Eschweiler - Die glorreichen Sieben auf dem Markt

Die glorreichen Sieben auf dem Markt

Von: Patrick Nowicki
Letzte Aktualisierung:

Eschweiler. Cowboy-Hüte, Sonnenbrillen und spitze Lederstiefel sind ihre Markenzeichen: The Bosshoss aus Berlin reiten seit fünf Jahren durch die Republik und versammeln immer mehr Anhänger um sich. Am 3. Juli satteln sie ihre Pferde in Eschweiler ab, wo sie das Eschweiler Music Festival (EMF) mit ihrer furiosen Mischung aus Rock und Country eröffnen.

Wenige Tage zuvor kommt ihre neue CD „Do or die” (Machs oder stirb) in die Regale.

Für Dr. Nina Mika-Helfmeier besitzt dieses Konzert in vielerlei Hinsicht einen besonderen Stellenwert: „Es war mein absoluter Wunsch, The Bosshoss zum Kulturfestival in den Kreis Aachen zu holen.” Beim letzten Festival vor dem Übergang in die Städteregion, das die Gleichstellungsbeauftragte organisiert, wurde ihr der Wunsch erfüllt. Durch die Kooperation mit EMF-Organisator Max Krieger werden die Hauptstadt-Cowboys den Fans auf dem Eschweiler Marktplatz einheizen.

Auch im 17. Jahr bleibt das Eschweiler Music Festival dem Grundsatz treu: Alle Konzerte sind kostenlos. Insgesamt 30 stehen am ersten Juniwochenende auf dem Programm.

„Ein Dank geht natürlich an die Sponsoren, die der Veranstaltung auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten die Treue halten”, freute sich Max Krieger mit dem Schirmherrn und Bürgermeister Rudi Bertram. Das Engagement der Unternehmen aus der Region macht sich in der Tat bezahlt.

Wer ein Konzert von The Bosshoss live erleben will, der muss in der Regel über 30 Euro Eintritt zahlen. In Eschweiler sind die Senkrechtstarter zum Nulltarif zu hören.

Sein Erfolgszug nimmt gerade erst Fahrt auf: Carlos Sancha arbeitet gerade vehement daran, seinen Bekanntheitsgrad zu vergrößern. Der 25-jährige Deutschrocker schaute sich den Eschweiler Marktplatz schon einmal an und meinte schließlich: „Hier lässt sich sicher gut leben. Ich freue mich tierisch drauf.”

Die Lieder seines Debüt-Albums „Feuer” sollen auch vor der EMF-Bühne beste Stimmung entfachen. Am Festivalsamstag rockt er los.

Das Eschweiler Festival setzt auf Bewährtes: Die Hauptkonzerte auf der Marktbühne werden umrahmt von der Kneipen-Rallye, bei der Bands aus der Region ihr Können zeigen können. Ab 22.15 Uhr rollt der Musikexpress in den Gaststätten der Innenstadt weiter.

Der Samstagnachmittag gehört wieder acht Nachwuchsbands, sie sich einem größeren Publikum präsentieren wollen. Neverending, One step forward, Pisow Records, Raise 1st, 3 Tage Tape, Stilecht, Superplex und Carthago Archetype greifen in die Saiten und Tasten.

Mit einer Premiere beginnt der EMF-Sonntag: Erstmals findet in der Pfarrkirche St. Peter und Paul ein deutsch-brasilianischer Gottesdienst statt. Ab 14 Uhr geht das multikulturelle Spektakel auf dem Marktplatz mit Samba und Capoeira weiter, ehe Nossa Levada das südamerikanische Temperament weiter in den Vordergrund rückt.

Denn Schlussakkord des EMF ist Jamaram vorbehalten, die ab 18 Uhr das Blut mit Reggae und Funk in Wallung bringen.

Die Konzerte bleiben zwar kostenlos, aber um eine Spende gegen einen EMF-Aufkleber wird gebeten: Bernhard Breuer wird wieder mit jungen Leuten durch die Reihen gehen und für kulturelle Projekte in der Stadt sammeln. Über 3000 Euro kamen jeweils in den vergangenen Jahren zusammen.

Dr. Nina Mika-Helfmeier freut sich natürlich besonders auf The Bosshoss. Übrigens auch ihr Sohn ist Fan der Band. Der Haken für die Mutter: Der Junge im besten Teenager-Alter schwärmt vor allem für Boss Burns Tätowierungen.
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