Dürwisser Grundschüler bringen den Schulgarten auf Vordermann

Von: sh
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Mit Stiefel, Charme und Schaufel: Viertklässler der KGS Dürwiß wurden zu Nachwuchsgärtnern und hoffen einen guten Platz bei „Schüler powern für die Umwelt”. Foto: Stefan Herrmann

Eschweiler. „Links, zwo, drei, vier!”, schallt es es aus dem Schulgarten. „Marschiert da gerade eine Kompanie Rekruten durch den Dreck?”, dachten sich wohl alle, die am Donnerstagvormittag an der Katholischen Grundschule Dürwiß vorbeispazierten.

Aber wer einen genauen Blick riskierte, der entdeckte eine 25-köpfige Schülerschar, die - bewaffnet mit Spaten und Gummistiefeln - durch den taufrisch angelegten Schulgarten stampfte. Mit ihrem Projekt nehmen die Mädchen und Jungen am Wettbewerb „Schüler powern für die Umwelt” der Energie- und Wasserversorgung GmbH (EWV) teil. 21 Schulen gehen an den Start, bereits zum achten Mal findet das Wettrennen um die besten Umweltschutz-Ideen statt. Am 4. Mai tagt die Jury, wenige Tage später werden die glücklichen Gewinner verkündet. „Was ihr hier bisher geleistet habt, ist richtig toll. Ihr powert wirklich für die Umwelt!”, lobte Claudia Ratzke, Öffentlichkeitsarbeiterin der EWV, bei ihrem Besuch in Dürwiß die kleinen Nachwuchsgärtner.

Im Rahmen der Projektwoche, die unter dem Motto „Frühling” steht, hatten sich Lehrerin Ruth Rickes und ihre Klasse 4 b das Ziel gesetzt, einen Schulgarten anzulegen. Dafür ließen alle zunächst einmal die Köpfe rauchen und entwickelten kreative Ideen, wie der Schulgarten zu einem wahren Hingucker werden könnte. Das Ganze wurde dann in einem aufwendigen Modell im Klassenzimmer aufgebaut.

Letzten Montag hieß es dann: Ärmel hochkrempeln, Spaten in die Hand und raus an die frische Luft! Viele Quadratmeter mit Efeu zugewachsene Fläche mussten freigekratzt und -geschaufelt werden. Anschließend wurden Tretsteine verlegt, Gemüse- und Blumensamen gepflanzt und professionelle Komposter aufgestellt. „In der Klasse haben wir auch schon was vorgepflanzt. Und beim Obi haben wir uns von Experten Tipps geholt”, berichtete die kleine Julia.

Auch einige Eltern halfen beim Umgraben mit. Denn schnell merkten alle: „Gar nicht so einfach, mit dem Spaten umzugehen!” Doch mit jedem Tag lief es besser, auch wenn einige (besonders die starken Jungs) mit einem kräftigen Muskelkater am Morgen in die Gummistiefel schlüpften. „Alle waren unglaublich motiviert bei der Sache”, lobte Lehrerin Rickes den Einsatz ihrer Garten-Crew. Bis zum Tag der offenen Tür am Samstag soll auch eine Tischgruppe mit sechs Sitzen vor Ort sein. Eine richtige kleine Oase, eine Ruhezone mitten in der Schule, schwebt Ruth Rickes vor, wenn einmal alles grünt und blüht.

Doch bevor es so weit ist, hieß es am Donnerstagvormittag noch: Stampfen, damit der Rasensamen bald sprießen kann. Der kleine Apfelbaum war da längst im Erdreich eingebettet, „Taufe” mit der Gießkanne und Namensgebung inklusive. Das kleine Bäumchen, das irgendwann mal Elstar-Äpfel tragen soll, heißt, na klar: Manfred!
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