Eschweiler - Drei Könige klopfen an und pochen auf Rechte

Drei Könige klopfen an und pochen auf Rechte

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Tragen dazu bei, dass Kinder a
Tragen dazu bei, dass Kinder auf der ganzen Welt zu essen bekommen, medizinisch versorgt werden und Schulen besuchen können: Greta (11), Lea (7) und Elinna (10). Foto: Andreas Gabbert

Eschweiler. „Klopft an Türen, pocht auf Rechte!” - unter diesem Motto sind die Sternsinger rund um den 6. Januar bundesweit bei der 54. Aktion Dreikönigssingen unterwegs. In manchen Gemeinden sind die Sternsinger schon seit einigen Tagen unterwegs.

Die Sternsinger der Gemeinde St. Peter und Paul sind ziehen zum Beispiel seit Donnerstag um die Häuser. Am Freitag schauten die Heiligen Drei Könige auch bei uns in der Lokalredaktion an der Englerthstraße vorbei.

Verkleidet als Caspar, Melchior und Balthasar sangen die siebenjährige Lea, die zehnjährige Elinna und die elfjährige Greta ihr Ständchen und klebten anschließend die traditionelle Segensbitte „20C+M+B+12” an die Tür. Diese Schreibweise hat laut Kindermissionswerk folgende Bedeutung: ein Stern für den Stern von Bethlehem und die drei Kreuze für den Dreifaltigen Gott: Vater, Sohn und Heiliger Geist. Die Bedeutung der Buchstaben C, M und B wird offiziell spätestens seit den 1950er Jahren als Abkürzung der lateinischen Worte „Christus mansionem benedicat” (Christus segne dieses Haus) gedeutet.

Die Aktion Dreikönigssingen ist heute die weltweit größte Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder. Doch die Situation der Kinder in vielen Ländern der Erde - so auch im Beispielland Nicaragua - zeigt, dass der Einsatz der Sternsinger jetzt und in Zukunft dringend erforderlich ist.

Mit großer Begeisterung und beispielhaftem Einsatz engagieren sich die Eschweiler Sternsinger in den Gemeinden wiederum für die Aktion Dreikönigssingen und tragen dazu bei, dass Kinder in Afrika, Lateinamerika, Asien, Ozeanien und Osteuropa zu essen bekommen, medizinisch versorgt werden und Schulen besuchen können.

Mit dem Leitspruch des Dreikönigssingens 2012 machen die Sternsinger darüber hinaus besonders deutlich, dass die Rechte von Kindern überall auf der Welt geachtet und unterstützt werden müssen. Die Mädchen und Jungen setzen sich dafür ein, dass Erwachsene und Politiker ihre Rechte und die der Gleichaltrigen in aller Welt schützen. Denn Armut und Gewalt sind massive Verletzungen der Kinderrechte, Gesundheitsversorgung und Bildung müssen selbstverständlich sein, doch allzu oft werden die Kinderrechte mit Füßen getreten.

Missbrauch, Misshandlung und häusliche Gewalt gegen Kinder sind, nicht nur in Nicaragua, leider an der Tagesordnung. Die Sternsinger unterstützen daher unter anderem Projekte, in denen Kinder sich für ihre Rechte einsetzen. Sie werden „stark” und selbstbewusst gemacht, um sich vor Übergriffen schützen zu können.

„Die jungen Menschen, die als Sternsinger unterwegs sind, dürfen bei ihrem großartigen Engagement daher zu Recht auf unsere Begleitung, Zuwendung und Ermutigung setzen”, sagt Bürgermeister Rudi Bertram. In diesem Sinne sei es ihm ein besonderes Anliegen, die Aktion Dreikönigssingen 2012 und die vielen Sternsinger in den Eschweiler Gemeinden bei ihrem Tun positiv zu begleiten und ihnen, wie auch den Betreuerinnen, für ihren enormen ehrenamtlichen Einsatz zu danken.

Deshalb lädt der Bürgermeister für Mittwoch, 11. Januar 2012, 17 Uhr, zum Sternsingertreffen 2012 in den Ratssaal des Eschweiler Rathauses, Johannes-Rau-Platz 1, ein. ein. „Ich würde mich freuen, wenn - zum nunmehr elften Treffen - wieder viele Sternsinger aus Eschweiler den Weg ins Rathaus finden”, so Bertram.

Für die Veranstaltung ist ein kleines, kurzweiliges Programm vorbereitet, außerdem wird es auch Getränke und eine kleine Stärkung geben.

Zur Vorbereitung des Treffens ist es hilfreich, wenn den Mitarbeiterinnen im Sekretariat des Bürgermeisters (Michaela Kronen oder Maria Johnen, Telefon 02403/71334) mitgeteilt wird, ob und wie viele Sternsinger und Betreuer aus den einzelnen Gemeinden teilnehmen werden. Sofern die Gruppen zum Programm beitragen möchten (Musikvortrag o.ä.), sollte dies ebenfalls mitgeteilt werden, damit der Beitrag entsprechend eingeplant werden kann.
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