Druck, Flüchtlinge unterzubringen, hat nachgelassen

Von: Patrick Nowicki
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Eschweiler. 357 Flüchtlinge und 54 Obdachlose leben aktuell in den städtischen Unterkünften und Wohnungen. Dies teilte der Beigeordnete Stefan Kaever in der Sitzung des Sozial- und Seniorenausschusses mit.

In diesem Jahr sind keine weiteren Flüchtlinge Eschweiler zugewiesen worden. Lediglich 18 Personen aus der Erstunterkunft in der Donnerbergkaserne wurden aufgenommen. Diese wird übrigens zwei Monate früher als geplant, nämlich am 31. Oktober komplett geschlossen, wie Kaever sagte.

Der Druck, viele hilfesuchende Menschen unterzubringen, hat deutlich nachgelassen. Die Belegsituation in den städtischen Unterkünften entspreche der vom 1. Januar 2015 – also unmittelbar vor der großen Zuwanderungswelle. Zwar geht man in der Stadtverwaltung davon aus, dass in diesem Jahr noch weitere Menschen aus Krisengebieten nach Eschweiler kommen, allerdings werden die Zahlen des Vorjahres bei weitem nicht erreicht.

Zudem geht Kaever davon aus, dass es nicht zu kurzfristigen Zuweisungen kommt: „Situationen wie im Vorjahr, wo wir binnen weniger Tage eine Erstunterkunft einrichten mussten, wird es nach dem aktuellen Stand der Dinge so schnell nicht mehr geben.“ Seine Begründung: Die Kapazitäten der Landesunterkünfte seien inzwischen deutlich vergrößert worden. Zudem spreche die aktuelle Situation in Europa dafür, dass keine großen Flüchtlingsströme zu erwarten seien.

Modernisierungen

Die städtischen Unterkünfte werden zum Teil modernisiert und erneuert. An der Grachtstraße ersetzte ein Wohncontainer die erste marode Baracke. Sind die letzten Bewohner ausgezogen oder in einer anderen Wohnung untergekommen, wird auch die zweite Baracke niedergerissen. Auch dort soll ein Wohncontainer gesetzt werden, der aufgestockt werden kann, sollte es erforderlich werden.

Städtische Wohnungen und Unterkünfte befinden sich nicht nur dort, sondern auch an der Hütten-, Severin- und Gutenbergstraße. Zudem steht die neue Unterkunft Stich 30 zur Verfügung. Auch am RWE-Kraftwerk in Weisweiler stehen Wohncontainer. Zudem kann die Stadt dort die Fremdarbeiterwohnungen für die Flüchtlingsunterkunft nutzen.

Ein besonderes Lob verteilte der Leiter des Sozialamtes und Integrationsbeauftragte der Stadt, Jürgen Rombach: „Es gelingt uns immer noch, Menschen auf dem freien Wohnungsmarkt in eine Bleibe zu vermitteln.“

Dabei macht es nach Aussage der Stadtverwaltung keinen Unterschied, ob es sich beim Vermieter um eine Gesellschaft oder um eine Privatperson handelt. Die Bereitschaft, eine Wohnung an Flüchtlinge zu vermieten, sei in allen Fällen unterschiedlich, meistens jedoch vorhanden, hieß es.

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