Eschweiler - Die Trockenheit fordert erste Opfer

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Die Trockenheit fordert erste Opfer

Von: Nicola Gottfroh
Letzte Aktualisierung:
Bachforellen wie diese benöti
Bachforellen wie diese benötigen zum Leben sauerstoffreiches Wasser. Die Bachforellen im Omer- und Riffersbach wurde das zum Verhängnis. Zahlreiche Tiere verendeten aufgrund des Sauerstoffmangels in den Gewässern, der mit der lang anhaltenden Trockenheit in Verbindung stehen könnte. Foto: Imago

Eschweiler. Ein Fischsterben in den Eschweiler Bachläufen des Riffelsbachs und Omerbachs hat am Montag die Behörden auf den Plan gerufen. Rund ein Dutzend tote Fische waren auf den Grund des seichten Wassers gesunken.

Spaziergänger waren die ersten, die die Kadaver bemerkten und zunächst das Ordnungsamt und den Wasserverband einschalteten.

Woran die Tiere verendet sind, versuchte am Dienstag Gisela Heinen von der Unteren Wasserbehörde der Städteregion Aachen zu ermitteln. Beim Abschreiten eines gut 300 Meter langen Uferabschnitts des Riffelsbaches an der Eifelstraße stieß dann auch die Expertin selbst auf drei verendete Fische, einige davon schon seit längerer Zeit tot und bereits von anderen Fischen „angefressen”.

Erkenntnisse oder Anhaltspunkte hinsichtlich einer Wasserverschmutzung konnte die Expertin allerdings nicht ausmachen. Zwar habe das Wasser eine gewisse Trübung, die aber auf den starken Regen zurückzuführen sei. Die Expertin hatte eine andere Vermutung: „Die betroffen Tiere sind allesamt Bachforellen”, erklärte Heinen am Dienstag. Und da das Fischsterben nicht massiv sei und es sich bei den verendeten Tieren um nur eine Fischart handele, vermutete Heinen, dass der Tot der Fische mit der lang anhaltenden Trockenheit in Verbindung stehen könnte. Durch die Hitze sei in dem ohnehin kleinen Bachlauf das Wasser und damit auch der Sauerstoff für die Fische knapp geworden. Und gerade Bachforellen brauchen viel Sauerstoff.

Die intensiven Nachforschugen Heinens ließen nicht die Vermutung zu, dass schädliche Stoffe in den Bach eingeleitet worden sind. Die Entnahme einer Wasserprobe war deshalb auch nicht notwendig. Trotzdem bittet Heinen die Bevölkerung darum, stets die Augen offen zu halten. „Bei Anzeichen schädlicher Einleitungen in Gewässer oder bei ungewöhnlichen Beobachtungen, wie Fischsterben, sollten die Bürger die untere Wasserbehörde umgehend informieren”, betont sie. „Die Ursache für ein Fischsterben zu ermitteln wird schwieriger, je mehr Zeit vergeht”.
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