Eschweiler - Digitalisierung ein langweiliges Thema? Auf keinen Fall!

Digitalisierung ein langweiliges Thema? Auf keinen Fall!

Von: Tobias Röber
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Bürgermeister Rudi Bertram begrüßte am Samstag rund 400 Gäste im Ratssaal zum Neujahrsempfang. Foto: Tobias Röber
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Klaus Wohnaut (links) wurde überraschend nach vorne gebeten und erhielt die Verdienstmedaille der Stadt Eschweiler in Silber. Foto: Tobias Röber
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Hielt einen kurzweiligen Vortrag zum Thema Digitalisierung: Professor Dr. Thomas Ritz. Foto: Tobias Röber

Eschweiler. Der eine oder andere Gast des Neujahrsempfangs der Stadt Eschweiler, der am Samstag im Ratssaal stattfand, mag wohl beim Blick auf seine Einladung etwas skeptisch geschaut haben. „Digitalisierung – Mehr als Breitband im Bürgersteig!“ stand da als Thema des Vortrags. Ein natürlich wichtiges Thema, aber auch eins, das auf den ersten Blick eher nicht viel Spannung verspricht.

So befand auch der Referent, Professor Dr. Thomas Ritz, Dekan des Fachbereichs Elektrotechnik und Informationstechnik der FH Aachen: „Ich finde es mutig und vorbildlich, dass eine Verwaltung ein solches Vortragsthema für einen Neujahrsempfang wählt.“ Als Fazit kann man getrost sagen: „Experiment“ gelungen!

„Ein Streitthema“

Und das lag am Referenten, der den rund 400 Gästen im Rathaus dieses Thema anschaulich und sehr kurzweilig näherbrachte. Sein Ziel dabei: den Menschen die Angst vor der Digitalisierung nehmen. „Digitalisierung ist ein Streitthema“, stellt er gleich zu Beginn klar und fuhr direkt fort: „Aber wir kommen nicht daran vorbei.“ Also gelte es, sich des Themas anzunehmen und die Digitalisierung aktiv mitzugestalten. Sämtliche Bevölkerungsgruppen werden nach Ritz‘ Meinung dafür gebraucht.

Der Referent appellierte für eine eigene europäische Digitalisierungsstrategie. Im Gegensatz zu Amerika gebe es in Europa nämlich Kultur und das biete eine große Chance, die man ergreifen müsse. Gerade in Deutschland und in der Region Aachen sei man diesbezüglich bereits gut aufgestellt.

Ein Grund, warum viele Menschen der zunehmenden Digitalisierung skeptisch gegenüberstehen, sei das Thema Transparenz. So könne man „in diesem Internet“ sehen, wie viele Menschen sich gerade in einem Supermarkt befinden. Der eine oder andere sehe das skeptisch. Es biete jedoch auch neue Möglichkeiten, stellte Professor Dr. Thomas Ritz immer wieder die Chancen heraus, die sich bieten. Das den Menschen zu vermitteln gehe nicht von heute auf morgen, schließlich sei die Angst vor Veränderung in den meisten Menschen verankert.

Mit Veränderungen müsse man jedoch leben. Am Ende gab der Referent seinen Zuhörern noch ein Fremdwort mit auf den Weg, das in den kommenden Jahren wichtig werde: Ambidextrie. Das beschreibt die Fähigkeit von Organisationen, gleichzeitig effizient und flexibel zu sein. Etwas, das sich bislang größtenteils ausgeschlossen habe.

Wie auch immer: Professor Dr. Thomas Ritz hat am Samstag die meisten der Gäste für das Thema Digitalisierung zumindest sensibilisiert.

„Wachsende Stadt“

Zuvor hatte Bürgermeister Rudi Bertram die rund 400 Gäste begrüßt. Er freute sich vor allem, dass „wir nicht mehr im Haushaltssicherungskonzept sind“ und blickte auf einige Projekte, die in der „wachsenden Stadt“ anstehen. Lobende Worte hatte er für die Ehrenamtler der Stadt parat. Natürlich für die jungen Menschen, die am Samstag im Rathaus ausgezeichnet wurden, aber auch zum Beispiel für die ehrenamtlichen Politiker in der Stadt. Mit emotionalen Worten erinnerte Bertram zudem an Paul Bonn: „Er hatte das Herz am rechten Fleck. Mach et joot, Paul.“

Eine Überraschung gab es dann auch noch: Klaus Wohnaut wurde nach vorne gebeten. Der bald ehemalige Gebietsdirektor der Sparkasse habe sich in den vergangenen fast 20 Jahren unter anderem sehr für die Fußball- sowie Kegel-Stadtmeisterschaft eingesetzt und auch den Tag der Fanfaren unterstützt. Wohnaut, der sichtlich überrascht war, erhielt die Verdienstmedaille der Stadt Eschweiler in Silber.

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