Die Mischung ist entscheidend

Von: gük
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Eschweiler. Um es vorweg zu sagen: Unsere Vogelarten, die das ganze Jahr über in Mitteleuropa anwesend sind, würden auch das, was wir jetzt Winter nennen, überleben, ohne dass Menschen ihnen Futter bereitstellen, denn sie haben mehrere Eiszeiten von etlichen zehntausend Jahren überlebt.

Andererseits ist es natürlich durchaus spannend und interessant, Vögel mit Futter anzulocken und sie aus dem warmen Wohnzimmer oder aus der Küche heraus zu beobachten. So haben wir in diesem Winter an unserem Haus beobachten können: Buntspechte, zur Zeit kommt sogar regelmäßig der ganz seltenen Mittelspecht sich Futter holen, Heckenbraunelle, Rotkehlchen, Wacholderdrossel, Amsel, Kohl-, Blau-, Sumpf- und Schwanzmeisen, Kleiber, Goldammern, Buch- und Grünfinken, Gimpel, Haussperlinge, Eichelhäher und Elstern.

Vorsicht vor Katzen

Die erste Frage lautet: Wo soll man am Haus füttern? Sehr sinnvoll wegen der Sperber ist es, das Futterhaus in der Nähe von Hecken oder Gebüschen aufzustellen, damit die Kleinvögel bei drohender Gefahr schnell in Deckung gehen können. Außerdem sparen sie Energie, wenn ihnen lange Anflugwege zum Futterhaus erspart bleiben.

Das Futterhaus sollte auch so gebaut werden, dass sich nicht Katzen dort hineinsetzen können und auf anfliegende Vögel warten, um sie zu fangen. Außerdem sollte man nicht nur im Futterhaus Futter hinstreuen, sondern auch, sobald der Schneefall aufhört, unter Hecken und Gebüschen Schnee wegräumen und dort Vogelfutter hinstreuen.

Einige Vogelarten wie Buchfinken und Goldammern fliegen nicht gerne in Höhlen hinein, sondern suchen lieber Futter am Boden. Es ist überhaupt nicht dramatisch, wenn das Vogelfutter nass wird, denn das geschieht ja auch, wenn Vögel im Wald oder in Parks ihr Futter suchen. Allerdings sollte man bei mildem Wetter das Füttern stark reduzieren oder sogar ganz einstellen.

Die zweite Frage lautet: Was soll man füttern? Am besten ist es, wenn man sich in einer Zoohandlung das Vogelfutter selbst zusammenstellt: Sonnenblumenkerne für Meisen, Haferflocken für Rotkehlchen, Buchfinken, Grünfinken und Amseln, kleinsämiges Waldvogelfutter für Zaunkönige und Heckenbraunellen, Hanf- oder Weizenkörner für Finken und Goldammern. Alte oder faule Äpfel sollte man für Amseln und Wacholderdrosseln unter Gebüsche oder auf Rasen werfen.

Wann sollte man Vögel füttern? Einleuchtend ist, dass man nur im Winter füttern sollte. Bei milden Temperaturen sollte man nur ganz sparsam oder überhaupt nicht füttern. Bei geschlossener Schneedecke sollte man den Vögeln frühmorgens Futter anbieten, denn nach einer kalten Nacht sind die Reserven im Körper aufgebracht, und die Vögel müssen schnell Nahrung finden, um wieder Energie tanken zu können.
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