Dieter Etzold erinnert sich an bessere Zeiten „seines” SV Nothberg

Von: Tobias Röber
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Sein Stammplatz an der Seitenl
Sein Stammplatz an der Seitenlinie: Dieter Etzold ist wieder bei „seinem” SV Nothberg. Foto: Tobias Röber

Eschweiler. Dieter Etzold hat definitiv bessere Zeiten in Nothberg erlebt. Damals, als der SV in der Landesliga spielte und die Gegner nur ungerne nach Nothberg kamen - und das lag nicht nur am Ascheplatz.

Etzold kam als 19-Jähriger nach Nothberg und stand im Grunde seine ganze Karriere über dort zwischen den Pfosten. Hoch her ging es damals mitunter, vor allem wenn Lokalkämpfe mit der ESG in der Landesliga anstanden oder in der Bezirksliga Weisweiler, Lohn oder Dürwiß zu Besuch waren. Heute heißt die Realität Kreisliga B, Platz 14. Von damals sind die Stanketten am Spielfeldrand geblieben. Auch mit 58 Jahren ist Dieter Etzold noch fußballverrückt, wenngleich er auch viel gelassener geworden ist. Am Sonntag geht es im Derby gegen seinen ehemaligen Verein und Tabellenvierten Falke Bergrath.

Bis April 2011 trainierte Etzold Falke Bergrath. Für den Verein absolvierte er einst seine ersten Seniorenspiele, als er als A-Jugendlicher für die 1. Mannschaft reklamiert wurde. Das Ende seiner Trainertätigkeit verlief nicht gerade so, wie man es sich als Trainer wünscht. Mehr will er dazu auch nicht sagen. Etwas besonderes sei die Partie am Sonntag deswegen nicht.

Eine andere Sache brachte Etzold bei der Heimniederlage gegen Vichttal 2 auf die Palme. Kurz vor Anpfiff meldete sich der Schiedsrichter, der aus Düren unterwegs war und im Zug festsaß. Ein Ersatzschiedsrichter war auf die Schnelle nicht aufzutreiben. Also rief der SVN beim Fußballkreis Aachen an, um nach dem weiteren Vorgehen zu fragen. Die Antwort: Der Vertreter eines Vereins müsse das Spiel leiten. Werde niemand gefunden, sei das Spiel für beide Seiten verloren. Dieter Etzold schüttelt darüber auch zehn Tage später noch mit dem Kopf. Er selbst musste das Spiel seiner eigenen Mannschaft pfeifen, weil sich sonst niemand fand. „Das kann doch nicht sein”, schimpft er und hofft, dass sich die Vereine gegen eine solche Regel auflehnen.

Sonntag steht Dieter Etzold, der im Februar aus alter Verbundenheit als Trainer in Nothberg begonnen hat, wieder an der Seitenlinie. Seit Beginn der Vorbereitung hat er kein einziges Spiel mit dem kompletten Kader bestreiten können. Das wird sich am Sonntag nicht ändern. Zwei Spieler sind wieder mit dabei, zwei andere fehlen dafür. Das ist auch so eine Sache, die sich im Lauf der Jahre verändert hat. Die Arbeitszeiten sind anders. Die Einstellung mitunter auch. Ein Grund, warum ein Trainer geduldiger sein muss.

Auch die Lokalkämpfe sind nicht mehr das, was sie mal waren. „Teilweise ist das ja auch ganz gut”, sagt Etzold und schmunzelt. Damals, als man den Gegner noch beinah ungestraft von hinten umgrätschen durfte und als der Vorstopper hinter dem Stürmer herlief. Und zwar überall hin. Zumindest nach Aussage des Trainers, tickten die Uhren bei Lokalduellen anders. Klar seien es besondere Spiele, sagt Etzold. Aber es gehe dennoch nur um drei Punkte. Das riecht schon fast nach drei Euro fürs Phrasenschwein. Für Nothberg ist das Spiel wichtig, um den Anschluss an Platz 8 nicht zu verlieren, der den Klassenerhalt bedeutet.
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