Eschweiler - Die Entsorgung des Abfalls wird billiger

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Die Entsorgung des Abfalls wird billiger

Von: Patrick Nowicki
Letzte Aktualisierung:
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Bei Abfallentsorgung, Abwasser und Straßenreinigung bleiben die Indestädter von weiteren drastischen Erhöhungen verschont.

Eschweiler. Dass die Stadt tiefrote Zahlen schreibt, bekommen die Bürger nun auch in ihrer Geldbörse zu spüren. Die Grundsteuer B steigt deutlich. Auch die Friedhofsgebühren legen massiv zu. Weiteres Ungemach droht bei den anderen städtischen Gebühren im kommenden Jahr jedoch nicht. Im Gegenteil: Die Müllgebühren sinken sogar, wenn auch nur um wenige Euro.

Der Stadtrat verabschiedete die neuen Gebühren für die Straßenreinigung, Ab- und Schmutzwasser sowie für die Abfallbeseitigung. Sie bleiben im Großen und Ganzen konstant.

An die Straßenreinigung ist in manchen Fällen auch der städtische Winterdienst gekoppelt. Dies führt im nächsten Jahr dazu, dass die Gebühren sinken – der milde Winter 2012 macht es möglich (siehe Grafik oben). Die Stadt hat bei der Berechnung die Straßen verschiedenen Reinigungsklassen zugeordnet. Die Einteilung ist auf der Homepage der Stadt (www.eschweiler.de) oder im Rathaus zu erfahren.

In der Reinigungsklasse S1übernimmt der Anlieger die Straßenreinigung und den Winterdienst komplett. Die Reinigungsklasse 2 und 3 sind in zwei Dringlichkeitsstufen beim Winterdienst eingeteilt, den die Stadt für die Fahrbahn übernimmt. In der Kategorie 3 kommt auch die Straßenreinigung hinzu. Anwohner dieser Straßen müssen 2,38 Euro pro laufendem Frontmeter bezahlen.

Bei den Schmutz- und Niederschlagswassergebühren dreht die Stadt leicht an der Geldschraube. Da die Gebührenhaushalte kostendeckend gefahren werden sollen, macht sich der geringere Frischwasserverbrauch bei der Berechnung der Schmutzwassergebühren bemerkbar. Je Kubikmeter sind in 2013 1,44 Euro fällig. Bei den Niederschlagswassergebühren stiegen die Unterhaltungs- und Sanierungskosten des Kanalnetzes um 136.684 Euro, die auf die Nutzer umgelegt werden müssen. Pro Quadratmeter befestigter und bebauter Fläche sind vier Cent mehr zu berappen.

Eine erfreuliche Entwicklung nehmen die Müllgebühren. Sie sinken im Vergleich zu 2012 ohne Nutzung einer Biotonne um durchschnittlich 3,31 Prozent und mit Nutzung einer Biotonne um durchschnittlich 2,46 Prozent. Mehrere Faktoren spielen dabei ein Rolle: Die Altpapiererlöse stiegen, die Regio-Entsorgung AöR (Anstalt öffentlichen Rechts) zahlte eine höhere Rückerstattung. In der Summe verringerten sich die zu finanzierenden Kosten bei der Abfallentsorung um 114.446 Euro.

Das bedeutet in Euro und Cent für die Bürger: Die 60-Liter-Mülltonnen schlagen mit Biotonne mit 172,07 Euro jährlich zu Buche, ohne Biotonne sind 134,05 Euro zu zahlen. Das 120-Liter-Gefäß kostet mit Biotonne 282,84 Euro, ohne Biotonne 231,42 Euro. Wer seinen Abfall in einen 240-Liter-Behälter kippt, der muss im nächsten Jahr ohne Biotonne 426,17 Euro einplanen. Mit Biotonne werden 504,39 Euro fällig. Große 1100-Liter-Container werden mit 1821,85 Euro (ohne Biotonne) oder 1900,07 Euro (mit Biotonne) berechnet. Einzige Ausnahme: Wer eine zusätzliche Biotonne beantragt, muss in 2013 mehr zahlen als in diesem Jahr, nämlich 78,22 Euro. Der zusätzliche Abfallsack für Restmüll (5,10 Euro) und der Bio-Sack (3,10 Euro) sind im Rathaus zu erhalten.

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