Die „Glasallee” soll ab sofort ein Ende haben

Von: Tobias Röber
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Muss das denn sein? Scherben und betrunkene Jugendliche soll es Karneval nicht geben. Foto: ddp

Eschweiler. Der Countdown läuft: In fünf Tagen geht der Karneval in seine heiße Phase. Dann sind nicht nur die Wiever los, sondern auch jede Menge Kinder und Jugendliche, denen die Stadt einmal mehr besondere Aufmerksamkeit schenkt.

Sie und die vielen anderen Jecken erleben dann auch eine Neuerung: Zum ersten Mal wird der Marktplatz an Weiberfastnacht abgesperrt.

Den Grund für diese Entscheidung erklärt Ordnungsamtsleiter Edmund Müller: „Wir haben die Situation in den vergangenen Jahren genau beobachtet. Trotz unserer Bemühungen entstand eine zunehmende Gefährdung. Daher müssen wir jetzt den nächsten Schritt gehen.”

Und dieser Schritt wurde zunächst mit allen Beteiligten besprochen und schließlich vergangene Woche im Rat beschlossen. Bürgermeister Rudi Bertram hofft, dass sich der Beschluss positiv auswirkt: „Hoffentlich hat die Glasallee Markt nun endlich ein Ende.”

Der Marktplatz wird also am Donnerstag von 9 bis mindestens 21 Uhr abgesperrt. An vier Zugängen kontrollieren Mitarbeiter einer Sicherheitsfirma. Das Mitbringen von Glas ist untersagt, zudem werfen die Kontrolleure einen Blick darauf, ob der Jugendschutz eingehalten wird. Zusätzlich ist das Ordnungsamt unterwegs, unterstützt von einer Sicherheitsfirma sowie der Polizei.

Edmund Müller versichert, dass sich die Kontrollen aber nicht nur auf das abgesperrte Marktareal beschränken: „Wir sind natürlich auch an den anderen Brennpunkten zur Stelle. Keinesfalls wollen wir das Geschehen einfach nur verlagern.” Zudem sind die Marktwirte angehalten, auf Jugendschutz zu achten und das Mitnehmen von Gläsern möglichst zu unterbinden.

Die Polizei begrüßt die Neuerung sehr. „In Aachen wird genau das bereits erfolgreich praktiziert, und wir haben viele gute Erfahrungen gesammelt. Daher war es auch unser Wunsch, den Eschweiler Markt abzusperren. So können wir Problemgruppen einfacher unter Kontrolle halten”, erklärt Ralf Mallmann, Leiter der Polizeiinspektion Kreis Aachen.

Mit diesen Problemgruppen meint er vorwiegend gewaltbereite Jugendliche, „deren Anzahl leider immer größer wird.” Einen Wunsch hat er noch: „Wir würden einen Reinigungsservice begrüßen, der Scherben beseitigt. Unsere Diensthunde haben sonst nämlich große Probleme.”

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