„Donnerberger Gesprächskreis” spricht über Obama

Von: ran
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Warnte beim Donnerberger Gesprächskreis vor zu hohen Erwartungen an Barack Obama: der Politologe Wolfgang J. Stützer. Foto: Andreas Röchter

Eschweiler. Mit der Wahl von Barack Obama zum Präsidenten der Vereinigten Staaten verbinden vor allem die Menschen in Deutschland große Hoffnungen. Doch es gibt auch Menschen, die die Entwicklung etwas skeptischer und vielleicht realistischer sehen.

Zu ihnen gehört Wolfgang J. Stützer. Der freiberufliche Dozent und Berater für transatlantische Kommunikation war Gast beim „Donnerberger Gesprächskreis”, der diesmal in Zusammenarbeit mit der Konrad-Adenauer-Stiftung stattfand, und nahm die „Zukunft der transatlantischen Beziehungen nach den Wahlen in den USA” kritisch unter die Lupe.

„Was in Deutschland in den vergangenen Monaten passiert ist, ist nur noch durch politische Psychologie zu erklären. 80 Prozent der Deutschen wollten, dass Obama neuer US-Präsident wird, ohne auch nur im geringsten zu wissen, was er eigentlich will”, monierte Wolfgang J. Stützer. „200.000 Menschen jubelten in Berlin einem angeblichen Weltbürger zu. Aber es gibt keinen Weltbürger. Obama wollte nie etwas anderes, als Präsident der Vereinigten Staaten zu werden.”

Wer glaube, es ginge Barack Obama um Machtteilung, der könne nicht lesen, formulierte der Diplom-Politologe deutlich. „In seiner Antrittsrede kam Europa überhaupt nicht vor”, erinnerte Wolfgang J. Stützer. „Im Verhältnis zu Amerika muss klar sein, dass Obama der Meinung ist, der amerikanische Einfluss sei gesunken, und er ihn wieder stärken möchte”, verdeutlichte er.

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