Eschweiler/Krakau - Die kleine VHS mit der großen Uni

Die kleine VHS mit der großen Uni

Von: Tobias Röber
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Jagiellonen-Universität Krakau und die Eschweiler VHS (kleines Bild) veranstalten gemeinsam den zweiten deutsch-polnischen Wissenswettbewerb. Foto: stock/imagebroker

Eschweiler/Krakau. Die Jagiellonen-Universität in Krakau wurde 1364 vom polnischen König Kasimir dem Großen als Studium Generale gegründet. Seit 1817 heißt sie Jagiellonen-Universität. Sie ist die älteste polnische und nach der Karls-Universität Prag zweitälteste Universität in Mitteleuropa.

Zu ihren berühmtesten Absolventen zählen der Astronom Nikolaus Kopernikus und Papst Johannes Paul II. Und warum steht das in der Eschweiler Zeitung?

Weil diese Uni, genau genommen deren Zentrum der polnischen Sprache und Kultur in der Welt, mit der Eschweiler Volkshochschule zum zweiten deutsch-polnischen Wettbewerb bittet. Unter dem Motto „Vielfalt der Sprachen und Kulturen – 25 Jahre nach dem Fall der Mauer und der Demokratisierung Polens“ sind Bürger aus ganz Europa zur Teilnahme aufgerufen. Startschuss ist am 15. Dezember.

1200 Teilnehmer

Es ist die zweite Auflage dieses Wettbewerbs. Zur ersten waren Bürger aus Deutschland und Polen aufgerufen und immerhin 1200 Teilnehmer folgten der Einladung. Ziel ist, Werbung für Europa als Ort der Toleranz und der Vielfalt der Sprachen und Kulturen zu machen. „Wir sind für ein vereintes Europa, aber jeder soll seine Kultur und seine Sprache behalten. Daher heißt der Wettbewerb auch ‚Vielfalt der Sprachen und Kulturen‘“, sagt Malgorzata Müller, die an der Eschweiler VHS den Bereich Sprachen leitet und denn Wettbewerb mit organisiert.

Kooperationspartner des Wettbewerbs sind das Aachener Institut Polonicus, die Stadt Aachen sowie die Stiftung Internationaler Karlspreis zu Aachen. Es ist ein Grund, warum das Finale sowie die Abschlussveranstaltung in Aachen stattfinden. Schirmherren sind Martin Schulz (Präsident des Europäischen Parlaments) und Donald Tusk, ehemaliger Ministerpräsident Polens und Präsident des Europäischen Rates.

Die Teilnehmer müssen beim Wettbewerb 72 Fragen beantworten, 71 mal multiple choice und eine offene Zusatzfrage. Dabei geht es um einen kurzen Werbetext, in dem man sich mit viel Kreativität für Vielfalt in Europa starkmacht.

Es gibt drei Kategorien: Zum einen Geografie, Politik und Geschichte. Dazu kommen Vielfalt der Sprache und Vielfalt der Kultur. Die Themen dabei sind sehr vielfältig. Nach Harry Potter und der Rockband U2 wird ebenso gefragt wie nach dem Tagebuch der Anne Frank, Pan Tau, Nationalgerichten (sowie -getränken), dem Oktoberfest und dem Prager Frühling. Es gibt Fragen, die recht einfach zu beantworten sind, aber auch sehr knifflige.

Grundsätzlich geht es um die Geschichte und Kultur Europas unter besonderer Berücksichtigung der Ereignisse in Polen und Deutschland rund um das Jahr 1989 und den damit verbundenen Chancen für ein friedliches, tolerantes und solidarisches zusammenleben in einem Europa, das die Einheit in Vielfalt lebt. Die besondere Rolle Polens und Deutschlands soll in dem Wissenswettbewerb akzentuiert werden.

Mindestalter: 18 Jahre

Nun könnte man bei einem Online-Test auf die Idee kommen, dass man viel Zeit hat, die richtige Lösung nachzuschlagen. Weit gefehlt. „Die Antworten sind zeitlich begrenzt“, erklärt Malgorzata Müller.

Wer kann teilnehmen? Alle interessierten Bürger in Europa mit besonderem Bezug zu den Ereignissen in Polen und Deutschland sind aufgerufen. Einzige Bedingung: Die Teilnehmer müssen mindestens 18 Jahre alt sein.

1200 Teilnehmer gab es bei der ersten Auflage, da der Wettbewerb nun europaweit ausgetragen wird, rechnen die Organisatoren mit einer höheren Anzahl. Das Finale im Jahr 2013 besuchten neben den 20 Finalisten auch 150 weitere Teilnehmer. Auch bei dieser Auflage sind sämtliche Teilnehmer nach Aachen eingeladen. Die Preisverleihung, die im Rahmen der Polonicus-Gala stattfindet, ist am Samstag, 2. Mai, im Krönungssaal des Aachener Rathauses.

Den 20 Finalteilnehmern – insbesondere den Gewinnern – winken Sprachkurse und Sachpreise.

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