Eduard-Mörike-Grundschule testet ab sofort Sehkraft der Kinder

Von: Andreas Röchter
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Sehkraft intakt? Die Schüler der Eduard-Mörike-Grundschule unterzogen sich Donnerstagvormittag einem Sehtest. Foto: Andreas Röchter

Eschweiler. Wer schlecht sieht, hat keine Schmerzen. Aber die mangelnde Sehkraft kann bei Schülern große Auswirkungen auf den Lernerfolg haben. Studien belegen, dass in Deutschland rund 18 Prozent aller Kinder mit einer Sehstörung aufwachsen. Ein möglichst früher Sehtest kann dies verhindern.

Am Donnerstag unterzogen sich nun die Schüler der dritten und vierten Jahrgangsstufe der Eduard-Mörike-Grundschule einer solchen Untersuchung. Gerd Kuck, Gebietsleiter der gesetzlichen Krankenversicherung KKH/Allianz, sowie Optiker Mario Fuß von der Fielmann AG waren dort zu Gast, um das Sehvermögen der Kinder zu testen und gegebenenfalls Empfehlungen auszusprechen.

Teil der Gesundheitsvorsorge

„Dieser Sehtest, der in Zukunft alle zwei Jahre stattfinden wird, ist ein weiterer Baustein im Rahmen der Gesundheitsvorsorge an unserer Schule, zu der neben der Zahnvorsorge und der Rückenschule auch das Gesunde Pausenfrühstück gehören”, erklärt Schulleiter Heinz Meuter. „Es ist einfach wichtig, dass die Eltern über die Sehkraft ihrer Kinder Bescheid wissen und dann gegebenenfalls reagieren können”, betont er.

Dass die Sehkraft bei Kindern immer häufiger schon in sehr jungen Jahren zu wünschen übrig lässt, ist für Optiker Mario Fuß leicht nachvollziehbar. „Es ist einfach eine Tatsache, dass ein Computer das Auge beeinträchtigt”, nennt er einen der Gründe.

So seien Schüler der fünften oder sechsten Jahrgangsstufe, die eine Brille benötigen, inzwischen alles andere als eine Seltenheit.

Nicht vergessen werden dürfe darüber hinaus, dass Weitsichtigkeit Probleme mit der Sehschärfe eine Zeitlang ausgleichen könne. „Dabei wird das Auge aber permanent angestrengt. Und dies führt über kurz oder lang dann zwangsläufig zu einem Nachlassen der Sehkraft”, sagt Mario Fuß.

Den kostenlosen Sehtest bietet die KKH/Allianz allen Schulen in der Region an. „Die Resonanz ist bislang aber etwas durchwachsen”, zieht Gerd Kuck eine Zwischenbilanz. „Allerdings gehen die Verantwortlichen der Kindergärten sehr gut auf das Angebot eines Motoriktests ein”, berichtet der Gebietsleiter.

Einige Ergebnisse, über die die Eltern, sofern sie ihr Einverständnis gegeben hatten, telefonisch informiert werden, versetzten Heinz Meuter nach Abschluss der Tests doch in Erstaunen. „Da erklärt sich dann so manche Leistung, die ein Schüler im Unterricht bringt. Und die Feststellung, dass die Sehkraft deutliche Auswirkungen auf den Lernerfolg habe, bestätigt sich”, so der Schulleiter.
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