Die Autostadt Eschweiler zeigt, was sie hat

Von: Rudolf Müller
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Zu Tausenden schoben sich die Besucher am Sonntag durch Eschweilers Einkaufsstraßen. Die meisten von ihnen waren aus den umliegenden Städten gekommen, um hier den verkaufsoffenen Sonntag mit der großen Autoschau zu erleben. Dass zeitgleich auch auf dem Aachener Drieschplatz eine Autoschau stattfand, tat der Sache keinen Abbruch. Foto: Rudolf Müller

Eschweiler. Der Stadtfest-Samstag? Schwamm drüber! Der war auch dringend nötig, um die Wassermassen aufzusaugen, die nicht nur den Geschäftsleuten die Laune verhagelten. Die allerdings wurde am Sonntag sprunghaft besser: Allen mies gelaunten Wetterfröschen zum Trotz blieb es trocken. Und meist lachte sogar die Sonne.

Nicht nur deshalb war der Sonntag der Haupttag des Eschweiler Stadtfestes. Sondern auch, weil das mit einem verkaufsoffenen Sonntag aufwartete. Und der lockt erfahrungsgemäß Zigtausende in die City. Mag sein, dass die Einkaufsstraßen schon einmal voller waren. Grund zum Klagen aber gab es am Sonntag nicht: Schon pünktlich zur Ladenöffnungszeit 13 Uhr schoben sich ungezählte Schau- und Kauflustiger durch die Straßen, deren Ladenlokale mit Sonderangeboten warben.

Und in denen 13 Autohäuser ihre aktuellen Prunkstücke ausgestellt hatten – vom Kleinwagen über den Sportflitzer bis hin zum Nobel-Geländewagen. Die Autostadt Eschweiler zeigt, was sie hat. Top-Hingucker diesmal: ein quietschgrüner Mercedes Geländewagen AMG 63 G – Kostenpunkt: schlappe 180.000 Euro. Dagegen nahmen sich die übrigen vierrädrigen Exponate, darunter auch ein Alfa Romeo 4c, wie wahre Schnäppchen aus.

Klaus-Dieter Bartholomy, Vorsitzender des Citymanagement-Vereins, in dessen Händen die Organisation und Ausrichtung der Eschweiler Stadtfeste liegt, nahm den Andrang am Sonntag zufrieden zur Kenntnis. Auf unsere Frage, welche Note einer Skala von 1 bis 10 er dem Stadtfest geben würde, antwortete der Citymanager: „Eine 7 oder 8 – mindestens!“

Zufrieden äußerte sich auch Johannes Henrotte. Der Fahrradspezialist, in Eschweiler bestens bekannt, nutzt das Stadtfest, seine Angebote auch Kunden aus dem Umkreis bekannt zu machen. Mit Erfolg: „Wir haben zahlreiche Kunden, die hier ein bestimmtes Rad sehen, es sich reservieren lassen und am Montag in unserem Laden abholen.“ Jedes vierte verkaufte Fahrrad ist inzwischen ein Elektrobike. Bemerkenswert – schließlich fängt die Preisspanne der E-Bikes bei 2000 Euro an. Ein gutes „normales“ Rad ist dagegen für 500 oder 600 Euro zu haben.

Auch Christoph Hardebusch ist immer wieder gern beim Stadtfest. Der Mercedes-Experte aus dem Haus Zittel freut sich darauf, hier immer wieder alte Kunden und neue Interessenten zu treffen und mit ihnen zu plaudern. „Leute, die normalerweise nicht in unser Autohaus kommen, kommen mit uns Gespräch und setzen sich auch gern mal in ein Auto.“

Und das nicht nur, weil andere Sitzgelegenheiten am Sonntag Mangelware waren: Die Straßencafés in der Innenstadt hatten gut zu tun. Wer Deftiges für den „kleinen Hunger“ anbot, sogar sehr gut: Am Backfischwagen auf der Marienstraße forderten lange Schlangen Geduld; an Adams Wurststand Ecke Englerth- und Grabenstraße war das nicht anders.

Auch am kommenden Wochenende steht der Einzelhandel im Fokus des Geschehens: Dann startet die von unserer Zeitung mitgetragene Aktion „Heimatshoppen“.

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