Eschweiler - Die Luft in der Eschweiler City ist einfach zu sauber

Die Luft in der Eschweiler City ist einfach zu sauber

Von: rpm
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Der Passivsammler des Landesamtes an der Aachener Straße: Hohe Stick­oxidwerte führten zur Umweltzone in Eschweiler. Foto: Patrick Nowicki

Eschweiler. Dass der Indestadt von übergeordneter Stelle die Einrichtung einer innerstädtischen Umweltzone verordnet wurde, ist offenbar noch kein Indiz dafür, dass es der City dreckig geht. Im wahrsten Sinne des Wortes: Während jetzt 60 deutsche Städte – darunter Aachen und Düren, Köln, Düsseldorf und Mönchengladbach per Förderbescheid Mittel zur Verringerung von Diesel-Abgasen bekommen, geht Eschweiler leer aus.

Der Grund ist einfach, wie Stadtsprecher René Costantini auf Anfrage unserer Zeitung erläutert: Die Luft in Eschweiler ist einfach nicht schmutzig genug. Darin sei auch der Grund zu sehen, dass zwar Aachen und Düren, nicht aber Eschweiler im September zum kommunalen „Diesel-Gipfel“ ins Kanzleramt eingeladen waren.

„Wir liegen mit unseren Stickoxidwerten noch weit unterhalb der ,Super-GAU-Städte‘, betont Costantini. Seit Donnerstag haben etwa 60 Städte die feste Zusage über erste Fördermittel zur Luftreinhaltung. Der Bund stellt für die Erstellung von Masterplänen etwa 12 Millionen Euro bereit. Im Pool der 90 Städte, die aufgrund zu hoher Stickoxidwerte einen Masterplan zu deren Verringerung erarbeiten sollten, findet sich Eschweiler im unteren Drittel.

Im Rahmen der Erstellung des „Mobilitätskonzepts“ für Eschweiler erwartet die Stadt im Frühjahr aktuelle Werte zur Luftsituation an der Inde. „Wir gehen davon aus, dass die Werte dann weiter runtergegangen sein werden.“

Erst im September hatten die Grünen am Eschweiler Bushof einen so genannten Passivsammler installiert, um feststellen zu lassen, wie hoch die Belastung mit Stickoxiden ist. Das Ergebnis: Das Labor stellte einen Mittelwert von 30,5 Mikrogramm Stickoxid pro Kubikmeter Luft fest. Der Grenzwert liegt in Deutschland bei 40 Mikrogramm.

Auch das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (Lanuv) setzt an seinem Messpunkt an der Indestraße einen Passivsammler ein und hat dort in den vergangenen Jahren immer wieder Werte oberhalb von 40 Mikrogramm gemessen. Dies war einer der Gründe, um in der Stadt Eschweiler eine Umweltzone anzuordnen.

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