Eschweiler - Die Arbeit des Vereins wird weiter gefragt sein

Die Arbeit des Vereins wird weiter gefragt sein

Von: ran
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Freuen sich auf das tägliche Frühstück: Die Schüler der Willi-Fährmann-Schule mit Achim Monnartz (2. v. l.), Vorsitzender des Vereins „breakfast 4 kids”. Foto: Andreas Röchter

Eschweiler. Es ist traurig, aber wahr. Auch im reichen Deutschland gibt es Armut. Nicht zuletzt Kinder sind davon betroffen. Sei es auf Grund finanzieller oder anderer Probleme, immer häufiger kommen Schüler in die Schule, ohne gefrühstückt zu haben. Und auch das Pausenbrot ist schon längst keine Selbstverständlichkeit mehr.

Dagegen etwas zu tun, haben sich die Initiatoren des in Stolberg beheimateten Vereins „breakfast 4 Kids” auf die Fahne geschrieben. Vor zwei Jahren als Zusammenschluss von Vätern gegründet, versorgen die Vereinsmitglieder in Zusammenarbeit mit einem Caterer und einigen Bäckern inzwischen 350 Schüler in acht Schulen mit einem Frühstück.

Nachdem bisher Grundschulen in Aachen, Stolberg, Alsdorf und Köln am Projekt beteiligt waren, ist seit Dienstag nun auch die Willi-Fährmann-Schule mit von der Partie. An jedem Schultag werden nun 40 große mit Käse, Pute oder Schinkenwurst (nicht vom Schwein) belegte Brötchen geliefert.

Den Kontakt hergestellt hat Petra Seeger, Schulamtsleiterin der Stadt Eschweiler. „Ich habe über den Verein gelesen. Zwei Telefonate genügten, um die Sache ins Laufen zu bringen”, lobt sie die schnelle und unbürokratische Arbeit des Vereins. „Einer unserer Grundsätze ist, den Schulen, mit Ausnahme des Verteilens der Brötchen, keine zusätzliche Arbeit aufzubürden”, macht Achim Monnartz, 1. Vorsitzender von „breakfast 4 Kids” deutlich.

„Tatsache ist, dass es in Deutschland Kinder gibt, die hungern. Deswegen wollen wir vor Ort aktiv werden”, nennt der Mitgründer den Hauptbeweggrund der Initiative, die sich alleine durch Spenden oder Einnahmen aus Veranstaltungen trägt.

„Ich gehe davon aus, dass wir bald 450 Kinder versorgen. Das bedeutet, dass wir im kommenden Jahr 120.000 Euro benötigen”, erklärt Achim Monnartz, der davon überzeugt ist, dass die Arbeit des Vereins auch in den kommenden Jahren gefragt sein wird. „Leider. Denn eigentlich muss unser Ziel ja sein, uns überflüssig zu machen”, so der Vorsitzende.

Georg Hermanns, stellvertretender Leiter der Willi-Fährmann-Schule, weist darauf hin, dass das Projekt mehrere positive Aspekte aufweist. „Natürlich hat die Gesundheit Priorität. Unsere Schüler lernen aber auch das gemeinsame Essen kennen. Für sie ist das eine Form des Sozialtrainings”, berichtet der Pädagoge. Dies unterstreicht auch Doris Löfgen, Werkstattleiterin für Hauswirtschaft an der Willi-Fährmann-Schule: „Das gemeinsame Frühstück fördert auch die Konzentration, lässt die Kinder entspannter werden und lehrt sie, zu teilen.

Weitere Informationen zum Projekt sind bei Achim Monnartz unter 0176/13675437 oder im Internet unter http://www.breakfast4kids.com zu erhalten.
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