Die Grüne Hölle am Patternhof: KG Grüne Funken

Von: thd
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Die Kindertanzgruppe der Grünen Funken hatte als Überraschung ihren eigenen Auftritt vor dem eigentlichen Programm. Foto: Theres Dickmeis
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Als Ehrenpräsident Klaus Mehr auf dem Tisch stand, war auch den letzten Jecken klar: Hier wird kein Platz warmgehalten.

Eischwiele. Um 19.11 Uhr hat die Sitzung der Grünen Funken planmäßig angefangen. Um 19:10 Uhr standen die ersten bereits auf den Stühlen. Sitzenbleiben bei der Kultsitzung? Schnell haben auch die Karnevalisten, die tatsächlich zum ersten Mal in der Grünen Hölle waren, gemerkt: Hier bleibt keiner sitzen – das wird eine „Stehung“!

Und das war spätestens auch dem Letzten klar, als Ehrenpräsident Klaus Mehr selber auf dem Tisch stand. Nachdem das Publikum die Sitzung der Grünen Funken vor einigen Jahren bereits als Kultsitzung getauft hatte, musste ein neuer Name her: Die Grüne Hölle.

Schilder mit diesem Namen machten den Gastvereinen direkt das neue Motto deutlich. Dass die Jecken bei den Grünen schließlich auf ihrer ganz eigenen Art Karneval feiern, sollte sich über die Stadtgrenze hinaus verbreitet haben.

Zu den Hölle-Schildern kamen auch die doppeldeutigen Schilder „Mehr“ schnell zum Einsatz. Die Kindertanzgruppe und das Kindertanzpaar Mike-Leon und Leonie Paschelke eröffneten das Programm als Überraschung vor dem eigentlichen Sitzungsstart. Viel Lob und vor allem stolze Worte bekamen sie dafür vom Präsidenten Frank Priem und Ehrenpräsidenten Klaus Mehr. Mit Tanzmariechen Kimberly Paschelke ging die Sitzung dann richtig los.

Schlag auf Schlag folgten die Gastgesellschaften: Echte Frönde Stolberg (die seit Jahren Freundschaft beweisen und immer wieder gerne nach Eschweiler kommen), die Stolberger Bürgerwehr, die Löwengarde, Ulk Oberröthgen, Narren- und Piratengarde Vicht sowie Kirchspiel Lohn. Ohne Vereins-Begleitung kamen die Tanzgruppe Step by Step der Klee Oepe Jonge und Büttenredner Jonas Wintz in die Grüne Hölle.

Jonas war als „Penner von nebenan“ nicht nur der einzige an dem Abend in der Bütt. Als zweiten Programmpunkt bekam er den ersten Luftschlangen- und Konfettiregen ab und machte mit seiner persönlichen Fangemeinde (natürlich mit Jonas-Schildern) mächtig Stimmung, von der auch Prinz Thomas I. und Zeremonienmeister Harald zehren konnten.

Ein ruhiger Moment

Die Grünen Funken nutzten anschließend den ruhigen Moment, um Christoph Herzog und Robbi Gruppe von den Stühlen auf die Bühne zu holen: Die beiden Scharwächter und Freunde der Grünen wurden als Ehrensenatoren ausgezeichnet.

Den größten Humor an dem Abend bewies die Narrengarde Dürwiß. Das Traditionskorps zog mit Tanzgruppen, Uniformierten und Spielmannszug in die Aula am Patternhof ein. Dass die Bühne für die gelb-blaue Entourage zu klein ist, wusste die Garde bereits und verteilte sich vorbildlich davor. Dass das Publikum aber mal eben die Showtanzgruppe adaptierte, war neu: Nach dem Schlussbild und dem Lied „Malle ist nur einmal im Jahr“ war nicht einfach Schluss.

Die Zugabe übernahm das Publikum und sang mal eben drei Minuten weiter – schließlich sind „die Grünen nur einmal im Jahr“. Die Garde auf der Bühne wollte irgendwann weitermachen, die Uniformierten vor der Bühne sangen dagegen fröhlich mit. Der Kompromiss: Die Garde tanzte, anschließend wurde weitergesungen.

Ein herrlich jecker Wirrwarr, der in diesem Jahr den Verein doppelt unterstützt hat. Der berüchtigte Stammtisch 2, der für Schilder und Konfettiregen verantwortlich war, ging vor der Sitzung in Button-Produktion. Gegen freiwillige Spenden wurden diese verkauft, um bei der Jubiläumssitzung den Verein noch einmal neu zu überraschen. Bei den Grünen wird zur Unterstützung eben nicht nur auf den Stühlen getanzt.

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