

Bürgermeister Rudi Bertram dankte in seiner Begrüßungsansprache allen Ehrenamtlern. Die Hilfsbereitschaft sei wieder einmal beeindruckend. Ein Lob, das Jugendamtsleiter Jürgen Termath, der die Veranstaltung moderierte, gerne wiederholte. Rund 950 Flüchtlinge befinden sich derzeit in Eschweiler, der Aufwand sei enorm.

Im Anschluss an die einführenden Worte gab es einige Vorträge, bevor sich die verschiedenen Institutionen an Ständen im Ratssaal präsentierten und dort mit den Ehrenamtlern in Kontakt traten.

Reiner Krebsbach (Caritas) gab zu Beginn einen kurzen Überblick über das Ehrenamt, warb dafür, gab jedoch auch mit auf den Weg: „Wer sich engagieren will, muss sich das genau überlegen, denn man wird auch viel Leid erfahren.“ Er ergänzte: „Es ist eine neue Erfahrung, die unser Leben bereichert.“

Carmen Rosendahl-Küpper vom Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) appellierte an die Bürger, nun Winterkleidung zu spenden. Der beste Termin für die Abgabe an der Peilsgasse sei montags ab 15 Uhr. Auch die vom SkF betreuten Familienpatenschaften wurden erneut vorgestellt.

Die Mitarbeiter der Kleiderkammer und des Möbellagers der Awo ließen derweil verlauten, dass man mit dem Abholen der Möbel ob der großen Spendenbereitschaft in Verzug sei. Dennoch – und das betonten alle Vertreter der Organisationen – sei man froh über jeden Helfer und dankbar für jede Spende.

Sabrina Bertram von der Koordinierungsstelle der Stadt Eschweiler betonte, dass derzeit vor allem auch Koffer- und Taschenspenden hilfreich seien. Sie stellte die Arbeit der Koordinierungsstelle vor. Ein Themenfeld sorgte für Gemurmel und Kopfschütteln bei dem einen oder der anderen im Saal.

Sabrina Bertram sagte, dass die Stadt auf dem Weg sei, „kleine“ Deutschkurse einzurichten. Auf Nachfrage eines Besuchers, warum etwa die Kurse auf Privatinitiative der Sensibilisierungs- und Aufräumtruppe Blausteinsee und Umgebung negativ gesehen werden, hielt Malgorzata Müller von der VHS einen kurzen Vortrag.

Man sei dankbar für jede Hilfe und erste Deutschkenntnisse wie „Hallo“ und „guten Tag“, die ersten Zahlen und Wochentage könne jeder vermitteln. Richtig Deutsch lernen solle man jedoch an der VHS.

Auch für die Flüchtlingsunterkunft an der Jahnstraße werden weitere Ehrenamtler gesucht, etwa für die Begleitung zum Arzt und die Unterstützung bei Haushaltsarbeiten.

Wer ehrenamtlich helfen möchte, kann sich an die Koordinierungsstelle bei der Stadt Eschweiler wenden: Rathaus, Sozialamt, Zimmer 235 und 236, Telefon 02403/71-524 (Daniel Schümmer) und Telefon 02403/71-508 (Sabrina Bertram), Montag bis Mittwoch, Freitag von 8.30 bis 12 Uhr, Donnerstag von 8.30 bis 17.45 Uhr (Pause 12 bis 14 Uhr). Sämtliche Kontaktdaten gibt‘s auch auf der Homepage der Stadt.

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