Die lange Fahrt hat sich wieder gelohnt

Von: Verena Richter
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Zusammenarbeit: Beim Schüleraustausch haben die russischen und deutschen Schüler gemeinsam Vorträge erarbeitet. Foto: Verena Richter

Eschweiler. Ganze zwei Tage dauert die Fahrt im Bus aus dem russischen Pskov nach Eschweiler. Kein Vergnügen und dennoch hätten alle die Strapazen gerne auf sich genommen, versichert Igor Savraev.

Schon in dem Wissen, dass sich die lange Reise wieder einmal lohnen würde. Enttäuscht wurde der Lehrer des polytechnischen Kollegs sowie die 13 russischen Schüler, die mit Igor Savraev und seiner Kollegin Olga Obratneva angereist sind, nicht.

Seit fünf Jahren ist das Kolleg in Pskov die Partnerschule des Berufskolleg Eschweiler und seitdem herrscht ein reger Austausch zwischen den beiden Lehreinrichtungen. Zum vierten Mal ist nun schon eine Gruppe zu Besuch und im April kommenden Jahres wird sich eine Eschweiler Delegation auf den Weg in die russische Stadt machen.

Ermöglicht wird dieser Austausch auch von der Stiftung Deutsch/Russischer Jugendaustausch, die die Reisen bezuschusst, erklärt Evi Spennes. Die Koordinatorin für internationale Schulkontakte am Berufskolleg betreut die Gruppen, die sich jedes Mal einem bestimmten Projekt widmen, wenn sie aufeinander treffen.

Dieses Mal stand die zehntägige Begegnung unter dem Motto „Die Zukunft der Erde - unsere Zukunft. Nachhaltigkeit aus der europäischen Perspektive”. Zehn Tage lang haben sich die russischen und deutschen Schüler mit dem Themengebiet Energie auseinandergesetzt.

„Dafür haben wir in der vergangenen Woche ein mehrtägiges Seminar an der Europäische Akademie in Otzenhausen besucht. Mit dabei waren auch Schüler unserer französischen Partnerschule aus Albert. Dieses trinationale Seminar hat nun bereits zum dritten Mal stattgefunden und es war immer eine wertvolle Erfahrung”, berichtet Evi Spennes, die noch von den Lehrern Michael Joußen und Christian Thelen unterstützt wird.

Direkt anwenden konnten die Schüler ihre Erfahrungen aus Otzenhausen am Dienstag in einer Projektarbeit zum Thema Energie. Ziel war es die Energiequellen der beiden Städte Eschweiler und Pskov miteinander zu vergleichen, die Vor- und Nachteile zu vergleichen und die Nachhaltigkeit zu überprüfen. Die Ergebnisse wurden in kurzen Vorträgen zusammengefasst.

Die Sprache war dabei kein Handicap. Obwohl nicht alle russischen Schüler deutsch und nur wenige deutsche Schüler russisch sprechen, klappte die Kommunikation nahezu reibungslos. Untereinander sprachen die 17- bis 21-Jährigen englisch, deutsch oder russisch, die Vorträge fanden sowohl auf deutsch als auch auf russisch statt. „Das ist auch ein gute Erfahrung für die Schüler”, sagte Igor Savraev, der sich schon darauf freut, wenn die Eschweiler Berufsschüler nach Pskov kommen. Das Projektthema ist bereits klar, der Umweltschutz wird im April die Schüler beschäftigen.

Am Dienstagnachmittag stand für alle noch ein Besuch bei RWE und eine Besichtigung des Tagebaus sowie der Umsiedlungsgebiete auf dem Programm, das neben den vielen lehrreichen Punkten natürlich auch ein paar vergnügliche - wie etwa eine Fahrt nach Maastricht - bereit hielt.

Ein spannender Abschluss, denn heute macht sich die russische Delegation bereits wieder auf die lange Heimreise.
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