Die erste Wasserprobe hat die Halle bestanden

Von: cheb
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Pfarrer Dieter Sommer, Kreisbrandmeister Bernd Hollands, Bürgermeister Rudi Bertram, Brandrat Axel Johnen und Diakon Udo Haak freuten sich über die erfolgreiche Einweihung der neuen Halle der indestädtischen Feuerwehr. Foto Christian Ebener Foto: Christian Ebener
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Stolz nahm Stefan Preuß (Mitte) seine Auszeichnung von Bernd Hollands (links) und Axel Johnen entgegen. Foto: Christian Ebener

Eschweiler. Mitten in der Rede von Bürgermeister Bertram ging der Alarm los und schon eilte der Löschzug zum Einsatz. Bei der Einweihung der neuen Halle der Eschweiler Feuerwehr am Florianweg gab es direkt das beste Beispiel, wie schnell es bei den Rettern gehen kann und wie wichtig ihre Arbeit ist.

Das betonte auch Bertram, der direkt klarstellte: „Unsere Bürgerschaft weiß zu schätzen, dass unsere Kameraden direkt vor Ort sind!“. Sein Dank galt auch dem Stadtrat, der Verwaltung und dem „überwältigenden Engagement“ der Freiwilligen Feuerwehr, die seit dem Baubeginn im März 2016 stets für die 565 Quadratmeter große Halle gekämpft haben.

„Uns als Verantwortliche ist es sehr wichtig, dass es gut angelegtes Geld ist“, sagte der Bürgermeister, der sich sehr froh über die vertrauensvolle Zusammenarbeit zeigte und bereits an die nächsten Projekte denkt.

So wurde in der vergangenen Woche erst die Anschaffung eines neuen Löschfahrzeuges beschlossen, zudem soll auch in Bohl ein neuer Erweiterungsbau entstehen, der nochmals mit rund 900.000 Euro zu Buche schlagen wird – vor Ort wurde bereits mit Arbeiten begonnen, so dass ein Baubeginn noch in 2017 möglich ist.

Auch Feuerwehr-Brandrat Axel Johnen freute sich über die Investitionen und bekräftigte, dass die Politiker damit den richtigen Weg eingeschlagen haben. „Das ist ein deutliches Zeichen für Sicherheit und ehrenamtliches Engagement“, hob der „Chef“ der Eschweiler Feuerwehr hervor, die alleine in 2016 rund 12.000 Einsätze absolvierte. Lob gab es auch von Kreisbrandmeister Bernd Hollands, der der Kommune für die Wahrnehmung ihrer Verantwortung dankte.

Das bestätigte auch der Architekt des Projekts, Ralf Scholl. Der freute sich nicht nur, dass „wir pünktlich fertig sind“, sondern auch, dass das Gebäude der Wasserprobe beim kürzlichen Starkregen standhielt. Die Zusammenarbeit mit Feuerwehr und Stadt hat auch dem erfahrenen Planer „Spaß gemacht“ und er stellte der Verwaltung, den Fachplanen und der Feuerwehr die Bestnote aus.

Wie „viele Stunden hereingeflossen sind“, kann Scholl kaum noch mitzählen. Der Arbeitseinsatz und die Materialien, die von der Freiwilligen Feuerwehr erbracht wurden, dürften im hohen fünfstelligen Bereich liegen. Da „kann man nur Respekt zollen“, stellte er dann bei seiner Rede auch fest. Die Freiwilligen halfen bei dem Projekt an jeder Ecke mit: Trockenbau, Malerarbeiten, Bodenbelag, Installation der Technik, Erdarbeiten – nach dem Feierabend, am Wochenende und sogar im Urlaub packten die Retter mit an, um den neuen Bau fertigzustellen.

Mit dem Erweiterungsbau am Florianweg hat die Feuerwehr nun die nötigen Raumkapazitäten, wie Johnen erklärte. Die Anzahl der Kräfte in der Indestadt wurde seit 1989 mehr als verdoppelt, dazu kommt eine stetig wachsende Jugend, erzählte er beim Blick auf die Vergangenheit. In der neuen Halle ist jetzt Platz für vier Fahrzeuge, Technik und zwei getrennte, moderne Schulungsräume. Diese können dann vom Nachwuchs, aber auch von den Löschzügen der Stadtmitte (LZ 11/12) und ihren Leitern Ulrich Schreiber und Hans-Peter Schieren genutzt werden.

Für Johnen war es wichtig, dass die Wehrleitung ihre „Vorstellungen mit einbringen“ konnte, um die „taktischen und wichtigen Einheiten“ weiter gut organisieren zu können. Bei den wöchentlichen Baubesprechungen wurde die Halle immer weiter geplant und sich stetig zwischen den Institutionen ausgetauscht.

Um auch den „Schutz des heiligen Florian“ auf ihrer Seite zu haben, durfte auch eine Einsegnung nicht fehlen: Diakon Udo Haak und Pfarrer Dieter Sommer segneten das Wasser gemeinsam mit Vertretern der Feuerwehr und beteten, dass den Einsatzkräften, die ihr Leben zur Rettung anderer Menschen riskieren, auch der Schutz Gottes beistehen möge. So stellte auch der erste Bürger der Stadt am Ende fest: „Heute ist ein guter Tag für die Feuerwehr und die Bürgerschaft!“.

Eine besondere Ehre wurde im Rahmen der Einweihung dem stellvertretenden Leiter der Eschweiler Feuerwehr, Stefan Preuß, zuteil. Der gebürtige Heidelberger, der lange Zeit in Dürwiß aktiv war, wurde von Kreisbrandmeister Bernd Hollands mit der „Goldenen Ehrennadel“ des Feuerwehrverbands des Kreises Aachen ausgezeichnet. Für seinen „besonderen Einsatz für die Feuerwehr“ nahm er stolz seine Urkunde entgegen und bedankte sich für die langjährige Zusammenarbeit. Noch während der Veranstaltung war er zu einem Einsatz aufgebrochen und wurde bei seiner Rückkehr mit der besonderen Auszeichnung überrascht.

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