Dieser Treff gibt seit 25 Jahren Halt

Von: sh
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Kind und Beruf lassen sich selten miteinander vereinbaren: Seit 25 Jahren kümmert sich der SkF um Alleinerziehende in Eschweiler. Foto: ddp

Eschweiler. Der Anker steht seit nunmehr 25 Jahren als Symbol für das Engagement des Sozialdienstes katholischer Frauen (SkF) in der Arbeit mit Alleinerziehenden. Er verdeutlicht all das, was die Gruppe seit zweieinhalb Jahrzehnten antreibt: Menschen, die Hilfe brauchen, werden nicht allein gelassen.

Ein Anker bietet Halt, in stürmischen wie in ruhigen Zeit. „Ein freundlicher Spender ließ für uns einen Anker aus Messing fertigen und befestigte ihn auf einen kleinen Holzsockel”, erinnert sich die langjährige SkF-Vorsitzende Annemarie Breuer.

Bis heute ist das robuste Symbol bei jedem Gruppennachmittag dabei und erlebte so in den zurückliegenden 25 Jahren Sorgen und Nöte, Traurigkeit und Tränen - aber auch immer wieder Ausgeglichenheit und Freude.

Aufwendiger Start

Ein Blick zurück: Nach aufwändigen Vorbereitungen fand am 3. Oktober 1983 das erste Treffen der Alleinerziehenden-Gruppe mit Kinderbetreuung statt. Zwölf Mütter und 15 Kinder nahmen daran teil. Durch Vermittlung des damaligen Dechants Lothar Rinckens bekamen die Frauen die Möglichkeit, sich jeden zweiten Samstag im Monat im Konferenzraum des St.-Antonius-Hospitals zu treffen. Der Samstagstermin für die erste Gruppe ist dabei bis heute geblieben.

Aufgrund der großen Nachfrage gründete sich bereits fünf Jahre später, im Juli 1980, eine zweite Gruppe, die seitdem jeden vierten Samstag im Monat zusammenkommt. Im März 1993 zog der SkF in die Reuleauxstraße um -Êund mit ihm die Alleinerziehenden-Treffs. Seit Januar 2003 liegt die neue Heimat nun an der Peilsgasse. Die jahrelange Kinderbetreuung musste zum Bedauern aller aufgrund finanzieller Einschnitte im Jahr 2005 aufgegeben werden. Trotzdem gab es weiterhin Wanderungen, Ausflüge und gemeinsames Weihnachts- und Osterbasteln.

„Die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen des SkF in Eschweiler trugen in all den Jahren durch persönliche Ansprache und Ermutigung sowie umfassendes fachliches Wissen engagiert dazu bei, dass Alleinerziehende sich nicht allein fühlen, sondern beim SkF - und in der Kirche - beheimatet fühlen können”, bedankt sich Petra Winkelmann, Referentin der SkF-Bundeszentrale, anlässlich des Jubiläums.

Dass die Arbeit, gerade auch als Kinderbetreuerin, nicht immer ganz leicht war, kann Anke Deussen nur bestätigen: „Einen Sack Flöhe hüten ist manchmal leichter als Kinderbetreuung in den Alleinerziehenden-Gruppen.” Die Kinder waren nicht immer ganz „pflegeleicht” und kamen aus teilweise schwierigen familiären Situationen. Trotzdem, so Deussen, habe es immer viel Freude gemacht.
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