Dina Jacobs und René Mause holen den letzten Titel

Von: ran
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Geschafft: Die Sieger und Platzierten lieferten sich am Finaltag spannende Duelle. Foto: Tobias Röber
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Marco Esser (vorne) und Denis Werth (BG Eschweiler) gewannen das Endspiel des Herren-Doppels. Foto: Andreas Röchter
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Zweifacher Stadtmeister: Achim Zimmermann von BG Eschweiler. Foto: Andreas Röchter
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Simon Kley hatte im „Maxi“-Finale nach die Nase vorne. Foto: Andreas Röchter

Eschweiler. Einen Dreifach-Triumph gab es dann doch nicht am Finaltag der Tennis-Stadtmeisterschaften auf der Anlage des TC Blau-Gelb Eschweiler. Dina Jacobs und Achim Zimmermann (beide BG Eschweiler) waren die beiden Anwärter auf ein „Triple“, begnügten sich aber im Gleichschritt mit jeweils zwei Titeln.

Dina Jacobs siegte im Damen-Einzel gegen Kirsten Karger (Baesweiler TC) mit 6:1 und 6:0, bezwang im Mixed an der Seite von René Mause das ESG-Duo Barbara Lipinska/Thomas Wings mit zweimal 6:4, musste im Damen-Doppel zusammen mit Gabriele Pfeiffer-Schirra jedoch den Konkurrentinnen Nada Kostovski und Ellen Schmitz nach hartem Kampf mit 6:4 4:6 und 7:10 im Champions-Tiebreak den Vortritt lassen. Ebenfalls im verkürzten dritten Satz unterlag Achim Zimmermann im Herren-40-Finale Kamal Borki mit 0:6 6:1 und 7:10.

Dafür hielt sich der Blau-Gelbe im Endspiel der Herren-50-Konkurrenz gegen Vereinskamerad Werner Goldner mit 6:1 und 6:2 schadlos. Gemeinsam mit Jochen Wild gewann Achim Zimmermann dann auch noch die Stadtmeisterschaft im Herren-50-Doppel. Gegen Markus Goebel und Horst Schweitzer lautete das Endresultat 6:1 6:1. Zweimal jubeln durfte auch Marco Esser, der zunächst mit Denis Werth im Herren-Doppel die Titelverteidiger David Pieters/Bastian Frings entthronte, um sich anschließend gemeinsam mit Mario Streit im Herren-40-Doppel gegen das Duo Reiner Kowalke/Avni Kadrolli (BSG RWE Weisweiler) durchzusetzen.

Zum Auftakt des Finaltages hatten aber die jüngsten Tennis-Cracks das Publikum mit Leistung überzeugt. Die Maxis (U12) Simon Kley und Laurin Esser (beide Blau-Gelb) boten den Zuschauern umkämpfte Ballwechsel voller Spielwitz. Am Ende hatte Simon Kley die Nase mit 6:3 und 6:2 vorne. Im Damen-Einzel setzte Kirsten Karger den ersten Stich, als sie Dina Jacobs gleich zu Beginn der Partie den Aufschlag zu Null abnahm. Doch Dina Jacobs schaffte umgehend das Re-Break, hielt anschließend ihren Aufschlag und übernahm mit variablen, sicheren, aber auch druckvollen Schlägen das Kommando.

Hinzu kam auch das notwendige Quäntchen Glück, denn beim Stand von 3:1 hielt sie ihr umkämpftes Aufschlagspiel auch auf Grund eines Netzrollers und erhöhte so auf 4:1. Als Kirsten Karger dann beim Zwischenstand von 1:5 eine 40:15-Führung und insgesamt drei Breakbälle nicht nutzen konnte, war nicht nur der erste Durchgang entschieden. Im zweiten Satz gelang es der Spielerin des Baesweiler TC nur noch selten, Akzente zu setzen. Dina Jacobs zog schnell auf 5:0 davon und hatte bei eigenem Aufschlag und einer 40:0-Führung drei Matchbälle. Kirsten Karger wehrte die ersten beiden ab, den zweiten mit einem gefühlvollen Stopp. Dina Jacobs ließ sich jedoch auf keine Spielereien ein und nutzte Matchball Nummer drei entschlossen per Flugball.

Von drei unterschiedlichen Kapiteln war das Herren-40-Einzelfinale geprägt. Den ersten Satz gewann Kamal Borki (Blau-Gold Broichweiden) im Schnelldurchgang mit 6:0. Im zweiten Durchgang steigerte sich Achim Zimmermann erheblich und behielt mit 6:1 die Oberhand. Nach ausgeglichenem Start in den Match-Tiebreak mit dem Zwischenstand 2:2 setzte sich Kamal Borki dann aber über 4:2 scheinbar vorentscheidend auf 8:4 ab. Doch ein starker Return von Achim Zimmermann vor die Füße seines Gegners, ein entschlossener Netzangriff mit souveränem Abschluss per Schmetterschlag sowie ein vermeintlich leichter Volley-Fehler von Kamal Borki ließ beim Zwischenstand von 7:8 noch einmal berechtigte Hoffnung im Lager des TC Blau-Gelb Eschweiler aufkommen.

Ein vermeidbarer Returnfehler zum 9:7 für Borki beendete dann aber die Aufholjagd und sorgte für Ernüchterung. Mit einem guten Aufschlag und einer anschließenden unerreichbaren Vorhand entschied Kamal Borki den Tiebreak und das Match für sich. Doch zwei souveräne Erfolge in den Herren-50-Konkurrenzen ließen den Tag für Achim Zimmermann dennoch außerordentlich erfolgreich werden.

Mit einem As hatte Bastian Frings im vergangenen Jahr das Herren-Doppelfinale entschieden. Diesmal eröffnete der ESG‘ler, der erneut David Pieters an seiner Seite hatte, den Schlagabtausch mit einem unerreichbaren Aufschlag. Doch anschließend lief für die Titelverteidiger nicht mehr viel zusammen. Zu druckvoll und kompromisslos agierten die Gegner Denis Werth und Marco Esser (BG Eschweiler).

Mit soliden Aufschlägen, aggressiven Returns sowie gefühlvoll platzierten und konsequent verwandelten Volleys beherrschten die beiden Blau-Gelben den ersten Satz, der 6:0 endete, in jeder Hinsicht. Zu Beginn des zweiten Durchgangs keimte kurzzeitig Hoffnung bei David Pieters und Bastian Frings auf, als Pieters sein umkämpftes Aufschlagspiel zur 1:0-Führung hielt, doch in der Folgezeit schlug das Pendel wieder in Richtung der Kombination Werth/Esser aus, die auch Satz zwei mit 6:2 für sich entschied.

Eine kräftezehrende Partie lieferten sich im Damen-Doppelfinale die Paare Dina Jacobs/Gabriele Pfeiffer-Schirra auf der einen sowie Nada Kostovski/Ellen Schmitz auf der anderen Seite. Jacobs/Pfeiffer-Schirra gewannen Satz eins mit 6:4, lagen im zweiten Durchgang aber mit 2:5 zurück, als sie eine Aufholjagd starteten und auf 4:5 herankamen. Nada Kostovski legte nun alle Entschlossenheit in ihr Aufschlagspiel, ließ jedoch einige Chancen ungenutzt, bevor Satz Nummer zwei mit 6:4 unter Dach und Fach gebracht war. Im Champions-Tiebreak lag das Duo Kostovski/Schmitz dann schnell vorne. Dina Jacobs und Gabriele Pfeiffer-Schirra mobilisierten noch einmal alle Kräfte, verkürzten auf 7:9, mehr war jedoch nicht mehr drin. Nada Kostovski und Ellen Schmitz verwandelten ihren Matchball zum 10:7 und trugen sich somit in die Liste der Stadtmeister ein.

Durchaus emotional ging es im Herren-40-Doppelendspiel zu, in dem Marco Esser und Mario Streit auf Reiner Kowalke und Avni Kadrolli (BSG RWE Weisweiler) trafen. Die Blau-Gelben entschieden den ersten Satz sicher mit 6:2 für sich, lagen im zweiten Durchgang aber nach einem Aufschlagverlust schnell mit 0:3 hinten. Einen kurzen Entscheidungssatz wollten Mario Streit und Marco Esser jedoch unbedingt vermeiden. So schalteten sie ein bis zwei Gänge hoch, verkürzten, glichen aus und gingen mit dem zweiten Break in Folge mit 4:3 in Führung. Auch ein erneutes Re-Break zum 4:4 warf die Hausherren nicht aus der Bahn. Das nächste Break folgte. Als Marco Esser wenig später seinen Aufschlag hielt, war die Begegnung entschieden.

Im Nachwuchsbereich landete Nadja Reisgen einen Doppelschlag: Die Juniorin vom VfL Langerwehe triumphierte im Einzel mit 6:0 und 6:2 gegen Alina Vygen (Kurhaus Aachen) und eroberte auch im Doppel gemeinsam mit Katharina Hosp vom TC Inden durch einen 6:3 und 6:2-Sieg über das Duo Jil Thomas/Bianca Buschinger (BG Eschweiler) den Siegerpokal.

Auf vier Schultern verteilt wurden die Erfolge der Familie Boese: Bereits am Freitag hatte sich Moritz Boese (BG Eschweiler) im Knaben-Finale (U15) denkbar knapp mit 6:4 4:6 und 13:11 gegen Tim Keusgen (ESG) durchgesetzt. Einen Tag später zog Bruder Jonas nach, in dem er das Junioren-Endspiel gegen Maximilian Wrabetz (ESG) mit 6:1 und 6:0 für sich entschied. Im Herren-B-Finale lieferte Jonas Boese seinem Gegner Bastian Schroiff (ESG) zumindest im ersten Satz ein hartes Duell, das der ESG‘ler schließlich mit 7:5 für sich entschied. Der zweite Durchgang verlief klarer: Hier behielt Bastian Schroiff mit 6:2 die Oberhand.

In der letzten Partie des Tages und der Stadtmeisterschaften, die einmal mehr von der Sparkasse unterstützt wurden, stand der Titel im Mixed auf dem Spiel. In dieser Konkurrenz hatte es am Vormittag noch ein Halbfinale gegeben: In einer dramatischen Partie siegten Barbara Lipinska und Thomas Wings (ESG) gegen Laura Priebe und Markus Pesch (Blau-Gelb) mit 3:6 6:1 und 10:8. Im Endspiel warteten Dina Jacobs und René Mause. Die beiden Paare lieferten sich eine recht ausgeglichene Partie, in der Dina Jacobs und René Mause aber stets einen kleinen Schritt voraus waren. Letztlich siegten die Blau-Gelben mit zweimal 6:4. Der letzte Titel der Stadtmeisterschaften 2017 war vergeben. Im kommenden Jahr folgt die Fortsetzung auf der Anlage der ESG in Bergrath. 2019 empfängt der TC Blau-Gelb seine Gäste dann in Dürwiß.

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