Dürwiß lockt mit Sportabzeichen: Wer traut sich ins Stadion?

Von: ran
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Eschweiler. Es ist eine Erfolgsgeschichte und soll auch eine bleiben! Im Jahr 2001 legten in Eschweiler insgesamt 70 Personen das Deutsche Sportabzeichen ab, zehn Jahre später waren es mehr als 1000 Sportler (beinahe) aller Altersklassen.

Und das nicht zuletzt auf Grund des Engagements der Verantwortlichen der Raiffeisen-Bank Eschweiler um Vorstandssprecher Johannes Gastreich und der Stadt. Seit Jahren gehören die Feierstunden zur Verleihung des Sportabzeichens in der Aula der Realschule Patternhof zu den Höhepunkten im Veranstaltungskalender der Indestadt. Dank der Initiative von Charly Biernat fanden Sportgrößen wie unter anderem Eberhardt Gienger, Martin Lauer und Arnd Schmitt den Weg nach Eschweiler.

Zuletzt war mit Benjamin Wess ein zweifacher Hockey-Olympiasieger, der vor zwei Wochen mit der deutschen Nationalmannschaft auch den Europameistertitel holte, zu Gast. Am 15. März 2014 hoffen die Organisatoren, einmal mehr möglichst vielen Eschweiler Sportlern das Deutsche Sportabzeichen überreichen zu können.

Eine gute Gelegenheit, die Anforderungen zu erfüllen, bietet sich den Bewerbern während des 4. „Tags des Sportabzeichens“ am Samstag, 14. September. Ab 9 Uhr kann die Anmeldung auf der Großsportanlage in Dürwiß erfolgen. Zwischen 9.30 Uhr und 13 Uhr steht den Athleten die Anlage zur Verfügung, um die leichtathletischen Anforderungen zu erfüllen.

Von 10 Uhr bis 14 Uhr steht darüber hinaus das Freibad in Dürwiß zur Verfügung. Bürgermeister Rudi Bertram, Johannes Gastreich, Charly Biernat, Verwaltungsmitarbeiter Helmut Friedrichs vom Amt für Schulen, Sport und Kultur sowie die ehrenamtlichen Helfer des SV Germania Dürwiß, der LSG sowie der Wasserfreunde Delphin Eschweiler wünschen sich regen Zuspruch. Denn im laufenden Jahr droht ein deutlicher Rückgang der Zahl der Absolventen. Der Hauptgrund: Veränderte Bestimmungen, die einen größeren Zeitaufwand bei der Abnahme des Sportabzeichens erfordern. Ein Aufwand, den zahlreiche Schulen, die bislang zu den Hauptzubringern in Sachen Absolventen gehörten, schlicht und einfach nicht aufbringen können.

„Das Ziel der veränderten Bestimmungen ist, das Deutsche Sportabzeichen, das seit 100 Jahren abgelegt werden kann, fit für das zweite Jahrhundert zu machen. Deshalb bildete der „Deutsche Olympische Sport Bund“ Kommissionen, denen neben zahlreichen Vertretern von Einzelsportverbänden auch Sportwissenschaftler angehörten. Das Ergebnis: Das Sportabzeichen bietet nun mehr Möglichkeiten, seine Abnahme ist aber organisatorisch wesentlich komplizierter geworden“, erläutert Charly Biernat.

Komplizierte Regeln

Positiv sieht der LSG-Übungsleiter, dass es nun detaillierte Leistungstabellen für Sportler im Alter von sechs bis 90 Jahren gibt. Auch kann jeder Bewerber bereits beim ersten Anlauf das Sportabzeichen in Gold erlangen, wenn er die geforderten Leistungen erbringt. „Gold gab es bisher nur, wenn sich ein Sportler über mehrere Jahre hinweg den Prüfungen stellte“, blickt Charly Biernat zurück. Doch die Aufnahme neuer Disziplinen wie Zonenweitsprung oder Zonenweitwurf und die erforderliche Umrechnung der Leistung in Punkte verkompliziere die Abnahme.

„Für einen Sportlehrer ist dies innerhalb des Unterrichts praktisch nicht umzusetzen“, kritisiert Charly Biernat. „Das neue Modell ist vor allem auf die Sportvereine zugeschnitten, die die veränderten Anforderungen auch durchaus gut umsetzen können. Für die Schulen, in denen junge Menschen ja auch an den Sport und an Vereine herangeführt werden sollen, gilt dies aber eben nicht“, so sein Fazit.

„Wir bleiben dennoch zuversichtlich, dass viele Eschweiler Sportler eine Möglichkeit finden, auch in diesem Jahr das Deutsche Sportabzeichen abzulegen“, hat Johannes Gastreich der Optimismus nicht verlassen. „Am Samstag, 14. September, bietet sich allen Interessenten die Gelegenheit dazu“, unterstreicht Rudi Bertram, der sich hinsichtlich der neuen Bestimmungen auch etwas verwundert zeigt. „Eigentlich geht es doch darum, möglichst vielen Menschen einen einfachen Zugang zum Sport zu ermöglichen“, so der Verwaltungschef.

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