Die weite Welt der Bücher gemeinsam erleben

Von: kaba
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Eschweiler. Soziale Verantwortung übernommen haben sieben Schülerinnen und Schüler des Städtischen Gymnasiums als Lesepaten einiger Grundschüler der Don-Bosco-Schule in Kooperation mit der Stadtbücherei Eschweiler. Jetzt erhielten sie für ihr Engagement den Kompetenznachweis Kultur.

Dieser Nachweis ist ein Bildungspass, der europaweit anerkannt wird und die Stärken der jungen Erwachsenen in den Mittelpunkt stellt. Sei es ein hohes Verantwortungsbewusstsein, die Fähigkeit zur Teamarbeit, Kreativität und Ideenreichtum oder eine gute Organisationsgabe. Der Kompetenznachweis soll unterstützen, Stärken zu erkennen und diese weiter auszubilden.

In Eschweiler konnten Jugendliche diesen Nachweis mit der Tätigkeit als Lesementor bereits zum fünften Mal erwerben. Michaele Schmülling-Kosel, die die Nachweise am Wochenende in der Bücherei verlieh, ist begeistert: „Es ist immer wieder toll zu sehen, wie die Jugendlichen an dieser Aufgabe wachsen, wie sie zu Vorbildern für die Kleinen werden und wie sie Selbstbewusstsein gewinnen.“

Während der Zeit des Projektes lernten die Jugendlichen in Workshops und Seminaren, wie sie die Zeit mit den Kindern gestalten können, und einmal in der Woche trafen sie sich dann in kleinen Gruppen in der Bücherei oder dem Rathaus, um gemeinsam die Welt der Bücher zu entdecken. Ob beim Vorlesen oder bei Lese- und Bewegungsspielen, die Großen und die Kleinen hatten eine Menge Spaß und haben viel gelernt.

„Ich fand es toll, wie schnell wir eine Beziehung zu den Kindern aufbauen konnten und wie offen sie uns gegenüber waren“, erklärte Laura Schubert und Angelika Mergel stimmte ihr zu.

Auch Hannah Timons und Seher Dinc fanden es toll, das Vertrauen der Kinder zu spüren, und berichteten, dass der Abschied am Ende des Projekts allen schwer gefallen sei. „Wir hatten so viel Spaß und es war komisch zu wissen, dass wir uns erstmal nicht wiedersehen werden“, erinnerten sich die Mädchen. Das findet auch Schmülling-Kosel schade, denn „eigentlich müsste man die Stunden auch nach der Projektzeit weiter ermöglichen.“

Doch auch wenn das nicht möglich ist, nehmen die Kinder und Jugendlichen viel von dieser Zeit mit. Bennet Blees, Niklas Hildebrandt und Punet Singh berichteten, dass sie nun einen Einblick in die Arbeit mit Kindern hätten und dass sie sowohl die positiven als auch die anstrengenden Momente mit den Mädchen und Jungen zu schätzen wüssten.

„Ich habe es mir anstrengender vorgestellt“, gab Singh zu, und Hildebrandt bestätigte, dass er nun wisse, wie man mit Kindern umgehe. Dabei sind Bennet Blees und die anderen Jungs nicht abgeneigt, auch später einen sozialen Beruf zu ergreifen. Ebenso ist es bei den Mädchen, und das ist etwas, das auch Lehrer Gottfried Hargasser toll findet: „Es ist großartig, wenn beide Seiten von dieser Erfahrung profitieren. Wenn die Großen einen Einblick ins soziale Leben und die Kinder einen Einblick in die Welt der Bücher erhalten.“ Und so war es sowohl für die Gymnasiasten als auch für die Kinder der Don-Bosco-Grundschule eine bereichernde Zeit.

Am Wochenende präsentierten die sieben Jugendlichen dann ihren Eltern, Lehrern und Interessierten, was sie mit den Kindern erlebt hatten. Nach der Begrüßung und der Zertifikatsverleihung durch Michaele Schmülling-Kosel demonstrierten die Jungen und Mädchen, wie eine Stunde im Lesementoring ablief, und luden die Anwesenden ein, sich wie die Sechsjährigen auf die vorbereiteten Spiele und Geschichten einzulassen.

Im Anschluss zeigten sie einen Film mit Bildern von ihrer Arbeit und berichteten vom Abschlussevent, der Spuk-Lesenacht, bei der alle Beteiligten viel Spaß hatten. Die Organisation lag bei allen Treffen in den Händen der 14- bis 15-Jährigen, und auch das Programm am Tag der Verleihung hatten sie selbst gestaltet. So hatte Laura Schubert ihre Freundin Cornelia Breckheimer gebeten, das Programm musikalisch zu unterstützen, was die 13-jährige Violinistin gerne tat. Die Eltern waren stolz. „Wir sind begeistert und überrascht, dass der Fokus auf die Stärken der Jugendlichen gelegt wird“, erklärten Sascha und Heike Timons und freuten sich wie viele andere darüber, dass ihre Kinder am Lesementoring und dem Programm zum Kompetenznachweis Kultur so viel Freude hatten.

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