Eschweiler-Dürwiß - Drillinge liegen im Dürwisser Adventskalender

Drillinge liegen im Dürwisser Adventskalender

Von: Laura Laermann
Letzte Aktualisierung:
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Lisa Plum und Günter Schiffeler (links) leiten das Projekt „Dürwisser Adventskalender“. Gemeinsam mit Besuchern und der gastgebenden Familie Arnolds (rechts) stehen sie vor dem fünften geöffneten Fenster. Einige Termine folgen noch. Foto: Laura Laermann

Eschweiler-Dürwiß. Eine Menge von Menschen steht im Vorgarten des Hauses am Kastanienweg in Dürwiß. Alle versuchen, einen Blick in das Fenster zu erhaschen, aus dem grünes Licht scheint. Doch warum wollen alle in das Haus fremder Leute schauen?

Bei der Adventsfenster-Aktion in ist sich keiner fremd. Ganz im Gegenteil: Hier soll die Gemeinde zusammenrücken. Fast jeden Tag öffnet sich immer um 18.30 Uhr ein Fenster des Dürwisser Adventkalenders.

Auch Familie Arnolds präsentierte ihr Fenster ihren Mitbürger. Etwa 70 Menschen erschienen an diesem Abend und lauschten der Nikolaus-Geschichte, die Irene Arnolds, die Gastgeberin, passend vorbereitet hatte. Auch das Fenster hatte sie mit einem Nikolaus in einer Schneelandschaft gestaltet. Im Anschluss sangen alle gemeinsam und plauschten bei Glühwein und Kakao. „Mir hat die Idee sehr gut gefallen und ich habe auch von den Besuchern bisher nur positive Rückmeldung erhalten“, sagt Irene Arnolds.

Die außergewöhnliche Idee hatte der Pfarrer der katholischen Gemeinde, Michael Datené. Ursprünglich kennt man die Weihnachtsfensteraktionen nur von Geschäften. Ob die Dürwisser überhaupt daran teilnehmen würden, stand anfangs noch in den Sternen.

Günter Schiffeler, Lisa Plum und Katja Kipper wagten sich an das Experiment und versucht innerhalb einer Woche möglichst viele Freiwillige zu finden, die ein Fenster schmücken. Die Verbreitung über den Pfarrbrief und Mund-zu-Mund-Propaganda machten es möglich, dass sich 14 Familien und Institutionen für die 23 zu vergebenen Fenster meldeten. „Damit hatten wir nicht gerechnet“, sagt Günter Schiffeler, Diakon der katholischen Pfarrgemeinde. „Wir hatten zunächst gehofft, vielleicht zwei Fenster in der Woche präsentieren zu können,

Die Feuerwehr, das Apartmenthaus, der Liturgiekreis und die Sternsinger haben bereits ein Fenster geöffnet. Bei der Gestaltung des Fensters und des Abends ist jeder frei. So lagen am 3. Dezember bei Familie Wings doch tatsächlich die noch am selben Tag geborenen Drillinge im Fenster ihres Hauses.

„Zunächst war ich besorgt über diese Idee“, gibt Schiffeler zu und lacht. „Doch als man sah, wie die drei Kinder friedlich schlafend eingebettet waren, war das ein sehr schöner Anblick.“ Einzige Vorgabe war ein Bezug zum Leitsatz der Aktion „Warten auf das Licht“.

Symbolisch dafür wurde von Abend zu Abend eine Laterne an den kommenden Gastgeber weitergereicht. Auch die Bewohner des Apartmenthauses zündeten am 4. Dezember passend zum Thema Kerzen an, denen sie verschiedene Werte, wie Liebe, Freude und Gemeinschaft zuordneten. Einen Tag später bei der Freiwilligen Feuerwehr waren es einfach nur Worte des Feuerwehrmeisters, die die Menschen bewegten.

Für jeden Abend bereitet das Projektteam Liedtexte und ein Segensgebet vor. „Wir wollten uns als Kirche mal auf einer anderen Ebene präsentieren und vor Ort sein“, erklärt Lisa Plum, Aktive in der Jugendarbeit. Doch der Fokus soll auf der Präsentation des Fensters liegen, ganz nach dem Motto: von Bürgern für Bürger. „Hier machen die Gastgeber Kirche.“

Neben mehr Stärkung der Gemeinschaft in der Nachbarschaft, war es auch Ziel der Kirche, Menschen zu begegnen, die nicht in der Kirch sind. Auch wird in diesem Projekt die Zusammenarbeit mit der evangelische Kirche gestärkt, die das letzte Türchen am 23.12. in der Kreuzkirche öffnet.

Grundsätzlich kann jeder Interessierte Teil dieses ungewöhnlichen Adventkalenders sein. Nachrücker, die noch ein Fenster präsentieren möchten, sollten sich rechtszeitig in der katholischen Pfarrgemeinde melden.

Da das Projekt bislang erfolgreich war, soll auch 2017 ein neuer Adventskalender in Dürwiß entstehen. Weitere Termine, die in den kommenden Tagen noch anstehen: 15.12. Frauengemeinschaft Dürwiß und Liturgiekreis St. Bonifatius, Bonifatiusstraße 26, 16.12. Jutta Pletz, Laurentiusstraße 13, 19.12. Familie von Brandt, Kastanienweg 1, 20.12. Familie Nießen, Harbig-straße 5.

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