Die VHS braucht deutlich mehr Geld

Von: mic
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Das VHS-Haus an der Kaiserstraße. Die Gebäudekosten für das Domizil der Volkshochschule betragen laut Hans-Werner Schmidt inklusive Abschreibungen jährlich rund 55.000 Euro. Foto: Michael Cremer

Eschweiler. Der Kulturausschuss hat am Mittwoch einstimmig einer neuen Entgeltordnung der Volkshochschule (VHS) zugestimmt. Sie tritt mit dem 1. Januar 2011 in Kraft und sieht unter anderem eine „sanfte” Erhöhung der Kursgebühren vor.

Diese Mehreinnahmen werden nach Schätzung von VHS-Leiter Hans-Werner Schmidt „wahrscheinlich höchstens 10.000 Euro pro Jahr” betragen und eine Erhöhung des städtischen Zuschusses nicht verhindern können.

Die bis Ende 2010 gültige Entgeltordnung stammt aus dem Jahr 2001 und sieht „mindestens 1,60 Euro pro Unterrichtsstunde” vor. Tatsächlich aber sind jetzt schon 1,90 bis 2,30 Euro die Regel. Dazu kommen die Anmeldegebühren und bestimmte Umlagen.

Nach der neuen Entgeltordnung zahlen die Teilnehmer unter anderem künftig mindestens 2 Euro pro Unterrichtsstunde und 5 Euro (statt bisher 4) für die Anmeldung. In der Regel steigen so die „normalen Unterrichtsentgelte für normale Kurse” der VHS um rund 2 Euro pro Teilnehmer, Kurs und Semester. Schmidt führte als Beispiel „Spanisch für Anfänger” an. Dieser Sprachkursus kostet bei zehn Unterrichtsabenden aktuell 46 Euro und künftig 48.

Die neue Entgeltordnung regelt erstmals auch klar die Höhe der Zuzahlung, die anfällt, wenn die Mindestteilnehmerzahl (in der Regel zehn Personen) nicht erreicht wird, der Kurs aber in Absprache mit den Teilnehmern trotzdem stattfindet. Diese beträgt bei neun Teilnehmern mindestens 50 Cent pro Unterrichtsstunde und erhöht sich entsprechend bis auf mindestens 3 Euro, wenn nur vier Teilnehmer den Kursus bestreiten.

Deutlich wurde am Mittwoch aber auch, dass höhere Teilnehmerentgelte den gestiegenen Zuschussbedarf der VHS nicht auffangen können. Zur aktuellen Finanzsituation der VHS hatte Schmidt dem Ausschuss eine detailierte Aufstellung vorgelegt. Und in dieser ist klar gesagt: „Die VHS wird im Jahr 2010 voraussichtlich einen kommunalen Zuschuss von etwa 260.000 Euro benötigen.”

Dies ist deutlich mehr als in der Zielvereinbarung vorgesehen, die im Jahr 2004 zwischen der VHS und dem Bürgermeister - Rudi Bertram verfolgte die Sitzung als Gast - getroffen wurde. Die Vereinbarung begrenzte den städtischen Zuschuss für die VHS auf 200000 Euro pro Jahr.

„Ich muss Ihnen berichten, dass ich nicht hinkomme”, stellte Schmidt klar. Als einen Grund führte der VHS-Leiter schrumpfende Landeszuschüsse an, die in den vergangenen zehn Jahren um mehr als 52.000 Euro (rund 30 Prozent) gesunken seien.
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