Die ersten 800 Bücher stehen in der alten Badeanstalt

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In der ehemaligen Badeanstalt an der Kaiserstraße begann 1909 die Geschichte der heutigen Stadtbücherei. Foto: Leo Braun

Eschweiler. Im November 1909 wurde die Volksbibiliothek und öffentliche Lesehalle der Indestadt eröffnet. Damit blickt die heutige Stadtbücherei Eschweiler in diesem Jahr auf ein ganzes Jahrhundert ihres Bestehens zurück.

Anlass für die Gründung einer Bibliothek in Eschweiler war eine Stadtverordnetenversammlung im Jahr 1904, während der beschlossen wurde, das über die Geschichte der Stadt Eschweiler vorhandene Material zu sammeln und für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Gleichzeitig wollte man einer Gebrauchsbibliothek als neues kulturpolitisches Instrument nachkommen.

Fünf Jahre später wurde am 8. November die städtische Volksbibliothek im Gebäude der damaligen städtischen Badeanstalt an der Kaiserstraße offiziell eröffnet. 800 Bücher gehörten damals dem Bestand an. Erster Leiter der Bibliothek war Hauptlehrer Dobbelstein.

Im Jahr 1912 zog die Bibliothek in das alte Amtsgerichtgebäude, ebenfalls an der Kaiserstraße. Der Bestand war bereits auf 1000 Bücher gewachsen. Bereits 1916 hatte sich der Bestand erneut verdoppelt. Insgesamt waren fast 22500 Ausleihen zu verzeichnen.

Nach dem Zweiten Weltkrieg zog die Bücherei wieder in ihre erste Wirkungsstätte, die Badeanstalt an der Kaiserstraße.

Nach einem kurzen Aufenthalt an der Wollenweberstraße zog die Bibliothek 1951 ins alte Rathaus an der Dürener Straße um.

1978 wurde Carmen Dehmlow Leiterin der Stadtbücherei. Sie prägte die Entwicklung und die Arbeitsweise der Bibliothek maßgeblich bis zu ihrem plötzlichen Tod im Jahr 1993.

Das Jahr 1979 sollte für die Bibliothek einen wichtigen Wendepunkt bringen: Durch den Umzug ins Erdgeschoss des neuen und jetzigen Rathauses konnte die Ausstellerfläche von 90 Quadratmeter auf rund 600 Quadratmeter vergrößert werden.
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