Eschweiler - Die Volkshochschule bietet wieder Bildungsurlaube an

Die Volkshochschule bietet wieder Bildungsurlaube an

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Eschweiler. Wie seit 2015 in jedem Semester hat die Volkshochschule Eschweiler auch im Herbst wieder drei „Bildungsurlaube“ im Programm.

In meist kleiner Lerngruppe wird das jeweilige Thema intensiv erarbeitet. Doch was ist ein Bildungsurlaub? „Die Bundesrepublik Deutschland hat sich 1974 in einem Übereinkommen mit der Internationalen Arbeitsorganisation völkerrechtlich verpflichtet, einen bezahlten Bildungsurlaub zum Zwecke der Berufsbildung, der allgemeinen und politischen Bildung sowie der gewerkschaftlichen Bildung einzuführen“, erläutert VHS-Leiterin Silvia Hannemann.

In NRW hat jeder Angestellte seit 1984 ein jährliches Recht auf fünf Tage Bildungsurlaub, die sogenannte Arbeitnehmerweiterbildung. Während die Mehrheit der Beschäftigten den Erholungsurlaub, der ihnen zusteht, genießt, nehmen nur circa zwei bis fünf Prozent der Angestellten den gesetzlich garantierten Bildungsurlaub in Anspruch.

Hunderte Angebote

Dieser Anspruch entsteht nach einer Beschäftigungszeit von sechs Monaten und ist von einer Betriebsgröße von mindestens zehn Beschäftigten abhängig. Für die Zeit des Bildungsurlaubs hat der Arbeitgeber die Arbeitsvergütung fortzuzahlen. Wie der Urlaub beantragt wird, ist unter anderem der Internetseite www.bildungsurlaub.de zu entnehmen, wo zugleich Hunderte Angebote aufgelistet sind. Die Veranstaltungen der VHS Eschweiler sind hier ebenfalls zu finden, was Menschen aus der ganzen Republik nach Eschweiler lockt.

Wichtig: Man sollte dem Arbeitgeber den Anspruch rechtzeitig (mindestens sechs Wochen vor einer Veranstaltung) mitteilen. Die dafür benötigen Antragsformulare werden von vielen Bildungseinrichtungen – so auch der VHS Eschweiler – zur Verfügung gestellt.

„Leider nutzen viele Arbeitgeber – obwohl ihnen die Bereitschaft zur persönlichen Weiterbildung ihrer Mitarbeiter am Herzen liegen sollte – jede Möglichkeit, eindeutige Ansprüche mit formalen Einwänden zu verhindern“, berichtet der stellvertretende VHS-Leiter Andreas Balsliemke: „Das gilt leider besonders für Gesundheitsthemen, bei denen der berufliche Bezug in Frage gestellt wird.“

Die VHS Eschweiler bietet dennoch beinahe in jedem Semester eine Arbeitnehmerweiterbildung im Bereich der Gesundheitsbildung mit Berufsbezug an.

„Schließlich sind der richtige Umgang mit Stress zur Vermeidung unter anderem eines Burn-outs und Entspannungsverfahren ein ausgesprochen berufliches Thema“, erläutert Balsliemke weiter: „In diesem Semester begeben wir uns außerdem auf ein neues Themengebiet: Vom 28. August bis zum 1. September geht es um das Thema „Gesund älter werden im Beruf“: Ziel dieses Bildungsurlaubs ist, sich mit „lebensphasengerechtem Arbeiten“ auseinanderzusetzen.

Um das 50. Lebensjahr herum entsteht ein Bewusstsein des Alterns. Prioritäten verschieben sich. Ziele und Schwerpunkte werden neu gesetzt. Es setzt eine Beschäftigung mit sich selbst voraus, Ressourcen und Spielräume zu reflektieren und mit äußeren Anforderungen reibungsarm in Einklang zu bringen.

Der Bildungsurlaub gibt Zeit zur Reflexion zu Themen wie „Umgang mit Zeit“, „Stellenwert von Ruhe und Schlaf“, „Pausen zur rechten Zeit“, „Einstellungen, Glaubenssätze und Sichtweisen“ und vermittelt Entspannungsmethoden und Bewegungsweisen als Gegenpol zu physischen und psychischen Erschöpfungszuständen: Achtsamkeit, Atemübungen, Qigong, Selbstmassagen, dynamisches Sitzen und Stehen sind Beispiele der Methoden.

„Office 2013“

„Wer bei diesem Bildungsurlaub Lernen und Erholung verbinden will, sollte sich schnell anmelden und das Antragsverfahren anstoßen“, drängt Balsliemke. Der Antrag sollte schließlich spätestens sechs Wochen vor Beginn gestellt worden sein.

Weitere Arbeitnehmerweiterbildungen sind in Eschweiler in den Herbstferien zu den Themen „Yoga – entspannt und konzentriert im Berufsalltag“ sowie „Office 2013 im modernen Büroalltag Grundlagen“. Auch beim Thema „Office 2013“ ist ein wenig Eile geboten. Der Bildungsurlaub war im vergangenen Semester schnell ausgebucht. Beratung: Telefon 02403/7027-0.

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