Die „Wunderkiste“ am Talbahnhof ist wieder da

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Wieder am Platz: die „Wunderkiste“. Hoffentlich bleibt sie nun von Vandalen verschont.

Eschweiler. Die Wunderkiste ist wieder da: Frisch repariert und mit neuem Riegel ausgestattet wartet die frühlingsgrüne Wunderkiste wieder auf nette Zeitgenossen mit Geber- und Nehmerqualitäten. Das wurde auch höchste Zeit, denn viele Eschweiler Bürgerinnen und Bürger hatten sie in den vergangenen Wochen schon schmerzlich vermisst und fragten bei der Abfallberatung nach dem Verbleib.

Die Wartezeit ist nun vorbei. Sprich: Wer jetzt beim Frühjahrsputz „Schätzchen“ in seiner Wohnung entdeckt, die im eigenen Haushalt nicht mehr gebraucht werden, sollte sich damit auf den Weg machen und der „Wunderkiste“ am Raiffeisen-Platz vor dem Talbahnhof einen Besuch abstatten.

Dort bietet die mit Regalen und einer Kleiderstange ausgestattete wetterfeste Hütte gut erhaltenen Dingen wieder eine vorübergehende Bleibe, wo sie gesucht und gefunden werden und bei einem neuen Besitzer wieder zum Einsatz kommen können. Erneut sind ebenfalls alle Neugierigen eingeladen, dort ein „blaues“ oder „grünes“ Wunder zu erleben und je nach Bedarf einen Schatz zu heben.

Auch ökologisch wertvoll

Es gibt nur ein paar einfache, aber unerlässliche Spielregeln für die Nutzung, damit das Geben und Nehmen auch klappt: Der Zustand der zum Verschenken bereitgestellten Teile sollte so sein, dass man/frau sie auch den besten Freunden oder Verwandten anbieten würde: sauber, gebrauchstüchtig und technisch einwandfrei. Zum Beispiel Tassen und Teller ohne Macken, heiles Spielzeug und saubere Jacken, Bücher und CDs finden schnell neue, glückliche Besitzer.

Jeder (Be)-Sucher sollte sich im Gegenzug ebenfalls respektvoll verhalten und wenn möglich mit ein paar Handgriffen immer wieder Ordnung schaffen.

Auf der anderen Seite sind unbrauchbare oder defekte Dinge, Sperrgut, schimmelige Bücher oder schmutzige, zerrissene Kleidung sowie Tüten oder Kartons, die zum Transport gebraucht wurden, eindeutig Abfall und haben in der Wunderkiste nichts zu suchen.

Die „Wunderkiste“ ist für alle Eschweiler Bürger da. Es geht darum, gebrauchte Dinge länger zu nutzen und damit weniger Energie und Rohstoffe für neue Dinge in Anspruch zu nehmen. Alle, die Wunderkiste nutzen, tragen so zur Entlastung der Umwelt bei. Leider wurde die Kiste in der Vergangenheit Opfer von rabiater Gewalt: die Fenster in den Türen wurden mehrfach zerstört.

„Deshalb hat die ,Wunderkiste‘ an diesem Standort jetzt ihre letzte Bewährungsfrist: Falls wieder ungehaltene Besucher an ihr das ,Mütchen kühlen‘, muss ein neuer Standort gefunden werden“, bedauert Regina Brück, Leiterin der AWA-Abfallberatung, die die Aufstellung dieser Kiste initiiert und umgesetzt hatte.

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