Donnerberg-Kaserne: Stabsfeldwebel Ralf Gelhar verabschiedet

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Großer Dank nach 35 Jahren Dienstzeit: Oberstleutnant Jürgen Werner (re.) übergibt Stabsfeldwebel Ralf Gelhar die Entlassungsurkunde. Auch Manuela Gelhar freut sich auf den neuen Lebensabschnitt. Foto: Robert Flader

Eschweiler. Nein, so ganz geht er dann doch nicht. Zumindest wenn man dem Lied Glauben schenken mag, das sich Ralf Gelhar zu seinem Abschied als langjähriger Soldat ausgesucht hat. Aus den Lautsprechern schallten Trude Herr, Wolfgang Niedecken und Tommy Engel mit ihrem „Niemals geht man so ganz”.

Und in gewisser Weise haben sie damit auch Recht, „nach so langer Zeit bleibt schließlich immer etwas zurück”, sagt auch Gelhar, der Eschweiler Stabsfeldwebel. „Auch wenn ich meinen Beruf jetzt schon vermisse, bevor es überhaupt vorbei ist.”

Einen Beruf, den Gelhar seit 1975 ausübte, zumeist in unmittelbarer Nähe zur Heimat, in der Donnerberg-Kaserne (31 Jahre insgesamt) und der Gallwitz-Kaserne (anderthalb Jahre). Als Feldwebel, Schießlehrer, Hauptfeldwebel, Kompanie- und Inspektionsfeldwebel. Und schließlich als Stabsfeldwebel.

„Ich habe seine Loyalität, Zuverlässigkeit und Geradlinigkeit sehr geschätzt”, würdigte Oberstleutnant und Lehrgruppenkommandeur Jürgen Werner den 53-Jährigen aus Weisweiler stammenden Gelhar. „Es ist unheimlich schade, dass er der hohen psychischen und physischen Belastbarkeit aufgrund gesundheitlicher Einschränkungen nicht mehr nachkommen kann.”

Einschränkungen, die sich Ralf Gelhar bei einem folgenschweren Unfall vor rund sechs Jahren zu Hause zuzog, und die nun für das verhältnismäßig frühe Dienstende sorgen. „Schauen Sie”, sagt der Veteran, „ich habe bereits in den letzten Jahren den Dienst nicht mehr so durchziehen können, wie ich mir das vorstellen konnte. Deshalb ist es sinnvoller, jetzt aufzuhören.”

Der frühe Ruhestand, gewollt war er in dieser Form nicht. „Aber es bringt ja nichts, weiterzumachen, wenn man nicht hundertprozentig belastbar ist.”

Gelhars Dienstzeit endet offiziell am Montag, „jetzt wird es Zeit für einen neuen Lebensabschnitt.” Er freue sich nun besonders auf die gemeinsame Zeit mit der Familie. „Darauf habe ich mich schon vorbereitet”, sagt er und lacht.
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