Eefelkanker präsentieren ihr Festbuch

Von: kaba
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Stolz präsentieren die KG Eefelkank und der Trompeterkorps Eefelkank ihr Jubiläumsfestbuch. Foto: kaba
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Michael Schümmer überreicht Klaus Wohnaut und Lothar Müller von der Sparkasse sowie Bürgermeister Rudi Bertram ein Festbuch der Eefelkank. Foto: kaba
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Mit Freude tanzte Kinder- und Jugendmariechen für die Gäste bei der Festbuchpräsentation. Foto: kaba

Eschweiler. Es war eine schlichte, aber emotionale Präsentation. Mit kurzen Reden und viel Herzblut feierten die Eefelkanker den Beginn ihrer Jubiläumsfeierlichkeiten mit der Vorstellung ihres Festbuches. Die Präsentation fand in der Sparkasse statt, weil die Kulturstiftung der Sparkasse zur Verwirklichung des Buches beigetragen hat.

Den Anfang machte deshalb der Eschweiler Sparkassengeschäftsstellenleiter Lothar Müller. Er sprach dem Verein seine Gratulation aus und versicherte: „Sie können stolz sein.“ Stolz auf das, was sie zum Eschweiler Karneval beitragen und auf das, was sie innerhalb der Vereinsgruppen auf die Beine stellen. Er wandte sich auch an die Frauen, die Jahr um Jahr ihren Männern den Rücken stärken und in der Session dann eher im Hintergrund bleiben. „Hinter starken Männern stehen starke Frauen und bei denen sollten wir uns bedanken.“

Mit diesen Worten gab er weiter an den Präsidenten der Eefelkank Michael Schümmer. Seine Ansprache war für die Anwesenden etwas Besonderes. Denn er wies nicht nur darauf hin, dass 7x11 Jahre KG Eefelkank und 5x11 Jahre Trompeterkorps Eefelkank eine stolze Leistung seien, sondern auch, wie wertvoll es ist, dass dieses Jubiläum nun gemeinsam gefeiert wird. „Lasst uns ein neues, starkes Band der Freundschaft und des Zusammenhalts legen.“, bat Schümmer. Und um zu berichten, was nun im Festbuch zu finden sei, bediente er sich einer kleinen Geschichte. Einer Geschichte über die Familie und deren Zusammenhalt, bei der er klar darauf hinwies, dass es die Eefelkankfamilie mit ihren Vereinen ist, die die „Seele oss Hastenrooder Fastelovend“ ist. „Vereint unter einem Familiendach ist jeder mit dem watt de ess und watt de kann.“, betonte Michael Schümmer. Mit diesen Worten berührte der Vorsitzende der Festgemeinschaft seiner Mitglieder und als später dieses Lebensgefühl und das Gefühl von Heimat im Verein noch einmal aufgegriffen wurde, sah man vor allem bei den Älteren die eine oder andere Träne. Denn an den Ehrenrat gerichtet hieß es, dass das Wichtigste sei: „Das Gefühl vermittelt zu bekommen, ihr werdet noch gebraucht.“

Und auch Bürgermeister Rudi Bertram war sichtlich berührt. In seiner Ansprache versicherte er noch einmal, dass er wahrnehme, was die Vereine und hier im Besonderen aus gegebenem Anlass die Eefelkank zum Eschweiler Karneval beitragen. „Und ich bemühe mich jede Session darum, zu den Sitzungen zu kommen, um etwas zurückzugeben. Hut ab vor dem, was ihr leistet!“, zollte er den Anwesenden seinen Respekt. „Ich wünsche mir, dass die kommenden Generationen das weitergeben.“ Und noch ein anderer Aspekt war ihm an diesem Abend wichtig. „Der Eschweiler Karneval hat einen großen Wert der Integration.“, rief Bertram ins Bewusstsein, denn im Karneval ist jeder, der mitfeiert, willkommen. Und die ehrenamtliche Arbeit ist dabei der Schlüssel zum Erfolg. „Diese Arbeit kann man nicht messen, nur spüren.“, erklärte der Bürgermeister zum Abschluss und sprach noch einmal seine Gratulation an die KG und den Trompeterkorps Eefelkank aus.

Um zu zeigen, was die KG auf die Beine stellen kann, präsentierten Kinder und Jugendmariechen Lara Kremer sowie Eefelmarie Janine Jansen ihren Tanz. Unter den Augen der Zuschauer leisten sie Großes und erhielten gebührenden Applaus. Ein Vorgeschmack auf die kommende Session, denn tänzerisch ist die Eefelkank mehr als gut aufgestellt. Derzeit werden allein 120 Kinder im Verein betreut.

Dann kam man zur eigentlichen Präsentation des Festbuches. Und um nicht noch eine Rede anzufügen, wurde die Vorstellung in einer Art Interview abgehalten. Michael Schümmer stellte dem fünfköpfigen Festbuch-Team abwechselnd Fragen, deren Antwort dann Aufschluss über die Idee, die Arbeit und die Fertigstellung des Buches gaben. Zum diesem Team gehört Ehrenmitglied Wilfried Spieß, „der beim Festbuch den Hut angehabt hat.“, so Schümmer. Zudem Stefan Bolz, der wie alle anderen zunächst im Trompeterkorps begonnen hat. Dort war er 35 Jahre tätig. Zudem hat er Grafikdesign studiert und „da haben wir gedacht, so einen könne ma bruche.“, erklärt Wilfried Spieß. Dazu Ralf Harter, der sich als Geschäftsführer bewährt hat, und Franz Josef Primier, der gemeinsam mit seiner Frau die Grundlagen für eine funktionierende Kinder- und Jugendabteilung gelegt hat. Ebenfalls mit an Bord: Karl Heinz Ohler, der die Tätigkeit des Kassierers und einige Zeit die Leitung der Jugend inne hatte. Diese fünf „Ur-Eefelkanker“ legten sich mächtig ins Zeug, um das Festbuch zum Erfolg zu bringen. „Wir haben uns auf die Fahne geschrieben, etwas Besonderes zu machen.“, erklärt Wilfried Spieß und deshalb ist dies keine Festschrift, in der es um die Vereinsgeschichte geht, wie es schon viele in der Eefelkank gibt, sondern ein Festbuch, in dem der Mensch im Mittelpunkt steht.

„Wir zeigen unsere Mitgleider und wie die Eefelkank zurzeit aussieht.“, sagt Spieß. Dazu wurden aus jeder Gruppierung Bilder und Texte gesammelt und zusammengestellt. Durch die unterschiedlichen Schreibstile und die ausgewählten Fotos wirkt das Buch lebendig und hat eine besondere Wirkung auf den Betrachter. Das Layout ist schlicht und elegant, hebt die Logos der Gruppierungen hervor und zeigt ebenfalls deren Zusammenhang. Die Kosten übernahm die Kulturstiftung der Sparkasse und für die korrekte Rechtschreibung war Vereinsmitglied Peter Körfer zuständig. So konnte das Festbuch schließlich in den Druck gehen. „Die Zeit war unser größter Gegner.“, berichtet Spieß. Inspiration für das Buch war im Übrigen eine Festschrift der Rote Funken Artillerie. „Wir haben versucht, euch in eurem Tun nachzueifern.“, bedankt sich Präsident Michael Schümmer. Das Festbuch wird es nun bei jeder Jubiläumsveranstaltung zu kaufen geben und auch in einigen Eschweiler Geschäften, die mit der Eefelkank in Verbindung stehen, ist das Werk erhältlich.

Den Abschluss des Abends gestaltete dann der Trompeterkorps, der nun seit 55 Jahren besteht, unter der musikalischen Leitung von Robert Koch. Zudem gab die Brass Els Kapelle aus Hastenrath noch einige Stücke zum Besten. Ein gelungener und emotionaler Auftakt der Jubiläumsfeierlichkeiten, die am 24.10. anlässlich 5x11 und 7x11 Jahren Eefelkank beginnen werden.

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