Köln/Eschweiler - Diese Aktion ist fast so alt wie DSDS

Diese Aktion ist fast so alt wie DSDS

Von: jlm
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Anlässlich des Projektes „Klasse! Wir singen“ fuhren die fünften Klassen der Bischöflichen Liebfrauenschule in die Lanxess-Arena Kölns, um dort mit anderen Kindern der ersten bis siebten Klassen ein großes Liederfest zu feiern. Foto: Julia Meuser

Köln/Eschweiler. Einmal im Leben in der Kölner Lanxess-Arena im Mittelpunkt des Geschehens auf der großen Bühne stehen – den Traum erfüllten sich Kinder der ersten bis siebten Jahrgangsstufen zahlreicher Schulen Nordrhein-Westfalens. Sie alle nahmen an dem Projekt „Klasse! Wir singen!“ teil und fieberten nun nach sechs Wochen intensiver Vorbereitung, ihrer großen Stunde entgegen.

Die Arena füllte sich, bis schließlich Gerd-Peter Münden, Initiator und Braunschweiger Domkantor, die Bühne betrat und die große gemeinsame Liedfeier eröffnete. Eine Band begleitete die Mädchen und Jungen und die Lichttechnik tat den Rest für eine professionelle Konzertatmosphäre.

„Es ist euer Konzert. Ihr seid die Künstler“, rief der Moderator in sein Mikrofon und stieg mit ihnen ein in das erste Lied: „Klasse, wir singen, Singen steckt an, Singen macht Spaß, weil jeder es kann. Singt man zusammen, ist das der Hit! Klasse, wir singen, komm sing doch mit“. Ihr Ziel, so Gerd-Peter Münden, sei es, die Arena zum Kochen zu bringen.

Traditionell und modern

Und mitten unter ihnen in der größten Arena Deutschlands: 127 begeisterte Schüler der fünften Jahrgangsstufe der Bischöflichen Liebfrauenschule Eschweiler. Ralf Repohl, Musik- und Geschichtslehrer, hatte seine Sprösslinge kurzerhand angemeldet und gemeinsam mit seinem Kollegen Professor Michael Hoppe sechs Wochen lang die vorgegebenen Lieder des Liederkanons geübt, bestehend aus Spaßliedern, Volksliedern, traditionellen und modernen, englisch- und auch deutschsprachigen Liedern, aber auch – extra für die Liedfeier im Rheinland ins Repertoire aufgenommen – Titel in kölscher Mundart.

Die fünf fünften Klassen der Bischöflichen Liebfrauenschule traten dann als ein gemeinsamer großer Chor auf. Gemeinsam sang man Lieder wie „Bist du fröhlich, dann mach mit und sing mit uns“, „Die Reise der Sonne“, „Kein schöner Land“, „Nach dieser Erde wäre da keine“, „I like the Flowers“, „Morning has broken“, aber auch „Viva Colonia“ von den Höhnern und „Unser Stammbaum“ von den Bläck Fööss. „Solch ein Konzert wie heute ist prägend für ein Kind“, sagte der Moderator.

Und auch den Lehrern wird dieser Morgen sicher noch lange in Erinnerung bleiben. Nach den großen Erfolgen in Niedersachsen (2011, 135.000 Teilnehmer), Berlin (2012, 17.000 Teilnehmer) und Westfalen (2013, 50.000 Teilnehmer) wird diese Veranstaltung in diesem Jahr das erste Mal bundesländerübergreifend durchgeführt.

Start in Braunschweig

Gestartet sei das Projekt, das von dem Verein Deutsche Sprache sowie Sponsoren unterstützt wird, mit 28.000 Teilnehmern im Jahr 2007 in Braunschweig. Diese Aktion sei also ungefähr genauso alt wie DSDS, erzählte Gerd-Peter Münden. Jugendliche würden singen lieben, bei solchen Serien würden jedoch so viele Menschen gar nicht sehen, was ein Mensch wirklich kann. Vielmehr komme es darauf an, zu verfolgen, wie schlecht jemand sei und wer als nächstes rausfliege.

Die Gesellschaft brauche aber solche Projekte, die verbinden würden und wo alle mitmachen könnten. Ziel sei es, das Singen zu fördern und wieder neu in der Gesellschaft zu beheimaten, denn nur noch die wenigsten Kinder würden heutzutage einen Chor besuchen und singen.

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