Eschweiler - Droht Eschweiler eine Umweltzone?

Droht Eschweiler eine Umweltzone?

Von: Tobias Röber
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Die Grenzwerte für Stickstoffdioxid werden am Bushof überschritten. Eine Arbeitsgruppe überlegt, was geändert werden kann. Foto: Tobias Röber

Eschweiler. Droht der Indestadt eine Umweltzone? Hermann Gödde, Technischer Beigeordneter der Stadt Eschweiler, beantwortet diese Frage mit einem Nein. Damit das auch tatsächlich so kommt, müssen jedoch Maßnahmen ergriffen werden, denn die Messwerte für Stickstoffdioxid werden am Bushof überschritten. Eine Arbeitsgruppe diskutiert derzeit über Lösungsvorschläge.

Der Reihe nach. Messungen förderten in Eschweiler drei sogenannte Hot Spots zu Tage, an denen die Messwerte überschritten wurden. Das war an der Ecke Dreieckstraße/Aachener Straße, an der Dürener Straße (auf Höhe des Baumarktes) und am Bushof der Fall.

Jahresmittel überschritten

Mittlerweile werden die Messwerte an den beiden erstgenannten Punkten wieder unterschritten. Am Bushof ist das jedoch (noch) nicht der Fall.

Für Stickstoffdioxid gilt ein Jahresmittel von 40 Milligramm pro Kubikmeter Luft als Obergrenze. Am Bushof liege man derzeit bei 42, so Hermann Gödde. Der Jahresmittelwert an der Messstelle Indestraße lag im Jahr 2012 bei 46, im Jahr 2014 bei 44 Milligramm pro Kubikmeter. Wegen mehrfacher Entwendung des Passivsammlers konnte für 2013 nicht die erforderliche Zahl von Messeinheiten erreicht werden.

„Das bedeutet, dass wir einen Luftreinhalteplan aufstellen müssen“, sagt der Technische Beigeordnete. In Aachen und Düren gibt es einen solchen Plan bereits. Dazu wurde eine Arbeitsgruppe gebildet, an der unter anderem Vertreter der Polizei, der Industrie- und Handelskammer, von Umweltverbänden, der Aseag, des Aachener Verkehrsverbundes (AVV) und der Stadt Eschweiler beteiligt sind. Federführend sind die Bezirksregierung und das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen (LANUV).

Maßnahmen ergreifen

Klar ist: Es müssen Maßnahmen ergriffen werden, auch wenn Hermann Gödde erklärt, dass man davon ausgehe, dass die Werte bald auch unterschritten würden, falls man keine Maßnahmen treffe.

Und welche Maßnahmen sollen ergriffen werden? „Eine Umweltzone steht nicht zur Debatte. Aber natürlich ist auch klar, dass eine Umweltzone die einfachste Lösung wäre. Wir sind jedoch der Meinung, dass die Einrichtung einer Umweltzone nicht zielführend ist“, sagt Hermann Gödde. Die Einrichtung einer Umweltzone ist jedoch nur eine von vielen Maßnahmen, die getroffen werden können. Und auch für Eschweiler gibt es einen großen Katalog, der abgearbeitet wird.

Flotte wird umgerüstet

Die Aseag sei bereits dabei, die Busflotte umzurüsten, auch über Tempo 30 werde diskutiert, erklärt der Technische Beigeordnete. Es werde auch über sogenannte weiche Maßnahmen gesprochen, wie etwa Carsharing.

Die größten Probleme treten laut Gödde dann auf, wenn die Fahrzeuge nach einem Stau auf der Autobahn durch die Innenstadt fahren. Ergebnisse, welche Maßnahmen im Zuge des Luftreinhalteplans, wird es wohl in Kürze geben.

Die nächste Sitzung der Arbeitsgruppe steht an diesem Donnerstag, 11. Juni, an.

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