Dürwissern geht erst spät die Puste aus

Von: Irmgard Röhseler
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Favorit Mohamed Ali siegte beim Hauptlauf. Foto: I. Röhseler
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Markus Beulertz hatte beim Inlinge-Lauf die Nase vorn. Foto: I. Röhseler
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Schumis Fangruppe feierte das Ereignis an der Partymeile „Am Steinacker“ und feuerte die Sportler ordentlich an. Foto: I. Röhseler

Eschweiler-Dürwiß. Der SV Germania Dürwiß hat wieder ordentlich auf die Tube gedrückt. Seit drei Jahrzehnten verwandeln die Sportler den Stadtteil im Norden von Eschweiler am ersten Augustwochenende in eine riesige Partymeile. Anlass ist der Internationale Volks- und Straßenlauf, „Die zehn Kilometer von Dürwiß“.

120 fleißige Helfer verwandelten den Vorplatz der Sparkasse Dürwiß in eine bunte Budenstadt und postierten sich an den Strecken, um diese hochkarätige Veranstaltung wieder zum Erfolg zu führen. Udo Krüger, Vorsitzender des SV Germania Dürwiß, freute sich über die vielen helfenden Hände.

Trompetensolo zum Start

Bei den „Zehn Kilometern von Dürwiß“ stehen alljährlich sportliche Leistung und Spaß gleichermaßen im Vordergrund. Und was soll man sagen. Ganz Dürwiß (hatte man den Anschein) lief und feierte mit. Und zwar mit Pauken und Trompeten und im wahrsten Sinne des Wortes. Die Zuschauer hatten sich mit allen möglichen „Krachmachern“ ausgestattet: mit Vuvuzelas (Blasinstrument, das als Symbol des südafrikanischen Fußballs gilt), mit Rasseln, mit Pauken und vielem mehr.

Ja, und Trompete wurde auch gespielt. Und zwar von Dieter Kaltenbach. Der Leiter der Kaafsäck intonierte vor dem Start zum Zehn-Kilometer-Lauf die deutsche Nationalhymne, bevor Schirmherr Klaus Wohnaut von der Sparkasse den Startschuss gab.

Mit über 800 Startern blieb das Teilnehmerfeld im Vergleich zum Vorjahr stabil. Für die 31. Auflage des Dauerbrenners hatten auch wieder Favoriten wie Mohamed Ali und Eddy Vandeputte die Laufschuhe geschnürt. Am Ende hatte Mohamed Ali (Förderkreis Schwerkranke Kinder e.V.) mit einer Zeit von 32:39 Minuten beim Hauptlauf die Nase vorn, gefolgt vondem Indestädter Stefan Schnorr auf Platz 2 und André Collet auf Platz 3 (beide Aachener TG). Der erste Dürwisser, nämlich Markus Breuer, kam an 17. Stelle mit 35:37 Minuten durchs Ziel. Weit über 400 Sportler nahmen am Hauptlauf teil; ältester Teilnehmer waren Josef Krammer mit 86 Jahren, Steven Donders (80), Ursula Vilvo (75) und Karin Bragard (71). Bei den Bambini zählte der Jüngste noch nicht mal ein Jahr und die Jüngste gerade mal drei Jahre.

Neben dem Veranstalter SV Germania Dürwiß mit 63 Startern, stellte die Aachener TG mit 35 Teilnehmern die größte Gruppe, gefolgt vom Verein „Lichtblicke“ (33) und der SG Sparkasse Aachen (22). Aber auch Vereine mit phantasievollen Namen wie „Die Lahme Ente“, „Schi-Club Schwazze Bärresch“, „Pingsheimer Rentnerband“ und „Oecher Prente“ mischten sich teilweise lustig verkleidet unter die Profisportler.

Dabei sein ist eben alles. Außerdem macht Laufen gute Laune. Leider ließen sich bereits eine Stunde nach der Eröffnung des sportlichen Großereignisses unter der Schirmherrschaft der Sparkasse Eschweiler die ersten dunklen Wolken am Himmel sehen. „Der Regen kann uns nicht schrecken, wir laufen bei jedem Wetter“, sagte Helmut Pesch von Germania Dürwiß mit Blick zum Himmel. „Da kommt gleich was runter, aber zu unseren Hauptläufen scheint die Sonne wieder!“

Er hat Recht behalten. Lediglich die Startzeiten der Kinderläufe mussten etwas nach hinten geschoben werden, ansonsten lief alles wie geplant. Und nach Hause ging auch niemand, als es mal aus Eimern schüttete. Zusammengerottet harrten die Menschen unter den neun Zelten auf dem Vorplatz der Sparkasse Dürwiß aus, bis die Sonne wieder Erbarmen hatte. Derweil zog DJ Charly „atemlos“ sein Musikprogramm durch, um die Menschen bei Laune und vor Ort zu halten.

Das Konzept des SV Germania Dürwiß spricht alle Generationen an. So waren am Nachmittag die sportlichen Leistungen der Bambini, Kinder und Schüler gefragt. Start für die Inliner (und später auch für den 10-Kilometer-Lauf) war die Zehnthofstraße. Um Punkt 18 Uhr rollten die Inliner los.

Fünf Runden á zwei Kilometer, die von der Zehnthofstraße über die Konrad-Adenauer-Straße, Martinstraße, Am Steinacker, Schillerstraße, Weisweiler Straße, Gasthausstraße über die Nagelschmiedstraße wieder zum Ziel führte. Und nach den sportlichen Leistungen war an der Sparkasse und auf den 25 angemeldeten „Partymeilen“ noch lange nicht Schluss. Es wurde bis spät am Abend gefeiert – bei Grillwürstchen, kühlen Getränken und bei fetziger Musik.

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