Eschweiler - Dr. Frank Spickhoff: Neuer Chefarzt der Klinik für Gynäkologie

Dr. Frank Spickhoff: Neuer Chefarzt der Klinik für Gynäkologie

Von: ran
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Blicken einer erfolgreichen Zu
Blicken einer erfolgreichen Zusammenarbeit entgegen: Der neue Chefarzt Dr. Franz Carlos Spickhoff und Elmar Wagenbach. Foto: Andreas Röchter

Eschweiler. Der Weg in die Indestadt scheint vorbestimmt gewesen zu sein: „Schon mein Geburtsdatum 24. März 1967 (also fast 02403) zeigt eine eindeutige Verbindung zu Eschweiler.” Dr. med. Frank Carlos Spickhoff, seit Donnerstag neuer Chefarzt der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe am St.-Antonius-Hospital, ist sich sicher, dass der Schritt vom Klinikum München-Neuperlach in Richtung Westen der richtige ist.

Bereits als Zwölfjähriger beschloss der gebürtige Wuppertaler, Medizin zu studieren und damit in die Fußstapfen seines Vaters und seines Großvaters, die beide ebenfalls Gynäkologen waren, zu treten.

Als begeisterter und talentierter Tennisspieler hatte es ihm aber zunächst die Sportmedizin angetan. Nach dem Abitur in Wuppertal sowie dem Dienst bei der Bundeswehr nahm er im März 1989 sein Studium in Düsseldorf auf, das er im Mai 1996 mit dem dritten Staatsexamen abschloss.

Ab dem 1. Juli war der heute 44-Jährige dann „Arzt im Praktikum” an der St.-Antonius-Landesfrauenklinik seiner Heimatstadt. „Dort wurde mir schnell bewusst, dass man im Bereich der Frauenheilkunde sehr oft wirklich heilen kann und was das für ein wunderschönes Gefühl ist”, erinnert er sich.

So folgten in der größten geburtshilflichen Abteilung Nordrhein-Westfalens die Assistenz-, Fach- sowie eine zweijährige Oberarztzeit, bevor Frank Carlos Spickhoff im Jahr 2003 an das Evangelische Krankenhaus Düsseldorf wechselte.

„Dort konnte ich meine operative Ausbildung verfeinern”, denkt er zurück. Seiner Tätigkeit in der Landeshauptstadt schlossen sich von 2005 bis 2008 die erste Chefarztstelle am St.-Josef-Krankenhaus in Hilden sowie die Arbeit am Klinikum München-Neuperlach an.

Doch nun zieht es den Rheinländer zurück in seine Heimatregion. „Hier bin ich verwachsen. Gemeinsam mit meiner Frau Tanja und meinen Söhnen Ferdinand und Konstantin hat der Familienrat bereits zu Beginn meiner Zeit in München beschlossen, nicht nach Bayern zu ziehen. Doch an jedem Wochenende per Bahn von München nach Wuppertal und wieder zurück zu fahren, war auf Dauer sehr belastend”, erklärt der Hobbyskifahrer.

„Deshalb kam das Stellenangebot aus Eschweiler wie gerufen”, freut sich der Mediziner, der mit seiner Familie nun möglichst schnell in der Indestadt oder deren Umgebung wohnhaft werden möchte. „Schließlich habe ich vor, hier die kommenden 20 Jahre zu verbringen”, macht er deutlich.

Worte, die Elmar Wagenbach, Geschäftsführender Vorstand des St.-Antonius-Hospitals gerne hört: „Wir haben einen Chefarzt gesucht, der die Bereiche Gynäkologie, Geburtshilfe und Senologie, also die Lehre von der weiblichen Brust, komplett abdeckt. Das ist heute nämlich nicht mehr selbstverständlich. An manchen Kliniken gibt es für diese Bereiche drei Chefärzte.”

Ein weiterer wichtiger Aspekt der Entscheidung für Dr. Frank Carlos Spickhoff sei darüber hinaus dessen extrem großer Operationskatalog gewesen. „Ein Facharzt muss meines Erachtens alle Standardoperationen selbstständig beherrschen”, hat der neue Chef klare Vorstellungen. „Sowohl in der Chefarztrunde als auch innerhalb des Kuratoriums war das Votum für Dr. Spickhoff eindeutig”, lässt Elmar Wagenbach keine Zweifel aufkommen.

„Bei unserer Entscheidung spielt die fachliche Kompetenz natürlich eine entscheidende, aber nicht die einzige Rolle. Wichtig ist auch, ob der Bewerber unser Leitbild als Krankenhaus in kirchlicher Trägerschaft vertreten kann”, nennt der Geschäftsführende Vorstand einen weiteren Aspekt.

Doch genau dieser war für den Gynäkologen ein Hauptgrund, sich für Eschweiler zu entscheiden. „Mit Ausnahme meiner Tätigkeit in München habe ich ausschließlich an Krankenhäusern in kirchlicher Trägerschaft gearbeitet. Das Miteinander, der Umgang mit Menschen, ist mir sehr wichtig. Deshalb habe ich mich auch für das Krankenhaus und gegen eine Praxis entschieden. Und an Häusern in kirchlicher Trägerschaft wird man als Mitarbeiter einfach ganz anders gesehen und behandelt”, ist Spickhoff, der die Nachfolge von Professor Dr. Christian Karl eigentlich bereits am 1. Juli antreten sollte, überzeugt.

Organisatorische Probleme am Klinikum München-Neuperlach verhinderten jedoch den frühzeitigeren Dienstantritt. Dieser erfolgte nun am gestrigen Donnerstag. „Natürlich war ich bereits mehrfach vor Ort, um mir ein Bild von meiner neuen Abteilung zu machen., die von der Größe her mit München zu vergleichen ist.

Ein Vorteil ist natürlich, dass das Brustzentrum des St.-Antonius-Hospitals bereits zertifiziert ist”, betont er den guten Ruf des Hospitals mit dem Euregio-Brust-Zentrum.

„Ich komme gerne ins Rheinland zurück, aber nicht alleine um zurückzukommen”, ist der Chefarzt zuversichtlich, in Eschweiler beruflich und privat Wurzeln schlagen zu können.
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