Die längste Theke steht im Rathaus

Von: B. Kloppt
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Die Jecken jubelten ihnen auch im Rathaus zu: Prinz Wolfgang II. und sein Zeremonienmeister Frank. Foto: A. Laaf

Eischwiele. „Mir jonn iesch, wenn der Rudi am schweeße is‘!“ Sprach Prinz Wolfgang II. und hielt Wort. Bürgermeister Rudi Bertram kam Donnerstagmorgen ans Schwitzen. Traditionell packten er und die Mitglieder des Karnevalskomitees mit an, als der Straßenkarneval um 11.11 Uhr offiziell eröffnet wurde und 300 Liter Freibier im Rathausfoyer an die Narren gebracht wurden.

Es war wieder einmal ein weiterer emotionaler Höhepunkt der Session. Hunderte Jecke hatten sich im Rathausfoyer und auch davor versammelt. Um kurz nach elf Uhr war es dann so weit. Die Prinzenbläser stellten sich auf der Rathaustreppe auf, wenig später stiegen Prinz Wolfgang II. mit Zerm Frank und Gefolge die Stufen unter großem Jubel ins Foyer hinab. Ein paar Worte, dann schlugen Bürgermeister und Prinz das erste Fass an. Kämmerer Manfred Knollmann hatte also doch wie immer noch e paa Nössele jevonge.

Das Komitee packt an

300 Liter Freibier gingen über die Theke. Und nicht nur der Bürgermeister, der Technische Beigeordnete Hermann Gödde und viele fleißige Helfer packten mit an, sondern auch Michael Römer, Walter Münchow, Manfred Wienands, Norbert Weiland, Dieter Wolf und Christian Wolny, die auch als Karnevalskomitee der Stadt bekannt sind. Nicht zu vergessen Männ Dohmen, der es sich nicht nehmen ließ, fleißig zu zapfen.

Für die musikalische Unterhaltung im Rathaus sorgte Peter-Heinz Arnolds, der an den Karnevalstagen auch schon mal Heinz-Peter heißt... Natürlich gab auch der Prinz seine Lieder zum Besten. Aus Hunderten Kehlen schallte es: „Mir stonn op uns jecke, jecke Stadt. Un mir hann immer, immer, immer schon jesaaht, dat die Mädcher un die Jonge he besonders jot jelonge. Dat es uns‘re jecke, jecke Stadt.“ Als dann noch „Du ming Heimat“ erklang, kochte die Stimmung über.

Gefeiert wurde aber natürlich nicht nur im Rathaus. Die ganze Stadt war traditionell voller Karnevalisten. Auf dem Marktplatz wurde im und rund um das Rote-Funken-Zelt wie immer ausgelassen gefeiert. Eine ebenfalls schöne Tradition konnten alle Jecken an allen Ecken miterleben: Die Musikkapellen zogen quer durch die Stadt. So kam fast jeder in den Genuss, Musik live und aus nächster Nähe zu erleben.

Das Glasverbot umgingen leider auch in diesem Jahr wieder einige Karnevalisten. Schon früh „zierten“ Scherben die Bürgersteige. Petrus hatte nicht die gesamte Zeit ein Einsehen, es blieb nicht immer trocken.

Das ist auch der größte Wunsch des Prinzen. Bevor er das Rathaus verließ, um unter anderem das „Jecke Tön“-Projekt zu besuchen, bat er noch um die Unterstützung der Karnevalisten. Die ist ihm in den kommenden Tagen gewiss. Und vielleicht bleibt es in den kommenden Tagen ja doch trocken. Den Karnevalisten wäre es sehr zu wünschen.

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