Domizil für Senioren direkt am Bushof

Von: Patrick Nowicki
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Begehrtes Areal bei Investoren
Begehrtes Areal bei Investoren: der Parkplatz neben dem Arbeitsamt und der angrenzende ehemalige Minigolfplatz. Ob dort jemals gebaut wird, sollen die Bürger mitentscheiden. Foto: Patrick Nowicki

Eschweiler. Erste Entwürfe liegen der Stadtverwaltung schon vor. Sie belegen: Das Areal am Arbeitsamt ist für Investoren attraktiv. Allerdings besteht aktuell keine rechtliche Grundlage, dass dort gebaut werden kann. Auch die Kommunalpolitiker tun sich schwer - und verschieben die Entscheidung.

Zunächst sollen die Bürger ihre Meinung kundtun. Lediglich die Grünen legen sich fest und stimmen gegen Neubauten an dieser Stelle.

Die Idee, dort etwas zu bauen, ist nicht neu. Schon vor Jahren gab es erste Entwürfe, die allesamt aber in der Schublade blieben. Jetzt will die Verwaltung das Verfahren aufrollen und „den Stadteingang zur Innenstadt neu definieren”. Dort will ein Geldgeber „Mehrgenerationen-Häuser” errichten, „kombiniert mit gesundheitsbezogenen Dienstleistungen, medizinischen Einrichtungen, Pflegeeinrichtungen und Gastronomie”. Das nördliche Ufer der Inde wolle man als öffentliche Promenade aufwerten.

Dies lässt der aktuelle Bebauungsplan nicht zu. Die derzeitige Parkfläche wird darin konkret als „Parkhaus” beschrieben. An den Erhalt der Stellplätze knüpft die FDP ihre Zustimmung. „Es sollen alle Parkplätze, wenn auch anders geordnet, erhalten bleiben”, betont der Technische Beigeordnete Hermann Gödde. Der Parkplatz am Arbeitsamt sei ein wichtiger Bestandteil im Parkraumkonzept der Stadt.

Die Planer führen mehrere Argumente ins Feld, warum ein mehrgeschossiger Bau an dieser Stelle sinnvoll ist. Der Bedarf an Einrichtungen mit betreuten Wohnungen in Eschweiler steige mit Blick auf den demographischen Wandel kontinuierlich. Zudem sei der Standort mit seiner Nähe zum Krankenhaus, zum Bushof und zu den Fußgängerzonen der Innenstadt vor allem für ältere Menschen interessant.

Bis die ersten Bagger anrollen, ist jedoch noch ein langer Weg. Zunächst wird die Stadtverwaltung zu einer Bürgerversammlung einladen, bei der sich dann jeder melden kann. Erst danach soll das Verfahren fortgesetzt werden. Der Ausgang ist also offen, wie es auch der UWG-Fraktionsvorsitzende Erich Spies formuliert: „Es ist eine gute Entscheidung, zunächst die Bürger zu fragen. Wir sind gespannt.” Mit „Wir” schließt er wohl alle Parteien im Stadtrat mit ein. Auch die Sozialdemokraten halten sich zurück und wollen abwarten. Gleiches gilt für die CDU.

Das zu überplanende Gebiet schließt übrigens nicht den Park mit der Skater-Anlage mit ein, sondern endet an der Grenze des ehemaligen Minigolfplatzes. Es soll im Falle einer Änderung als sogenanntes Mischgebiet ausgewiesen werden, das eine bis zu viergeschossige Bauweise erlaubt. Eine Bebauung könne in mehreren Abschnitten erfolgen. Der Bushof und das Gebäude der Agentur für Arbeit stehen nicht zur Debatte.
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