Die Sicherheit lässt das RWE sich einiges kosten

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Senkt erheblich das Unfallrisiko: Die Idee der Eschweiler Firma mbm, Förderbänder statt Radlader und Stapler beim Rückbau von Kühlturmeinbauten einzusetzen, wie hier in Fimmersdorf.

Köln/Eschweiler. And the winner is... das Unternehmen Brockmann GmbH Anlagenbau mit seinem 17-köpfigen Team. Die Dülmener holten den ersten Platz beim RWE-Arbeitsschutzpreis für Partnerfirmen. Der zweite Platz ging an die Eschweiler Firma mbm Industrie- Montage. Insgesamt hat RWE Preise im Wert von rund 10.000 Euro für die zehn besten Arbeitsschutzideen vergeben.

Heinrich Brockmann, Inhaber der Gewinnerfirma, entwickelte zusammen mit seiner Mannschaft und RWE-Mitarbeitern ein Einsatzkonzept für eine mobile Absturzsicherung bei Arbeiten in Bodenöffnungen und beengten Räumen, wie zum Beispiel an Gasleitungen und Fernwärmeverteilern. Dadurch kann die Sicherheit der Mitarbeiter weiter verbessert werden. Die neue Technik kommt bereits im Heizkraftwerk Bochum zum Einsatz. Derzeit wird die Verwendung auch für andere Standorte im Rheinischen Revier geprüft.

Mit der Idee, Förderbänder statt Radlader und Stapler beim Rückbau von Kühlturmeinbauten, wie beispielsweise den Verrieselungsanlagen, einzusetzen, holte das Montageunternehmen mbm aus Eschweiler den zweiten Platz. Durch die neue Methode wird das Unfallrisiko reduziert und der Arbeitsprozess vereinfacht, indem nun Einzelteile auf Bändern unkompliziert und zuverlässig an den Rand der Kühlturmtasse transportiert und dort in Entsorgungsbehälter gefüllt werden. Zum Einsatz kommt diese Vorgehensweise bisher im Kraftwerk Frimmersdorf und soll auch für andere Standorte im Rheinischen Revier geprüft werden.

Sicherer und effizienter

„Zusammen mit Kraftwerksmitarbeitern und unserem Team haben wir die Idee zum Einsatz der Rollförderbänder entwickelt. Damit haben wir die Rückbauarbeiten im Kühlturm sicherer und effizienter gemacht“, so Ioannis Mavroudis, Geschäftsführer von mbm Indus-trie Montage. Arbeitssicherheit ist eines der Topziele bei RWE: Erst im November hatte RWE Power den Deutschen Arbeitsschutzpreis für sein umfassendes Sicherheitsprogramm für Partnerfirmen gewonnen.

„Wir sind stolz darauf, dass wir durch ein gemeinsames Arbeitssicherheitskonzept zusammen mit unseren Partnerfirmen die Unfallzahlen senken. Zu den Maßnahmen gehört auch die Vergabe unseres eigenen Arbeitsschutzpreises an von uns beauftragte Unternehmen“, so Erwin Winkel, Personalvorstand der RWE Power. Eine Anstrengung, die sich messen lässt: Die LTIF-Quote – das ist die Zahl der Unfälle mit mehr als einem Tag Ausfallzeit pro einer Million geleisteter Arbeitsstunden – lag 2012 bei 2,6, 2013 fiel sie mit einem Wert von 2,2 noch geringer aus.

Damit ist die RWE-Quote, die seit 2005 jährlich um etwa 20 Prozent gesenkt werden konnte, deutlich unter dem Branchendurchschnitt. „Die innovativen Konzepte, die unsere Partnerfirmen entwickelt haben, zeigen, dass sich die Unternehmen intensiv mit den RWE-Arbeitsschutzregeln auseinander setzen. Wichtig ist uns, dass wir den Unternehmen dabei ermöglichen, ihre eigenen Ideen mit einzubringen“, so Harald Gröner, Leiter Arbeitsschutz bei RWE.

Zum RWE-Arbeitsschutzpreis: Mehr als 100 Unternehmen haben sich beim RWE-Arbeitsschutzpreis beteiligt und ihre Konzepte eingereicht. Die Preisträger wurden von einer unabhängigen Jury ausgezeichnet, darunter der renommierte Arbeitsschutzexperte Prof. Dr. Ralf Pieper der Universität Wuppertal sowie die Präventionsleiter der Berufsgenossenschaften Energie Textil Elektro Medienerzeugnisse, Georg Haug, und für Rohstoffe und chemische Industrie, Lambert Jülich.

Derzeit arbeiten rund 16.000 Dienstleister und Zulieferer mit ihren Mannschaft en für RWE. Bundesweit hat der Konzern im Jahr 2012 Aufträge im Wert von knapp fünf Milliarden Euro an diese Partnerfirmen vergeben.

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