Dürwisser Sportplatz wird zum Laufsteg der Rottweiler

Von: Patrick Nowicki
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480 Rottweiler aus der ganzen
480 Rottweiler aus der ganzen Welt starten bei der Klubsiegerzuchtschau in Dürwiß. Foto: imagebroker

Eschweiler. Die Dürwisser Großsportanlage mutiert in zehn Tagen zum Laufsteg. Allerdings schreiten nicht Heidi Klum & Co. über das saftige Grün, sondern 480 der schönsten Rottweiler in der ganzen Welt.

Die Bezirksgruppe Eschweiler im ADRK (Allgemeiner Deutscher Rottweiler-Klub) veranstaltet die 41. Klubsiegerzuchtschau, wozu Hunderte Hundefreunde aus der ganzen Welt erwartet werden. 33 Nationen sind am 20. und 21. August vertreten, wenn Schauleiter Jürgen Wulff und das Richterteam die Tiere in Augenschein nehmen.

Einige Hürden

Ein Jahr Vorbereitung liegt hinter den Verantwortlichen der Bezirksgruppe. „Was uns begeistert, ist, dass wir überall auf offene Türen gestoßen sind”, freut sich René Külzer. Für die Organisatoren waren nämlich einige Hürden zu nehmen. Zunächst hatte man das Gelände am RWE-Kraftwerk ins Auge gefasst, was aus sicherheitstechnischen Gründen schwierig war, dann wollte man das Weisweiler Hubert-Bündgens-Stadion nutzen. Dort reicht allerdings der Parkraum nicht und eine Wiese in der Nähe steht unter Landschaftsschutz. Also blieb der Weg nach Dürwiß.

„Immer haben uns die jeweils Verantwortlichen mit offenen Armen empfangen”, berichtet Külzer. Auch die Stadtverwaltung habe geholfen, dass die größte Rottweiler-Zuchtschau der Welt in Eschweiler stattfindet. Dass man ursprünglich nicht nach Dürwiß wollte, lag daran, dass man bereits dort im Oktober die Deutsche Meisterschaft veranstaltet. „Obwohl dies auch den Spielplan der Germania durcheinanderwirbelt, hat man uns die Möglichkeit gegeben, dort die Schau zu veranstalten”, so Külzer. Allerdings müssen die vielen Helfer eine Nachtschicht einlegen: Am Freitagabend spielt noch Alemannia Aachen in der A-Jugend-Bundesliga, erst danach kann aufgebaut werden.

Wie viele Zuschauer den Weg nach Dürwiß finden, lässt sich derzeit schwer schätzen. Tatsache aber ist, dass sämtliche Eschweiler Hotels ausgebucht sind an dem Wochenende. Die Hunde schlafen zum Teil mit auf den Zimmern. „Da hat es noch nie ein Problem mit gegeben”, betont Külzer. Schließlich tritt in Eschweiler die Weltelite an. Selbst ein kleines Brummen eines Hundes während der Prüfung kann zum Ausschluss führen.

Die Kriterien sind ausgesprochen streng: Zunächst müssen sich die Hunde mit ihren Hundeführern in einem Kreis, mit 25 Metern Durchmesser, aufstellen. Die Tiere sitzen dabei teilweise nur wenige Zentimeter voneinander entfernt. „Dies ist quasi die erste Wesensprüfung”, berichtet Külzer. Anschließend müssen sich die „Rottis” ins Maul schauen lassen, denn es steht die Prüfung der Zahnqualität an. Dann begeben sich alle Bewerber auf den „Laufsteg”. Die Richter bewerten Aussehen, Gang, Ohrstellung - selbst die Augenfarbe wird anhand einer Farbskala beurteilt. Bis der Sieger feststeht, müssen Tiere und Hundeführer viel Geduld aufbringen und so manche Strecke zurücklegen, schließlich ist auch die Kondition ein Bewertungskriterium. So bleiben am Ende nur vier Hunde übrig, die Platzierungen erhalten. Der größte Preis ist dabei noch nicht einmal der Siegerpokal und der Titel: Würfe von den Besten einer Schau sind bei Züchtern und Hundeliebhabern sehr beliebt und werden entsprechend bezahlt.

Dass 33 Nationen zusammenkommen, passt für den Schirmherrn Rudi Bertram zur Auszeichnung Eschweilers als „Stadt ohne Rassismus”: „Und natürlich ist dies auch ein Wirtschaftsfaktor.” Nicht alle Teilnehmer schlafen in Hotelzimmern, manche campen in Dürwiß. Auch das musste organisiert werden.

Fünf Sieger aus 14 Alterskategorien

In 14 Kategorien treten die Hundeführer mit ihren Schützlingen an. Fünf Titel werden vergeben: der Klubsieger, Klubjugendsieger, Auslandssieger, Auslandsjugendsieger und Kombinationssieger.

Am Samstag 20. August, starten die jüngeren Tiere, in drei Altersklassen und nach Geschlecht aufgeteilt. Am Sonntag, 21. August, folgen die älteren Hunde. Start: jeweils 10 Uhr.

Am Samstagabend findet zudem ein Festabend in der Weisweiler Festhalle statt. Wer das Bufett ab 19 Uhr genießen will, muss sich vorher anmelden. Der Eintritt zum Abend ist frei. Zu sehen sind unter anderem die Gardetenöre und die Tanzgruppe Rheinveilchen.

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