Eischwiele-Hasteroth - Eefelkank ist außer Rand und Band

Eefelkank ist außer Rand und Band

Von: vs
Letzte Aktualisierung:
9383777.jpg
Zu Hits der 80er kehrte die Tanzgarde der Eefelkank auf die Bühne zurück und begeisterte mit ausgefallenen Schritten und funkelnden Kostümen. Foto: Vanessa Sack
9383703.jpg
Eine wahre Augenweide: Eefelmarie Janine Jansen wirbelte gekonnt übers Hastenrather Parkett und bezauberte das Publikum mit ihrem Charme.

Eischwiele-Hasteroth. Hasteroth ess nur e kleen Dörp in Eischwiele − ävver an Karneval, de schönste Zick em Johr, do kumme se met allemann vorbei! Karnevalsmuffel haben da kaum eine Chance, dem jecken Treiben zu entkommen.

So freute sich die KG Eefelkank am vergangenen Samstag über zahlreich erschienene, bunt kostümierte Besucher. Das Festzelt an der Bohler Straße stand zur 1. Kostümsitzung Kopf: Eefelkank-Präsident Michael Schümmer versprach seinen Gästen „ein paar unbeschwerte Stunden voll optischer und akustischer Köstlichkeiten sowie einer Prise Humor“. Die Jecken und Narren feierten an diesem Abend mit viel Eefelkank und viel Herzblut bis in die späten Stunden hinein.

Hasteroth − unser Veedel

Unter der musikalischen Begleitung des Jugendtrompeterkorps der Eefelkank marschierten die Uniformierten pünktlich um 19 Uhr in das Hastenrather Festzelt ein. Der unter der Leitung von Christian Ohler stehende Jugendtrompeterkorps verstand es dabei, das Hastenrather Publikum mit Hits wie „En unsrem Veedel“ zu Beginn der Sitzung bereits ordentlich in Stimmung zu bringen. Unter Kommandant Klaus Tiede präsentierte sich das stolze Uniformiertenkorps, das ein schön anzusehendes Bild in Rot und Weiß darstellte. Erster offizieller Programmpunkt war der Auftritt der Kindermarie Lara Kremer, die trotz ihrer jungen Jahre mit ihren tänzerischen und akrobatischen Fähigkeiten überzeugte und dafür viel Beifall erhielt. Auch die gesamte Jugendabteilung, bestehend aus unzähligen Kindern – von Bambinis bis hin zu den Jugendlichen – hatte einen gemeinsamen Tanz einstudiert.

Schließlich war der Prinzentross pünktlich in Hastenrath gelandet und die Prinzenbläser kündigten den Besuch von Prinz Thomas I. von der Lustigen Reserve und seinem Zeremonienmeister Harald (Hucky) an. Bei der gegenseitigen Verleihung der Prinzenorden fand der Eefelkank-Präsident ein paar rührende wie auch witzige Worte für die beiden. Schließlich wurde gemeinsam mit dem Spielmannszug der Lustigen Reserve das Prinzenlied „Mir sin en Famillich“ angestimmt und aus den bunt kostümierten Narren wurde eine Familie gezaubert.

Joe Cocker und Bee Gees

Für Brüller und eine grandiose Stimmung im Hastenrather Festzelt sorgte der Stimmenimitator und Parodist Mister Tom – ein wahres Allroundtalent: Als er dem Publikum seine Stimme präsentierte, hätte man glauben können, der echte Joe Cocker, die echten Bee Gees oder der echte Elvis stünden auf der Bühne. Der stimmliche wie auch optische Wechsel der Charaktere geschah blitzschnell. Neben den imitierten Stars wurde auch Tina Turners „The Best“ mit einer gehörigen Portion Comedy aufgeführt und sogar der Moonwalk durfte bei Michael Jacksons „Billy Jean“ nicht fehlen.

Einen wahren Augenschmaus bot das Aushängeschild der Gesellschaft, Eefelmarie Janine Jansen, die eine tänzerische und akrobatische Darbietung auf höchstem Niveau lieferte und tänzerisch-wirbelnd ihren Charme versprühte. So auch das neue Tanzpaar Sophia Mießen und Steffen Engels, das schon an Norddeutschen und Deutschen Meisterschaften im karnevalistischen Tanzsport teilgenommen hat und seit letztem Jahr zur Gesellschaft gehört.

Rock ‘n‘ Roll in Hastenrath

Nachdem Eefelkank-Mitglied Thomas Beiß für seine besonderen Verdienste im Hastenrather Karneval mit dem Hausorden seiner Gesellschaft ausgezeichnet wurde, war es Zeit für ein musikalisches Highlight: Die fünfköpfige Band „Los Rockos“ aus Brühl machte ihrem Namen alle Ehre und rockte das Festzelt mit kölsche Hits von „Wenn et Trömmelche jeht“ über Creedence Clearwaters „Proud Mary“ bis hin zu Jan Delays „St. Pauli“.

Als erster Redner des Abends stand Klaus Bömeke als Feuerwehrmann Kresse auf dem Hastenrather Parkett und gab seine beruflichen wie auch privaten Erfahrungen zum Besten: „Bei einer ärztlichen Untersuchung fragte mich der Arzt, ob ich rauchen würde. Ich daraufhin: Wieso? Qualmt es hinten?“ Nach dem Angriff auf die Lachmuskeln gab es wieder eine Wohltat für die Ohren: Die heimische Brass-Els-Kapelle mit ihren Karnevalsmelodien sowie die Mundartband „De Fröngde“ setzten der Kostümsitzung ihren musikalischen Stempel auf.

Das Redner-Duo „Schlabber und Latz“, ohne das die Hastenrather Sitzung laut Präsident Schümmer „nur die Hälfte wert“ sei, begeisterte das Publikum mit seinem komödiantischen Fähigkeiten, indem sie sich ausgiebig über „frisch renovierte Begehrlichkeiten an Frauen“ und Potenzpillchen unterhielten. So Schlabber: „Bei uns Zuhause nennen wir diese Pillchen die ,blauen Schlümpfe‘. Weißt du auch warum, Latz? Wenn ich nach der Einnahme zu meiner Frau ins Bett steige, singt sie: Sag mal, von wo kommst du denn her?“

Zu später Stunde kehrte die Tanzgarde nochmals auf die Bühne zurück und bezauberte das Publikum mit ihrem Showtanz und schönen Kostümen. Zu Hits der 80er hatten die Tänzerinnen ausgefallene Tanzschritte einstudiert und ernteten dafür reichlich Applaus. Den (musikalischen) Schlusspunkt setzte schließlich das Trompeterkorps der Eefelkank, u.a. mit Tönen von „Jump“, „Highway to hell“ und Brings „Kölsche Jung“. Aufgrund ihres breit gefächerten Repertoires und ihrer erstklassigen Unterhaltung ist es nicht verwunderlich, dass der Trompeterkorps seit einigen Jahren zum festen Programm der Lachenden Kölnarena gehört.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert