Die blau-weißen Engel liefern in der Not auch Strom

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Helfer in der Not und Engel in
Helfer in der Not und Engel in Blau und Weiß: THW-Landesbeauftragter Dr. Hans-Ingo Schliwienski, Zugführer Gorden Sander, 2. Ortsbeauftragter Guido Masmeyer und Ortsbeauftragter Arnold Willecke (v.l.).

Eschweiler. Sie sind immer dann zur Stelle, wenn ihre Hilfe benötigt wird. Rund Zweidrittel aller Tage im Jahr ist etwas los in der Unterkunft am Florianweg.

Jeder einzelne von ihnen leistete im vergangenen Jahr durchschnittlich 162 Stunden ehrenamtliche Arbeit und insgesamt brachten sie es auf mehr als 9600 Stunden aktive Hilfe in und um Eschweiler: Der Eschweiler Ortsverband des Technischen Hilfswerk (THW) ist irgendwie noch mehr als eine Hilfsorganisation. Das THW leistet „Schwimmhilfe für gekenterte Entchen” beim Entenrennen in der Inde, verpflegt rund 900 Ex­tremwanderer mit Waldschratsuppe auf ihrem 100-Kilometer-Marsch durch das Hohe Venn. Es liefert „blauen Strom”, wenn in der Kläranlage Aldenhoven die Stromversorgung zusammenbricht, hilft bei Typisierungsaktionen der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) im Ratssaal und schreitet ein, wenn in Eschweiler wieder einmal das Schneechaos herrscht.

Sie sind überall dort, wo andere an ihre Grenzen stoßen und nicht mehr weiter wissen - und das 365 Tage im Jahr. Das vergangene Jahr jedoch, war „ein Jahr mit vielen besonderen Höhepunkten”, resümierte Erwin Emmerich, 2. Vorsitzender der THW-Helfervereinigung. Die Einsätze variieren ebenso wie das Alter der Mitglieder, denn im THW kommen Jung und Alt zusammen. „All diejenigen, die einmal dabei sind, bleiben dies auch”, erklärte der Landesbeauftragte Dr. Hans-Ingo Schliwienski, „das THW lebt von den Menschen, die mitmachen”.

Und das nun seit stolzen 62 Jahren. Denn im Jahr 1950 erhielt Otto Lummitzsch den Auftrag zur Aufstellung eines zivilen Ordnungsdienstes. Inzwischen ist das THW eine moderne Hilfsorganisation und weltweit tätig. Aus gutem Grunde folglich auch in Eschweiler. All die Einsätze und guten Taten der freiwilligen Helfer boten nun also Gelegenheit für einen Jahresrückblick im Konferenzraum der Weisweiler Festhalle. Ein Rückblick auf kuriose Einsätze wie das Entenrennen, aber auch Einsätze, bei denen Menschen auf Hilfe des THW angewiesen sind. „THW ist etwas, das Freude macht”, so Dr. Hans-Ingo Schliwienski. Daher auch das Motto: „Raus aus dem Alltag, rein ins THW”.

Das taten vor 23 Jahren auch Guido Masmeier und vor 29 Jahren Gorden Sander. Ersterer trat mit 19 Jahren im Jahr 1989 dem THW bei. Nun erhielt er das Ehrenzeichen in Silber. Er ist derjenige, der sich in der Verwaltung einsetzt. Er koordiniert, ist die rechte Hand des Ortsbeauftragten Arnold Willecke und laut Kameraden kompetent, kameradschaftlich und ein Vorbild für viele Helfer.

Zugführer Gorden Sander ist nicht nur stellvertretender Ortsbeauftragter in Eschweiler, sondern nun auch stolzer Träger des Ehrenzeichens in Bronze. Er trat mit nur 13 Jahren dem THW bei, absolvierte die Grundausbildung, war bei einem Hochwassereinsatz in Südfrankreich tätig und nahm immer wieder gerne an Lehrgängen teil. Beide zeigten sich überrascht als Dr. Hans.Ingo Schliwienski ihnen die Auszeichnungen überreichte, doch „es hat die Richtigen getroffen”. Denn sie trugen und tragen einen großen Teil dazu bei, dass in Eschweiler stets eine blau-weiße helfende Hand zur Seite steht.
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