Eschweiler - Die Bedeutung des „akademischen Viertels“

Die Bedeutung des „akademischen Viertels“

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20 Schüler des Eschweiler Berufskollegs ließen sich vor der Wahl eines möglichen Studiums beraten.

Eschweiler. Während vor einigen Jahren noch nahezu alle Absolventen der Höheren Handelsschule nach dem schulischen Teil des Fachabiturs eine kaufmännische Ausbildung absolvierten, überlegen heutzutage immer mehr, nach einem einschlägigen Praktikum direkt mit einem Fachhochschulstudium zu beginnen.

Daher erhielten interessierte Schüler der Oberstufen des Eschweiler Berufskollegs nun die Gelegenheit, aus erster Hand durch Professor Jürgen Karla von der Hochschule Niederrhein über die Studienalternative informiert zu werden.

Im Mittelpunkt der zweistündigen Veranstaltung, an der 20 Schüler teilnahmen, ging es vor allem um die richtige Studienentscheidung und den Alltag der Studierenden. Nicht alleine die Noten sollten die Basis einer Studienentscheidung sein – wichtig sei vielmehr, für welchen Bereich man besonderes Interesse aufbringe und auf welche Dinge man neugierig sei. „Die Schulfächer finden sich nicht unbedingt in den Studienfächern wieder“, erläuterte Prof. Karla das Problem beim Übergang von der Schule zur Universität oder Fachhochschule.

Bei einem bundesweiten Angebot von 4000 Studiengängen sei die Wahl daher sorgfältig zu treffen, wobei das Internet in Verbindung mit den Studienberatungen eine wichtige Rolle spiele.

Mit der Vorstellung vom entspannten Studentenleben musste er auch schnell aufräumen: Die Vorlesungen beginnen in der Regel ab 8.15 Uhr und gehen oft bis in die Abendstunden. Mit dem „akademischen Viertel“ ist heutzutage bestenfalls die Viertelstunde zwischen den Veranstaltungen gemeint, und in den Pausen zwischen Vorlesungen und Übungen muss man in Lerngruppen dafür sorgen, dass man die nächste Klausur schafft – denn beim dritten Durchfallen endet das Studium ohne Abschluss.

Prof. Karla betonte, dass das Studieren wie das Arbeiten sei: Die Studierenden brauchen eine große Eigenverantwortung und Einzelkämpfer haben es erheblich schwerer, ein Studium erfolgreich abzuschließen.

Im Verlauf der zweistündigen Veranstaltung wurden natürlich auch weitere allgemeine und spezielle Fragen geklärt: die Vergabe von Studienplätzen, Inhalte des Studiums für Wirtschaftsinformatik, Begriffsklärungen, Formalia und die immense Bedeutung der Brückenkurse in der Mathematik. Auch danach stand Prof. Karla interessierten Schülern für weiteren Gedankenaustausch zur Verfügung.

Bald regelmäßig

Das Angebot der Studienberatung soll in der Höheren Handelsschule am Berufskolleg Eschweiler in der Zukunft regelmäßiger Bestandteil des Beratungsangebots sein und durch Kontakte mit den örtlichen Fachhochschulen erweitert werden. Sowohl die Bildungsgangleiter Christian Thelen und Holger Diefenthal als auch die Koordinatorin Evi Spennes sehen hier einen weiteren Schwerpunkt der Beratungstätigkeit für die zukünftigen Fachabiturienten.

Auch Schulleiter Thomas Gurdon sieht in der Studienberatung den nächsten Baustein für das Landesprogramm „Kein Abschluss ohne Anschluss“. Gurdon sagte dazu: „Immer mehr Schülerinnen und Schüler wählen nach der Höheren Handelsschule den Weg in ein Studium. Das wollen wir unterstützen und bieten in Kooperation mit den Fachhochschulen eine fachkundige Beratung aus erster Hand, damit die persönlichen Lebenswege gelingen können.“

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