Diktatur und Demokratie in vielen Bildern dargestellt

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Dokumente der Zeitgeschichte: In einer Ausstellung beleuchten der Europaverein GPB und die Stadt Düren „Diktatur und Demokratie im Zeitalter der Extreme“.

Düren/Eschweiler. Der Europaverein GPB (Gesellschaftspolitische Bildungsgemeinschaft) Eschweiler und die Stadt Düren laden für Montag, 23. November, zur Ausstellungseröffnung „Diktatur und Demokratie im Zeitalter der Extreme“ (Streiflichter auf die Geschichte Europa im 20. Jahrhundert) ein.

Beginn ist um 11.30 Uhr im Rathausfoyer Düren am Kaiserplatz 2-4.

Die Ausstellung spannt einen weiten Bogen, in dem es um die Geschichte vom Fall und Aufstieg von Diktatur und Demokratien geht. Es geht auch um den Prozess der Modernisierung und Rationalisierung, den die europäischen Gesellschaften im Verlauf des Jahrhunderts erlebt haben: Die Auseinandersetzung zwischen Demokratie und Diktatur, die Europa in der Zwischenkriegszeit prägt, setzt sich auch nach 1945 im Kalten Krieg vor.

Zu dieser Geschichte gehört aber auch, dass mit dem Zerfall der beiden Machtblöcke in Europa zum ersten Mal nach dem Zweiten Weltkrieg eine ganze Region – das zerfallende Jugoslawien – wieder im Krieg versank – mit Verbrechen, von denen man doch gehofft hatte, dass sie sich in Europa nicht wieder ereignen würden.

Die Ausstellung lädt zu einer historischen Ortsbestimmung ein, zu der insbesondere das Jahr 2014 herausfordert. In 2014 jährte sich der Ausbruch des Ersten Weltkriegs zum 100. Mal, 75 Jahre waren seit Beginn des von Deutschland entfesselten Zweiten Weltkriegs vergangen, 25 Jahre seit den friedlichen Revolutionen und zehn Jahre seit der EU-Osterweiterung. Auf 26 Tafeln präsentiert die Ausstellung rund 190 zeithistorische Fotos sowie 24 historische Tondokumente, die mit internetfähigen Telefonen via QR-Codes abgerufen werden können. Diese Tondokumente werden am Eröffnungstag mit einer besonderen Präsentation für die Besucher visualisiert und für alle hörbar gemacht.

Autoren der Ausstellung sind der Direktor des Instituts für Zeitgeschichte Prof. Dr. Andreas Wirsching und Dr. Petra Weber. Die vom Leipziger Grafiker Dr. Thomas Klemm gestaltete Ausstellung wurde von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, dem Institut für Zeitgeschichte und Deutschlandradio Kultur herausgegeben. Die Ausstellung ist bis einschließlich Freitag, 4. Dezember, zu den Öffnungszeiten des Rathauses zu sehen.

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