Eschweiler - Die Marie vom Bahnhofsklo hat viel zu berichten

Die Marie vom Bahnhofsklo hat viel zu berichten

Von: zsa
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D’r Knollebuhr starte beim karnevalistischen Nachmittag der „Ruu Wiever“ erfolgreich einen Angriff auf die Lachmuskeln des Publikums. Foto: Sandra Ziemons
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Ausgefallene Kostüme und ausgelassene Stimmung – die Showtanzgruppe „Op Zack“ der KG Prinzengilde hatte beim karnevalistischen Nachmittag der „Ruu Wiever“ beides mitgebracht.

Eschweiler. Mit einem ausgewogenen und unterhaltsamen Programm begeisterten die „Ruu Wiever“ vom Stadtverband der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (AsF) Eschweiler, am vergangenen Sonntag wieder ihr Publikum bei ihrem karnevalistischen Nachmittag.

Zum 13. Mal hatten die SPD-Frauen in die Aula der Realschule Patternhof geladen, die restlos gefüllt war. Durch die Veranstaltung führte nun bereits zum zweiten Mal das charmante Geschwisterpaar Claudia Moll und Marco Zimmermann.

Den Auftakt bereits vor dem offiziellen Beginn des Nachmittags machte das Jugendtrompeterkorps der Kaafsäck, das die Gäste der „Ruu Wiever“ in Stimmung brachte. Dann zogen die Damen der AsF in den Saal ein und ließen rote Rosen regnen. Nach der Begrüßung aller Gäste sprach Claudia Moll, Sitzungspräsidentin und stellvertretende AsF-Vorsitzende, bereits vorab ihren Dank an die zahlreichen Helfer, wie den Pfadfindern, aus, die erneut dazu beigetragen hatten, dass die Veranstaltung in dieser Form stattfinden konnte. Dann gaben die Jugendtrompeter der Kaafsäck noch einmal ordentlich Gas.

Als nächstes stieg Marion Sebbesse von der KG Narrengarde Dürwiß bei den „Ruu Wievern“ in de Bütt. Und als „Marie vom Bahnhofsklo in Köln“ hatte sie eine Menge witziger Anekdoten von ihren „Stammkunden“ mitgebracht. Außerdem wusste sie vom gemeinsamen Ausflug der Narrengarde und der Scharwache nach London zu berichten. Als Dank für den ersten erfolgreichen Angriff auf die Lachmuskeln erhielt Marion Sebbesse natürlich den Sessionsorden der „Ruu Wiever“. Und auch Bürgermeister Rudi Bertram, der Landtagsabgeordnete Stefan Kämmerling, die stellvertretende Bürgermeisterin Helen Weidenhaupt, die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Eschweiler Sigrid Harzheim, Stadtratsmitglied Peter Gartzen und die stellvertretende Städteregionsrätin Christiane Karl durften sich über einen Sessionsorden freuen.

Trotz einiger krankheitsbedingter Ausfälle wirbelten die Rüheter Mädcher (und ein Jong) der KG Onjekauchde Röhe wie eh und je über die Bühne und ernteten viel Beifall. Dann verkündete Claudia Moll „Bitte die Lachmuskeln anziehen“, denn D’r Kollebuhr durfte auch auf dieser Sitzung der Ruu Wiever wieder nicht fehlen. Von seinem eigenen Rückblick auf die sportlichen Ereignisse des letzten Jahres, über die Missverständnisse mit seiner Frau bis hin zur Geschichte, wie er eine 75-jährige Mutter eines Neugeborenen besuchen wollte und das Baby aufgrund mangelnden Schreiens nicht aufzufinden war, hatte das Büttenass einige Witze mit im Gepäck. Musikalisch wurde es dann wieder mit der Mundartband „Stapelsjeck“, die „aus Eschweiler nicht mehr wegzudenken ist“, wie Marco Zimmermann fand. Die Musiker fackelten nicht lange und zündeten ein Feuerwerk der guten Laune, mit Hits wie „Alles was ich will“, „Schatzi, schenk mir ein Foto“ oder „Nur noch Schuhe an“.

Kaum am Vorabend erst offiziell proklamiert, stand der frischgebackene Eschweiler Prinz Wolfgang II. anschließend mit seinem Zeremonienmeister Frank und kompletten Gefolge bei den „Ruu Wievern“ auf der Bühne. Vor lauter Begeisterung entwich Ex-Prinz Marco Zimmermann bei der Begrüßung des amtierenden Narrenherrschers dann scheinbar versehentlich sein eigener damaliger Prinzenruf „Bum bum“. Nach einer Runde Küsschen rechts und links und dem Austausch der Orden freute sich das Prinzengespann, den ersten Auftritt seiner kleinen Pagen ankündigen zu dürfen. Mit Handpuppen und einem Tanz zum Prinzen-Kinderlied „Die kleinen Ritter“ verzauberten die Pagen die Jecken. Auch das Tanzmariechen, Jasmin Kardung, der Nothberger Burgwache wusste zu überzeugen. Zum gelungenen Abschluss besangen der Prinz und sein Zerem dann „Uns jecke Stadt“.

Eine Tanzdarbietung voller Grazie und Anmut präsentierte dann das Männerballett IG BCE Höppe Dancers aus Alsdorf. Mit dabei: SPD-Bundestagskandidat Detlef Loosz im pinken Tüttü. Die Herren gaben ihr bestes und zeigten ihre eigene Interpretation vom „Schwanensee“. Bei der anschließenden Saalsammlung baten die Gastgeberinnen wie immer für einen wohltätigen Zweck „zur Kasse“ . Darüber hinaus hatten die „Ruu Wiever“ auch wieder kostenlose Sitzungskarten für die Bewohner des Caritas-Wohnheims an der Odilienstraße und des Franziskus-Hauses an der Liebfrauenstraße zur Verfügung gestellt. Der Nachmittag war in den Abend übergegangen, da hieß es „Wir sind die Inde-Rebellen“: Die Eschweiler Stimmungsband Inde-Rebellen machte „aus der kleinen Bude einen Hexenkessel“, wie es Marco Zimmermann anschließend treffend formulierte.

Dann eroberten Clowns, wilde Tiere und ein Zirkusdirektor die Bühne – die Showtanzgruppe „Op Zack“ der KG Prinzengilde Bergrath zeigte mit ihrem Tanz zum Thema „Zirkus“ eine wahrhaftige Höchstleistung, die vom Publikum mit tosendem Applaus und einer Menge Lob seitens des Moderators belohnt wurde. Mit echte kölsche Tön und den „Inde-Singers“ ließen die „Ruu Wiever“ und ihre Gäste dann die überaus gelungene Veranstaltung ausklingen.

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