Die Welt ist kunterbunt, auch im Haus St. Josef

Von: kaba
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Nach dem Parcours mussten die Jugendlichen „Zitronen“ (Softbälle) in einen Eimer auspressen. Foto: Katja Bach
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Eschweiler. Es war ein buntes Treiben mit jeder Menge Spaß und guter Laune: Im Haus St. Josef herrschte beim Sommerfest viel Bewegung. Auf dem weitläufigen Gelände hatten die Kinder und Jugendlichen viele Stände aufgebaut, um ihre Gäste zu unterhalten und zu beeindrucken.

Getreu dem Motto „Unser Herz schlägt bunt – die Welt zu Hause im Haus St. Josef“ gab es vieles zu entdecken. So stellte ein Haus eine Weltkarte auf, auf der jeder mit einer kleinen Fahne markieren konnte, woher er stammt oder wo Freunde und Familie wohnen. An anderer Stelle konnte man internationale Gerichte kennen lernen wie Couscous. Und natürlich durften auch die Cocktails des Hauses „Sturmmöve“ an diesem Tag nicht fehlen. Die Eschweiler Band „Lost and found“ sorgte für Musik. Für die Jüngsten wurde von Kinderschminken über Hüpfburg bis zu „Kart Rennen“ und Streetsoccer einiges geboten.

Den Titel für das Sommerfest überlegte sich das Kinder und Jugendparlament der Einrichtung, kurz Kjupa. Ihm gehören die Gruppensprecher an, die sich alle zwei Wochen treffen und viele verschiedene Themen besprechen. Und zu diesen Themen gehörte in den vergangenen Wochen auch das anstehende Sommerfest und dessen Titel. Das Motto haben die Kjupa-Mitglieder ausgewählt, weil im Haus St. Josef viele verschiedene Kinder und Jugendliche zusammentreffen und alle gemeinsam dem Leben im Haus unterschiedliche Farbtöne hinzufügen. Natürlich hat das auch damit zu tun, dass einige Kinder aus anderen Ländern kommen, eine andere Sprache sprechen und eine andere Kultur mitbringen.

Seit einiger Zeit gibt es in der Einrichtung auch unbegleitete Flüchtlingskinder. Diesen Kindern kam ein besonderer Programmpunkt des Sommerfestes zugute: Reinhard Gawlak und Rolf Thesing, Mitglieder des Sozialfonds des Rotary-Clubs Aachen-Land, waren davon so angetan, dass sie diese Arbeit gerne unterstützen wollten. „Natürlich erhalten diese Kinder und Jugendlichen bereits Hilfen, aber wir wollen diese Hilfe ergänzen und einen guten Start ermöglichen“, erklärt Gawlak. Damit meint er, dass die Betroffenen auch die Möglichkeit bekommen, sich ein Fahrrad zu kaufen oder einen Fußballverein zu besuchen, was vom Grundbedarf nicht abgedeckt ist. „Man kann nicht alles über Geld lösen, aber solche Dinge schon“, weiß Rolf Thesing. Doch der Club möchte nicht einfach nur spenden. Der Rotary-Club ging am Samstag eine Vereinbarung mit dem Haus St. Josef ein. „Wir werden dieses Haus fünf Jahre lang jährlich mit 2500 Euro unterstützen“, erklärt Reinhard Gawlak. Mit diesem Geld können rund zehn Kindern all diese Dinge ermöglicht werden, die über den Grundbedarf hinausgehen und doch so wichtig sind.

Einrichtungsleiter Wolfgang Gerhards ist erfreut. „Derzeit leben acht unbegleitete Flüchtlingskinder und Jugendliche bei uns“, berichtet er und weiß, dass es wichtig ist, diese zu unterstützen. Denn er und Fachbereichsleiter Christoph Lippert betonen, dass aus diesen Kindern und Jugendlichen großartige Persönlichkeiten werden können. „Wir haben bereits großartige Karrieren erlebt“, erinnert sich Gerhards.

Beeindruckend sei auch der Integrationswille. „Diese Kinder nehmen alles dankbar an und nutzen mit Leidenschaft ihre Chancen“, erklärt Lippert. Und alleine deshalb lohne sich die Arbeit sowie deren finanzielle Unterstützung. „Es ist toll zu sehen, dass junge Menschen begeistert sind, wenn sie einfach nur zur Schule gehen dürfen“, findet auch Reinhard Gawlak und deshalb unterschrieb er mit Überzeugung die Vereinbarung. Einzige Bedingung: Am Ende jedes Jahres erhält der Rotary-Club eine Abrechnung, wofür das Geld gebraucht wurde.

Auch die Grundschule Bohl brachte eine Überraschung mit. Die Kinder hatten einen Sponsorenlauf veranstaltet, dessen Erlös sie nun überreichten.

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