Die Vergangenheit erhalten: Willi Braunleder reproduziert Wappen

Von: Sonja Essers
Letzte Aktualisierung:
11172359.jpg
Rund 120 Stunden Arbeit hat Willi Braunleder in das bronzefarbene Wappen gesteckt. Foto: Sonja Essers

Eschweiler-Röhe. Sein Haus beschreibt Willi Braunleder als „Museum“. Nicht nur eine Pfeife aus dem Jahr 1898 ist in dem gemütlichen Holzhaus zu sehen. Auch bunte Gemälde von vietnamesischen Freunden haben im Wohnzimmer ihren Platz gefunden. „An jedem Gegenstand hängen bestimmte Erinnerungen“, macht der Rentner deutlich.

Eine ganz besondere Bedeutung haben für ihn jedoch seine bronzenen Wappen. Nicht nur eine Platte der Jungen-Spiele Würselen, sondern auch das Schöffensiegel der Stadt Eschweiler befinden sich in seinem Besitz. Wie er an diese Gegenstände gekommen ist? Ganz einfach: Braunleder hat die Modelle dafür selbst gebaut und diese dann in einer Aachener Gießerei fertig stellen lassen. Seine neuste Umsetzung: das Vereinsabzeichen des ehemaligen Reitervereins Röhe. Diesen gibt es heute zwar nicht mehr, jedoch will Braunleder mit der Tafel an den einstigen Verein erinnern.

Entstanden ist diese auf eine besondere Weise. Bereits vor etlichen Jahren hatte sich Braunleder in den Kopf gesetzt, eine Platte mit dem Wappen des Vereins zu erstellen. Vergeblich suchte er nach einer Abbildung des Wappens. „Erst durch Zufall entdeckte ich es bei einer älteren Dame. Sie hatte eine Anstecknadel am Revers“, erinnert sich Braunleder. Der Rentner, der bereits seit 1975 seinem Hobby nachgeht, fotografierte die Anstecknadel und machte sich an die Arbeit nach ihrem Abbild ein Modell zu erschaffen.

Keine einfache Aufgabe. Schließlich investierte er darin rund 120 Stunden Arbeit. Aus einer Sperrholzplatte fertigte er das Modell, arbeite den Pferdekopf mit einem Steckeisen heraus. „Es muss schon zu erkennen sein, dass das ein Pferdekopf und nicht eine moderne künstlerische Version davon ist“, sagt er. Auch ein Hufeisen mit einem angedeuteten Hufnagel durfte nicht fehlen. Zu guter Letzt versah er das Modell noch mit seinen Initialen.

Und warum investiert Braunleder so viele Stunden in ein solches Projekt? „Ich will nicht, dass es verloren geht. Auf diese Weise kann man die Vergangenheit festhalten“, ist er sich sicher. Sein Wunsch: „Vielleicht möchte ja jemand die Werke in einer Vitrine ausstellen.“ Welches Projekt der Hobby-Künstler als nächstes angeht, weiß er allerdings noch nicht.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert